Wilhelm Raabe: Abu Telfan oder Die Heimkehr vom Mondgebirge

Raabes 1867 entstandener Roman handelt von einem jungen Protagonisten, Leonhard Hagebucher, Student der Uni Leipzig, der von zu Hause fortlief und schließlich nach Irrungen und Wirrungen in Ägypten von einem Nomadenvolk entführt und in die Sklaverei verkauft wurde – Jakobs Sohn Joseph lässt grüßen, siehe Genesis, Altes Testament.

Nachdem er von Kornelius van der Mook freundlicherweise wieder freigekauft wird, kehrt er über ein Jahrzehnt später wieder in seine Heimat zurück. Raabes Stil wird mitunter kritisiert, doch wenn man nicht kleinlich ist, so wird man sich mit dem leichtfüßig daherkommenden Stoff bald anfreunden.

Exemplarisch berschreibt er das manchmal unerträgliche Spießbügertum seiner Zeit, so dass man sich fragen möchte – wo war er denn besser aufgehoben? In der Sklaverei oder im heimischen Dorf?

::::::::::::::::::::::::::::::

Unsere Bewertung

(Rang 1: Irrelevant – Rang 5: Höchstrelevant)

Historischer Wert: 3

Spannung: 4

Lesefreundlichkeit: 4

Ratgeber: 2

Muss-man-gelesen-haben: 2