Erfahrungsbericht – Der Sony Reader PRS-T3S

Um die Vormachtstellung von Amazon zu brechen, drängen die Anbieter hochwertiger eReader momentan zu Kampfpreisen auf dem Markt: Neben dem tolino in der einfache Ausführung für 99 € gibt es im Moment auch den Sony PRS-T3 zum Preis von unter 100 €

(c) eBook.de
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Was kann der Kleine von Sony?

Was kann der Reader und wie macht er sich in der täglichen Handhabung? Zunächst einmal zu dem Rahmendaten: Das Gerät ist extrem leicht, mit 160 Gramm liegt es angenehm in der Hand und lässt diese weniger schnell ermüden als ein Papierbuch. Mit einem Fassungsvermögen von ca. 1200 Büchern (aufstockbar) kann sich auch der größte Büchernarr ordentlich für einen längeren Urlaub eindecken….

Die Größe gibt Sony mit 6 Zoll an. Wem das nichts sagt: Das Gerät ist ungefähr mit den Manessebüchern vergleichbar, natürlich nur in Hinblick auf das Format, keine Sorge 😉 Die Schriftgröße ist einstellbar, die Handhabung ist intuitiv und komfortabel. Es macht optisch einen eleganten Eindruck, die Verarbeitung ist – wie man das von Sony erwartet – außerordentlich hochwertig.

eBook.de liefert das Gerät mit vorinstallierten eBooks aus, aber bei der Fülle von kostenlosen eBooks ist man ohnehin sehr gut bedient, bevor man den ersten Euro zum – übrigens schon integrierten – Onlineshop trägt. Sony wirbt noch mit einer Schnellladefunktion, offenbar hat man in drei Minuten genug nachgeladen, um ein ganzes Buch zu lesen. Und überhaupt die Ladezeit: Die gibt der Hersteller bei durchschnittlichem Gebrauch mit 8 Wochen an – das ist mehr als ordentlich.

Reader oder Tablett?

Das „besondere“ am Sony PRS-T3 ist, dass es sich in der Tat um einen Reader handelt, nicht mehr und nicht weniger. Wer sich die größeren Tolinomodelle oder dem Kindle Fire ansieht – das sind Geräte, die es mit klassischen Tabletts aufnehmen wollen und Videos, Spiele, etc. anbieten. Das kann der Sony PRS-T3 nicht – er ist einem Buch nachempfunden: Schwarz/Weiß in der Optik, hochauflösendes Display, als ob man vom Buch abliest, nicht mal integrierte Beleuchtung. Das ist in der Vergangenheit schon immer kritisiert worden, aber warum eigentlich: Wer hat dem beim Papierbuch eine integrierte Beleuchtung? Dafür kann der Sony-eReader auch zu angemessenen Preisen angeboten werden.

Was kann er noch? Der Sony hat einen simplen Browser installiert und ist natürlich auch WLAN-fähig. Videos sind aber offenbar nicht abspielbar, zumindest kann ich mit dem Gerät nicht auf youtube-Videos zugreifen. Wäre in schwarz/weiß auch merkwürdig. Der Browser ruckelt und taugt eigentlich eher, um mal eben was bei google oder Wikipedia nachzuschlagen, kaum für mehr.

Fazit

Wer einen echten Reader sucht – hochwertig verarbeitet und ohne Schnick-Schnack – der kann mit dem Sony nichts verkehrt machen. Wer im Grunde lieber ein Tablet will, weil er sich beim Lesen auch gern durch eingehende Mails, SMS, Spiele und mehr bespaßen lassen möchte, sollte vom Sony PRS-T3 die Finger lassen.

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Sony Reader PRS-T3S ab 99 EUR

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Produktrezension von Beste Bücher

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