Stephen King: Basar der bösen Träume

Rezension von Marion

Auf dem Umschlag wird die Geschichtensammlung wie folgt angepriesen: „Hier werden Albträume wahr Meine Waren biete ich gern feil, wenn die Straßen verlassen sind und wenn eine kalte Mondrinde über den Schluchten der Großstadt schwebt. Nur zu, ihr könnt sie euch ruhig näher ansehen, aber seid bitte vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.“

Als Stephen King-Fan lief mir bei diesem Text ein Schauer der Erwartung über den Rücken. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten aus der Feder des brillanten Schriftstellers Stephen King. Einige sind bereits zuvor anderweitig erschienen, einige wurden bisher noch nicht veröffentlicht.

Die Thematik der einzelnen Geschichten umfasst die Bereiche des Horrors und der Mystery. Stephen King bleibt darin seinem Stil treu und treibt den Leser manchmal an den Rand des Wahnsinns.

Die Geschichte: Raststätte Mile 81 handelt beispielsweise von einem Auto, welches die Besucher einer alten, verwahrlosten Raststätte auf mysteriöse Art und Weise verschlingt. Doch es wäre nicht Stephen King, wenn das schon alles gewesen wäre. Man merkt auch in dieser Geschichte wieder einmal seine Fiktion auf Außerirdische. Verwirrend ist dabei unter anderem die Darstellung des ca. 10-jährigen Pete, der auf der Raststätte eine halbvolle Flasche Wodka leert. Ich fragte mich früher schon oft, was King mir mit seinen Details sagen möchte, alles erschloss sich mir meist nie, und das ist auch bei diesem Buch wieder mehr als deutlich.

Sehr interessant ist das Vorwort, in dem sich der Autor als Händler darstellt, in seinem Fall handelt er mit Geschichten. Dies begründet er damit, dass er in keiner anderen Disziplin sonderlich talentiert ist. Das wirkt auf mich ein wenig so, als ob King sein Licht unter den Schöfel stellt.

Da es sich um 20 Kurzgeschichten handelt, findet man natürlich einen umfangreichen Schatz an verschiedenen Charakteren. Und King behält sich wie immer vor, alles sehr bildhaft in Szene zu setzten. Die Personen werden einem dadurch sehr detailgetreu näher gebracht. Ebenso fühlt man sich als wäre man an Ort und Stelle.

Sehr schön haben mir auch die Widmungen gefallen, die den Geschichten vorangestellt sind. Insgesamt ist das Cover sehr gut gelungen, und passt auch wunderbar von der Gestaltung zu vielen Vorgängern. Auf dem Cover zu erkennen sind einige Schmetterlinge, die durch ihre rote Färbung einen blutig wirkenden Kontrast zum schwarzen Hintergrund bilden.

Fazit

Die meisten Geschichte haben mir außerordentlich gut gefallen. Aber bei einigen gab es einige Elemente die irgendwie nicht richtig hineinzupassen schienen. Und somit manchmal etwas verwirrend waren. Für Stephen King Fans ist diese Geschichtensammlung natürlich ein absolutes Muss, aber auch für Einsteiger bietet dieses Werk ein breites Spektrum.

Dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne von 5 möglichen Sternen.