Emma & Hanna

Emma & Hanna: Was ist der Sinn des Lebens? Oder: Wozu sind wir da?

Emma & Hanna: Wo kommen die Kinder her?

Emma & Hanna: Wann darf man lügen?

Wer Kinder hat, der weiß: Kinder stellen nicht nur harmlose Fragen wie sie in den massenhaften Kinderbüchlein vorkommen, die es in jeder Drogerie im Wühlkorb gibt. Spätestens wenn Kinder älter werden, kommen auch existenziellere Fragen dazu: Gibt es Situationen, in denen Lügen vielleicht doch erlaubt sind? Gibt es auch harmlose Lügen? Und überhaupt – wo kommen eigentlich Kinder her? Was ist Sex?

Lukas, Tim und Sarah, drei Hamburger Studenten, sind die Macher hinter einer neuen eBook-Reihe für Kinder. In vorerst drei Comics rücken Emma und Hanna, zwei aufgeweckte Mädels, ihren Eltern mit schwierigen Fragen zu Leibe. Was ist der Sinn des Lebens? Wo kommen Kinder her? Und: Wann darf man lügen? 

Auf augenzwinkernde Art und doch lehrreich versuchen die Drei, haarige Fragen kindgerecht zu beantworten. Das dabei Kant und Adorno in einem Atemzug mit 50Cent und Sloterdiek zu Wort kommen, klingt abwegig – wird aber in verdaubaren Portiönchen präsentiert. 

Die Pointen und Schlussfolgerungen werden nicht allen gefallen – zu komplex sind die dahinterliegenden Fragen. Auch scheinbar harmlose Fragen erfordern zur Beantwortung häufig jede Menge Grauschattierungen. Zum Beispiel das Thema lügen. „Lügen sind falsch“ – so lautet ein einfacher Grundsatz, den viele Eltern sofort als offenkundig zutreffend unterschreiben und vertreten würden.

Doch die Macher von Emma & Hanna sprechen auch die Grenzfälle an: Was ist, wenn man sich in Gefahr befindet? Oder in Bewerbungsgesprächen mit Fragen konfrontiert wird, die der Arbeitgeber nicht hätte stellen dürfen? Und was sind Halbwahrheiten? Ist es auch eine Lüge, wenn man nur höflich sein und jemandes Gefühle nicht verletzen will? Fragen über Fragen und so ist es nur konsequent, dass „Emma & Hanna“ keine letztgültigen Antworten präsentieren sondern zum Nachdenken einladen. Die ironischen Pointen sind dabei teilweise nur für die erwachsenen Vorleser zu dechiffrieren – aber das ist auch gewollt.

 

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