Melissa Feurer: Die Fischerkinder – Das verbotene Buch

Rezension von Hanna

Die 17 Jährige Mira ist Tochter eines hohen Staatsbeamten, und lebt mit ihren Eltern in einem streng autoritären Staat in der Zukunft. Doch nicht alles ist so perfekt wie es auf den ersten Blick scheint; dem König ist unbedingsamer Gehorsam zu leisten, und wer gegen das kleinste Gesetz verstößt verschwindet plötzlich. Selbst Bücher sind verpönt, doch als Mira eines Tages ein kleines Buch in die Hände fällt, das von Jesus erzählt, ist sie sofort Feuer und Flamme.

Doch Religion ist in ihrem Land verboten, und somit schwebt Mira schon bald in Lebensgefahr.

Die ersten Sätze:

“ Mit einem Buch fing es an. Einem Buch, für das schon Menschen ihr Leben gegeben hatten, wegen dem andere verfolgt worden waren und durch das ein eigentlich recht gewöhnliches Mädchen eines Sommerabends zur Diebin wurde.“

Meine Meinung

Den  Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen. Er ist unkompliziert, trotzdem aber sehr bildhaft. Auch positiv aufgefallen ist mir wie toll hier Adjektive eingesetzt werden. Davon dass Mira 17 sein soll, habe ich nichts gemerkt. Sie und ihre beste Freundin kämmen mir eher wie unreife, pubertäre 12 Jährige Mädchen vor.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, alle Charaktere – auch Mira, blieben ziemlich blass.  Ich konnte mich in keinen von ihnen hineinversetzen, und habe auch nicht mit ihnen mitgefiebert. Als Schade empfand ich es auch, das an vielen Stellen vorhersehbar war, wie die Geschichte weiterging. So konnte sie mich leider kaum überraschen, sondern begann mich  zu langweilen.

Angeblich soll die „Fischerkinder“ ein Christliches Buch sein, viel gemerkt habe ich davon allerdings  Letztendlich beschränkt sich das Christliche darauf, das Mira Christliche Treffen besucht ( Der Inhalt dieser Treffen wird nicht genannt), und das es einmal heißt man soll seine Feinde lieben – Diese Idee aber von allen für schwachsinnig gehalten wird 🙁 . Hier wird nichts mit der Holzhammermethode vermittelt, hier wird garnichts vermittelt!

Das Ende ist relativ offen gehalten. Im ersten Moment dachte ich, das hier auf jeden Fall noch ein weiterer Band folgen muss – bei einer Recherche im Internet konnte ich allerdings keine Hinweise darauf finden. Auffällig ist, dass das Buch nicht wie ein normales frisch gepresstes Buch riecht, sondern einen leichten Hauch von Zitrone an sich haften hat.

Spannung, Action & Mehr

Spannung und Action waren kaum vorhanden. Stellenweise wurde es mal interessanter, allerdings verschwanden diese Momente auch immer so schnell wie sie gekommen waren. Weder eine Liebesgeschichte  noch Humor ist vorhanden.

Fazit

Mich könnte das Buch überhaupt  nicht begeistern. Es war akzeptabel zu lesen, allerdings nicht mehr. Ich kann dieses Buch leider niemand empfehlen, und werde falls doch noch ein nächster Band erscheint, diesen nicht lesen.

Herzen: ❤❤❤/❤❤

Autor: Melissa C Feurer

Verlag: Brendow

Format: Hardcover, E-book

Seiten: 400

Preis:  16,95€

Altersempfehlung: Ab 12

Genre: Jugendbuch – Dystopie, Christlich