Pam Bachorz – „Drought“

Rezension von Lisa

A young girl thirsts for love and freedom, but at what cost?

Inhalt 

Etwas schräg: Der Roman schildert den Alltag einer seltsamen Sekte, die seit 1812 in einem Wald gefangen gehalten wird und einen Mann namens Otto anbetet. Das mit Wasser verdünnte Blut von Ottos Tochter Ruby hält die Leute jung, sodass alle längst das 200. Lebensjahr überschritten haben. Die ist im übrigen auch der Grund, warum die Gemeinde überhaupt versklavt wurde; der Sklaventreiber Darwin West handelt mit dem Blut und trinkt es auch selbst, um jung zu bleiben. Als sich Ruby eines Tages in den Aufseher Ford verliebt, bietet dieser ihr an, ihr bei der Flucht aus dem Wald zu helfen. Allerdings weiß er nicht, dass die Gemeinde auf Rubys Blut angewiesen ist…
WTF ?!?

Ich hatte ein Dystopie erwartet, bekommen habe ich aber einen seltsamen Stil-Mix, der sich keinem Genre so recht zuordnen lassen will. (siehe Klappentext). Abgesehen von der verworrenen Storyline ist das Buch auch in anderen Belangen eher durchschnittlich bis schlecht. Auf Seite 50 dachte ich: hmm, gut, so langsam müsste es doch mal los gehen. Pustekuchen!Das Buch dümpelt vor sich hin und nimmt selbst am Ende nicht richtig an Fahrt auf. ‚Drought‘ ist weder spannend, noch lustig, noch emotional bewegend, kurz: die Erzählweise ist nicht weiter bemerkenswert.

Ebenso die Charaktere: diese sind alle recht hölzern, werden kaum beschrieben und vollziehen keinerlei Entwicklung. Ruby war als Protagonistin annehmbar, doch man nimmt ihr die 200 Jahre, die sie angeblich auf dem Buckel hat, nicht ab. Die restlichen Mitglieder der Gemeinde sind alle fanatische, bigotte Personen und mitunter ging mir ihre Lethargie gelinde gesagt ziemlich auf die Nerven. Anmerkung: sie verbringen 200 Jahre in Knechtschaft und sind immer noch felsenfest davon überzeugt, dass Otto sie retten wird… also bitte!

Apropos Otto. Wer oder was ist er jetzt eigentlich? Ein Gott? Ein Heiliger? Ein Erlöser? Ein Mensch? Und was ist mit dem unheimlichen Visitor? Fragen über Fragen…. Leider bekommt man als Leser bis zum Schluss darüber keine Auskunft und eine Fortsetzung ist ebenfalls nicht in Sicht.

Fazit

Ich glaube, ich hätte das Buch sehr viel besser gefunden, wenn es nicht dieses übernatürliche Element gehabt hätte. Dadurch wirkt das Buch, ich nenne es mal unbestimmt. Es beschleicht einem das Gefühl, als wisse die Autorin selbst nicht genau, was für eine Geschichte sie eigentlich erzählen möchte. Schade.

Lisas Bewertung: 1,3 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

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