Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen.

Schon der Titel deutet es an: „Deutschland. Ein Wintermärchen“ ist eine satirische Schrift des deutschen Dichters Heinrich Heine. 1844 entstanden bildet eine Reise von Paris nach Hamburg vordergründig den Handlungsrahmen des Versepos.

Es lohnt sich bei Heine ein Lesen zwischen den Zeilen, da er doch zur Zeit der Zensur schrieb. Er beklagte selbst, dass er, um „dem Naserümpfen“ vorzubeugen, seinem Werk zahlreiche Feigenblätter anheften musste. Offenbar allzu sparsam mit den Feigenblättern wurde sein Buch schon nach kurzer Zeit in Preußen verboten und seine Excellenz, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen befleißigte sich persönlich, indem er einen Haftbefehl gegen den in Frankreich lebenden Heine erließ.

Inhaltlich verbindet Heine seine Reisebeschreibungen mit philosophischen und gesellschaftskritischen Betrachtungen. Seine Zeitgenossen nahmen das Werk wenig gnädig auf, sie sahen in dem in Frankreich lebenden Juden den Nestbeschmutzer und Miesmacher.

In Wahrheit betrachtete sich Heine jedoch als treuen Vaterlandsfreund, dessen Zuneigung zu seiner Heimat sich gerade in der schonungslosen Kritik zeigte. Wer sein Werk, welches zu Recht zu den 100 wichtigsten der Literatur gezählt wird, liest, wird finden: Diese Geisteshaltung wird zwischen den Zeilen offenbar.

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Unsere Bewertung

(Rang 1: Irrelevant – Rang 5: Höchstrelevant)

Historischer Wert: 5

Spannung: 3

Lesefreundlichkeit: 3

Ratgeber: 1

Muss-man-gelesen-haben: 5