Julie Kagawa – „The Immortal Rules“

Rezension von Lisa

– In einer künftigen Welt regieren Vampire. Die Völker drohen unterzugehen. Kann ein Mädchen alleine die Menschheit bewahren? –

Inhalt

Allison Sekemoto survives in the Fringe, the outermost circle of a vampire city. By day, she and her crew scavenge for food. By night, any one of them could be eaten.

Some days, all that drives Allie is her hatred of them. The vampires who keep humans as blood cattle. Until the night Allie herself is attacked—and given the ultimate choice. Die… or become one of the monsters.

Faced with her own mortality, Allie becomes what she despises most. To survive, she must learn the rules of being immortal, including the most important: go long enough without human blood, and you will go mad.

Auf den ersten Blick  

Das Cover wirkt irgendwie ein wenig… lieblos. :/   Zu sehen ist mal wieder das Standard Mädchengesicht, welches am PC noch farbig nachbearbeitet wurde und nur grob zur Beschreibung der Protagonistin passt. (Die Heldin besitzt asiatische Wurzeln, was auf dem Bild nicht wirklich erkennbar ist.) Die vielen unterschiedlichen Schriftgrößen, -farben und -arten tragen nicht zur Besserung bei und lassen das Cover ziemlich chaotisch aussehen.

Rezension

Julie Kagawa überzeugt erneut!

Mit der vierteiligen Iron Fey Reihe hat sich Julie Kagawa schon einen Ruf im Fantasy Genre aufgebaut. Umso gespannter darf der Leser nun auf ihre neue Trilogie sein…

Ich mach es kurz: The Immortal Rules ist ein voller Erfolg – ganz wie wir es von der Autorin gewohnt sind. 😉 Eindlich einmal ein Bestseller, der den Namen verdient. Den einzigen Wermutstropfen, den ich finden konnte, ist die Länge des Romans. Mit seinen 500 Seiten ist The Immortal Rules für Jugendbuchverhältnisse relativ dick, was sich beim Lesefluss bemerkbar macht. Durch die vielen Beschreibungen und die ausführliche Ausarbeitung ist der Erzählstil nicht mehr so kurzweilig wie zu The Iron Fey Zeiten. Die Handlung an sich ist aber sehr abwechslungsreich und hält für den Leser einiges in petto.

Auf den ersten hundert Seiten ist die Protagonistin noch ein normaler Mensch, der in den Slums der Vampir-Stadt lebt. Als Allison bei einem Kampf mit den Rabids (wilde, blutrünstige Vampire, die sehr an die typischen Zombies erinnern) tödlich verwundet wird, steht sie plötzlich vor der Wahl: sterben oder unsterblich werden. Sie entscheidet sich dafür, ein Blutsauger zu werden und wird von ihrem Meister ausgebildet.   Auf den letzten 3/5 des Buches wird beschrieben, wie Allison die Stadt hinter sich lässt und sich einer Gruppe Menschen anschließt, die auf der Suche nach einem Heilmittel für die Plage ist…

Was soll ich sagen? Schon allein die Idee, über eine post-apokalyptische, von Vampiren beherrschten Welt zu schreiben, ist schauerlich und verdammt cool. ;D   Für die Darstellung der Blutsauger kann man die Autorin im übrigen nur loben. In The Immortal Rules gibt es keine verweichlichten, geleckten, glitzernden, vermenschlichten Pseudo-Vampire, sondern knallharte und tödliche Bestien.

Allison Sekemoto ist eine eigenständige und toughe Heldin, die man gerne auf ihrer Reise begleitet. Primär ist The Immortal Rules kein Romantik- oder Endzeitroman, sondern vielmehr eine Geschichte übers Erwachsenwerden und das geistige Reifen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem inneren Konflikt der Protagonistin, welche sich ständig zwischen den beiden Extremen Mensch und Monster hin- und herbewegt.

Überzeugend ist nicht zuletzt auch Allisons Liebesbeziehung mit dem Menschenjungen Zeke, die völlig ohne Rumgesülze, Oberflächlichkeiten, „Liebe auf den ersten Blick“ und „Oh, wir können nicht zusammen sein, weil unsere Arten zu verschieden sind“ Geplapper auskommt. – Danke! Die Beziehung ist bisher sehr ausgeglichen und nachvollziehbar und ich hoffe das dies auch in den nachfolgenden zwei Bänden so bleibt (und nicht durch eine Dreiecksbeziehung kaputt gemacht wird).

Fazit  

Faszinierendes Konzept + Kick-Ass Heldin, die mit einem Katana kämpft + authentische Nebencharaktere + jede Menge Action + Vampire + Zombies + Endzeit + überzeugende Liebesbeziehung + gelungenes Worldbuildin g= empfehlenswert. The Immortal Rules ist (für mich) derzeit eines der besten Vampirbücher auf dem Markt. Allen Young Adult und Julie Kagawa Fans kann ich den Reihenauftakt daher nur wärmstens empfehlen. 🙂

Lisas Bewertung: 4,7 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Titel: The Immortal Rules
Übersetzung: –
Autor/in: Julia Kagawa
Reihe: Blood of Eden #1
Genre: Dystopie
Zielgruppe: Jugendliche
Verlag: Harlequin Teen
Format: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 510 Seiten
Erscheinungsdatum: 24.04.12
Preis: 14,00€
ISBN: 0373210515

 

Redaktion von Beste Bücher

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