Lexa Stein (Pseudonym) Alexandra Rittre-Steinbrink – Autorenporträt
(c) Lexa Stein

Lexa Stein, in Frankreich geboren, entdeckte schon als Kind ihre Liebe zum Lesen und Schreiben. Sie schrieb Gedichte auf Französisch, Englisch und Deutsch und verschlang damals wie heute unzählige Bücher. Seit 2021 widmet sie sich nebenberuflich dem Schreiben.

Welche literarische Figur wärst du selbst gerne für einen Tag?

Claire Fraser aus dem Roman von Diane Gabaldon

Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der du jemals geschrieben hast?

Am Strand.

Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

„Im Bann des Adlers” von Daniel Wolf. Die Geschichte ist so detailliert beschrieben, dass man den Eindruck hat, alles selbst zu erleben.

Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein Bestsellerautor viel Geld verdient. Um von diesem Beruf zu leben, braucht es jedoch mehr, als nur einen Bestseller zu haben.

Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet dich beim Schreiben?

Während ich schreibe, denke ich ständig über meine Charaktere nach. Oft muss ich von einem Kapitel zum anderen springen, um hier und dort Verbesserungen vorzunehmen.

Welche Kritik an deinen Büchern hat dich besonders getroffen oder überrascht?

Positiv überrascht hat mich die Nachricht einer Autorin, die mir schrieb, dass sie meine Bücher verschlungen hat. Meine Charaktere seien ihr so ans Herz gewachsen, dass sie traurig war, als die Trilogie zu Ende war.

Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?

Mit Emile Zola, sein Werk „Germinal“ hat meine Kindheit geprägt. Das ist für mich Literatur pur.

Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?

Obwohl es sich bei meinen Geschichten um fiktive Inhalte handelt, sind sie doch nicht vollständig frei erfunden. Sie enthalten durchaus persönliche Erfahrungen und Einblicke. In jedem Buch fließt ein Teil meiner Persönlichkeit mit ein. Ich bin der Meinung, dass es für einen Autor bzw. eine Autorin essenziell ist, die Gefühle, über die er/sie schreibt, auch selbst zu empfinden. Nur so ist es möglich, diese Gefühle authentisch und überzeugend zu beschreiben.

Welche Frage wird dir in Interviews nie gestellt, obwohl du sie gerne beantworten würdest – und wie lautet deine Antwort?

Warum schreibe ich? Eine banale Frage, aber ich finde es wichtig zu wissen, warum jemand Autor werden möchte. In meinem Fall ist es so, dass mir das Schreiben nicht nur Spaß macht, sondern mich auch befreit. Ich bin von Natur aus eine schüchterne Person. Beim Schreiben werde ich mutiger, ich lasse meinen Gedanken freien Lauf, ohne zu stocken oder Reue bzw. Angst zu empfinden.

Was kannst du uns schon über dein nächstes Projekt verraten?

Ich widme mich einem anderen Genre. Es wird ein Psychothriller, der zwischen NRW und Schleswig-Holstein spielt.

Du bist im Weltall: Elon hat dich auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, du durftest aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?

„Der kleine Prinz“ von St. Exupéry; „Das Schmetterlingszimmer“ von Lucinda Riley; „Die Frau, die ihre Träume wiederfand“ von Julian Hermsen.

Team Klassiker oder Team Gegenwartsliteratur – was inspiriert dich mehr und warum?

Es ist eine Mischung aus beidem. Ich finde es wichtig, die Klassiker nicht zu vergessen. Es sind wahre Juwelen, und die Autoren konnten mit Worten jonglieren. Die Sprache war facettenreicher und impliziter als heute. In der Gegenwartsliteratur begrüße ich, dass der Fantasie scheinbar keine Grenzen gesetzt sind. Die Vielfalt der Genres zeugt davon.

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