Self Publisher und Indieautoren: 10 Wege, das eigene eBook ins Gespräch zu bringen

Für Selfpublisher oder Indieautoren besteht die größte Herausforderung erst einmal darin, dass das eigene Buch diskutiert und wahrgenommen wird. Wir präsentieren heute 10 bewährte Strategien, wie Du Dein Werk, ob typischerweise als eBook oder als gedrucktes Buch „unter die Leute“ bringst.

1)

Rezension_BuchbesprechungSorge für Rezensionen, Buchbesprechungen, Reviews: Rezensionen müssen entgegen landläufiger Meinung nicht immer umfangreich sein – die beliebtesten Rezensionen auf Amazon sind oft solche, die kurz und prägnant sind. Häng Dich rein: 10 Rezensionen sind ein guter Start! Rezensionen gewinnt man mit diesen sieben Methoden. Für einige Autoren kommen auch Leserunden bei Loevelybooks oder „Blogg Dein Buch“  in Frage. Das ist natürlich mit Aufwand und Kosten verbunden, der sich aber lohnt.

2)

Nutze Multiplikatoren: Die sozialen Netzwerke sollte man auch nicht überschätzen.  Was nützen hundert „Likes“, wenn das Buch dann keiner kauft? Nachhaltiger scheinen da schon die Rezensionen auf Amazon, Lovelybooks und überhaupt Verkaufsplattformen. Aber auch kleinere Buchblogs und Websites erzeugen in der Summe einiges Gewicht. Die Verlage sprechen hier vom sog. „Graswurzelmarketing„. 

3)

Investiere zuerst in Deinen Namen! Wer ein Jahr oder länger an seinem Werk gearbeitet hat, möchte auch gerne mal etwas Geld dafür sehen. Die meisten Indieautoren sind deshalb verständlicherweise skeptisch, wenn Sie an Gratis-Aktionen für eBooks teilnehmen sollen. Doch bedenke: Dein wichtigstes Kapital soll Dein Name werden. Und ob es mit Deinem künstlerischen Selbstverständnis übereinstimmt oder nicht: Ein Autor ist immer auch ein „Unternehmer“ und wem einmal ein Werk mit einer gewissen Reichweite gelungen ist, der hat seinen Namen zur „Marke“ gemacht. Was heißt das – konsequent zu Ende gedacht? Start-up-Unternehmer rechnen in den ersten Jahren nicht unbedingt mit großen Gewinnen, sondern was „reinkommt“ wird sofort wieder reinvestiert.

4)

Sei kreativ! Ein tolles Beispiel liefert der Fischer-Verlag: Bevor der Roman „Sturz der Zeit“ erschien, bekamen ausgewählte Blogger (Multiplikatoren!) einen echten Brief via Luftpost, in dem ein gewisser Jackson Meyer um Hilfe bat: Auf seine Freundin sei geschossen worden, er selbst sei aber in einem Zeitloch gefangen. Seine einzige Chance sei nun, dass man auf eine bestimmte Website geht und dort das Rätsel löst. Was war der Lohn für diese fast kostenlose Aktion? Massenhaft wurde die Website angesteuert, teilweise mehr als 30.000 Mal täglich! Kreativ und kostenlos – besser geht es nicht.

Update: Mittlerweile haben wir selbst so einen Brief bekommen. Aber lest selbst!

5) 

Keine Angst vor Fehlgriffen: Denke mal an normale „Unternehmer“. In vielen Branchen setzt sich nur eines von fünf neu entwickelten Produkten durch. Selbst hypererfolgreiche Unternehmen wie google haben neben der langen Liste fulminant erfolgreicher Produkte eine noch viel längere Liste von Fehlgriffen. Die verantwortlichen Entwickler und Unternehmer wissen also bei jedem neuen Projekt: Statistisch wahrscheinlich ist, dass dieses Projekt fehl schlägt. Lassen sie sich davon abhalten? Nur die Eintagsfliegen. 

6)

Social Media: Alle sprechen beim eBook-Launch über die Wichtigkeit von Facebook, google+ und Co. Eigentlich sind wir skeptisch, denn diese Medien sind auch ganz veritable Zeitfresser. Aber eines muss man sehen: Viele der erfolgreichsten deutschen Self Publisher haben sich ziemlich aktive Fanseiten bzw. Netzwerke aufgebaut (Vgl. hier).  „Best practise“ spricht also dafür – nur bitte vor lauter Facebook nicht das Schreiben vergessen…

7)

Betreibe einen Blog! Wo wir von Best practise sprechen: Viele erfolgreiche Autoren haben schon vorher geschrieben und sich damit einen Startvorteil verschafft – als Journalisten oder Blogger. Seth Godin etwa erreicht mit seinen kurzen und prägnanten Blogeinträgen ein Millionenpublikum. Natürlich gibt es da auch einen harten Kern, der jedes neu erschienene Buch im blinden Vertrauen erwirbt.

8)

Biete Blogs Interviews an! Üblicherweise wirst Du Blogs bitten, Rezensionen für Dein Buch in Betracht zu ziehen. Das ist für den Blogger erstmal aufwendig und mit Arbeit verbunden. Er muss das Buch lesen und sich dann an die Rezension setzen. Aber Interviews – die schließlich auch schriftlich erfolgen können – sind bei weitem weniger aufwendig und lockern das Erscheinungsbild eines Blogs gut auf. Biete gleich ein Foto an und wenn Du bereits ein Interview geführt hast, kannst Du den Link beifügen. So kann sich der Blogger gleich einen Eindruck verschaffen, wie ein solches Interview aussehen könnte.

9)

Nutze Gewinnspiele! Gewinnspiele sind langweilig und finden sich an jeder Ecke? Das stimmt – allerdings ist das auch der Beweis dafür, dass Gewinnspiele funktionieren. Sonst würden Sie nicht so oft eingesetzt. Wie nutzen? Hier kannst Du jetzt kreativ sein. Zum Beispiel könntest Du einen Wettbewerb auf Deinem Blog ausrufen, bei dem die Leser Vorschläge für den ersten Satz des Buches einreichen. Du nennst das Thema und den groben Rahmen, die Blogbesucher machen Satzvorschläge. Der von Dir ausgewählte Satz beschert dem „Autor“ einen Amazongutschein und natürlich ein Freiexemplar. Du hingegen bringst im Idealfall viele Menschen dazu, sich neugierig mit Deinem eBook oder Buch zu befassen.

10)

Cover, Cover, Cover! Noch bevor der Klappentext gelesen wird, fällt das Cover ins Auge. Oder eben auch nicht. Die Beschäftigung mit dem richtigen Cover ist deshalb elementar wichtig. Sieht es billig aus? Dann vielleicht einen professionellen Grafiker hinzuziehen. Es kann sich auch lohnen, vorher einige Leute im Umfeld auf die Wirkung des Covers anzusprechen und unter zwei oder drei Varianten wählen zu lassen.

 

4 Gedanken zu „Self Publisher und Indieautoren: 10 Wege, das eigene eBook ins Gespräch zu bringen“

  1. Gleichgültig, was man tut – man benötigt einen sehr langen Atem 🙂
    In der Liste fehlen noch die meiner Meinung nach sehr wichtigen Leserunden und die Überlegung, einen Newsletter zu starten. Mit Leserunden habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht; man trifft auf interessierte, diskussionsfreudige Leute, die auch gerne Rezensionen schreiben. Allerdings sollte man als Autor über ein Quantum an Selbstkritik verfügen und es „aushalten“, wenn jemandem das Buch nicht gefällt. Mit einem Newsletter erreicht man Interessierte schnell und unkompliziert, es kostet nichts, den Verteiler einzurichten; man muss aber etwas Zeit investieren, um ihn aktuell zu halten.
    Viele Grüße!

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