
Wer entscheidet eigentlich, welche Bücher in der Schule gelesen werden?
Die Kurzantwort: Einen bundesweiten Literaturkanon gibt es in Deutschland nicht. Bildung ist Ländersache. Zuständig sind also die Kultusministerien der 16 Bundesländer. Die Länder wiederum orientieren sich an gemeinsamen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz. Diese Standards legen fest, welche Kompetenzen Schüler bis zum Abitur im Fach Deutsch erwerben sollen. Eine gemeinsame Literatur- oder Leseliste gibt es deshalb aber noch lange nicht.
Trotzdem gibt es natürlich Lektürevorgaben der Lehrkräfte an den einzelnen Gymnasien. Woher kommen die? Viele Länder geben Empfehlungslisten an die Hand. Daraus wählen dann die einzelnen Schulen und Lehrkräfte aus. Oft ist es aber auch nur so: Die Bildungspläne der Länder geben Themen, Kompetenzen, Epochen, Gattungen und Textarten vor und die konkrete Auswahl liegt dann bei Schule, Fachschaft oder Lehrer.
Pflichtlektüre gibt es vor allem fürs Abitur
12 von 16 Ländern machen allerdings immerhin Pflichtvorgaben fürs Abitur, siehe unten. Diese Werke müssen tatsächlich im Unterricht behandelt werden und sind prüfungsrelevant.
Woher kommen dann diese Pflichtlektüren?
Sitzt da ein verdienter Beamter in einem nüchternen Zweckbau im Keller des Ministeriums und überlegt sich: „Moby Dick fand ich eigentlich ganz gut.“? Nicht ganz. In der Regel setzt das jeweilige Ministerium eine Expertenkommission ein, bestehend aus Wissenschaftlern und Lehrern. Die wiederum orientieren sich an frei verfügbaren Quellen und an Literaturpreisen – denn gerade bei zeitgenössischer Literatur ist nicht immer klar: Was ist von Wert, welches Buch hat das Zeug zum neuen Klassiker? Anschließend werden die Vorgaben offiziell veröffentlicht.
Warum tauchen dann dieselben Werke in mehreren Bundesländern auf? Auch wenn Bildung Ländersache ist, stimmen sich die Länder untereinander ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, kurz IQB. Das IQB unterstützt die Länder bei der Entwicklung gemeinsamer Abituraufgabenpools. Das kann dann so laufen, dass zwei Aufgaben vom IQB kommen und zwei von der Expertenkommission bestimmt werden. Die Länder müssen solche gemeinsamen Vorgaben aber nicht zwingend übernehmen.
Deshalb bleibt es kompliziert: Manche Länder nennen konkrete Pflichtlektüren, andere nur Themenfelder wie „Literatur um 1800“ oder „Romantik“. Im Aufklappmenü unten werden die Pflichtwerke aufgelistet und dabei zeigt sich: Die Übereinstimmung ist in der Tat groß.
Pflichtlektüre der Länder: Die einzelnen Werke und Autoren
Die offiziellen Informationen sind oft schwer zu finden. Manche Listen liegen tief auf Ministeriumsseiten, andere verstecken sich in PDFs, jährlich aktualisiert. Dann verschwinden einzelne Titel, neue kommen dazu. Dazu ein Hinweis: Bei uns in der Redaktion hat keiner die Zeit, alle paar Wochen die Websites von 16 Ministerien zu checken. Deshalb macht das bei uns ein übereifriger KI-Agent, der kann sich aber auch mal irren.
Die Übersicht ist nach bestem Wissen zusammengestellt und wird regelmäßig aktualisiert. Trotzdem gilt: Vorgaben können sich ändern. Wer ganz sicher gehen will, sollte zusätzlich den jeweils verlinkten offiziellen Nachweis prüfen, denn wir können keine Gewähr übernehmen. Für Einwände oder Anregungen gerne an: redaktion[punkt]fabelhaftebuecher[at]gmail[punkt]com.
Baden-Württemberg
Offizielle Quelle: IBBW – Abschlussprüfungen allgemein bildend
Für 2026 und 2027 sind konkrete Deutsch-Pflichtlektüren amtlich belegt; für 2028 war keine konkrete Deutsch-Fachregelung auffindbar.
Abitur 2026 bis 2027 – Leistungsfach Deutsch
Zwei Pflichtlektüren sind verbindlich; zusätzlich sind mindestens zwei weitere Ganzschriften im Unterricht verbindlich zu behandeln. Für die schriftliche Prüfung kann Aufgabe I auf einer der beiden Pflichtlektüren beruhen.
Bayern
Offizielle Quelle: Abitur Deutsch Bayern
Für Bayern sind 2026 bis 2028 zwei verbindliche Deutsch-Lektüren für das schriftliche Abitur amtlich festgelegt.
Abitur 2026 bis 2028 – Deutsch
Für die schriftlichen Abiturprüfungen 2026 bis 2028 gelten in Bayern zwei verbindliche ländergemeinsame Lektüren.
Berlin
Offizielle Quelle: Abitur Berlin
Berlin veröffentlicht für Deutsch 2026 bis 2028 zentrale verbindliche Ganzschriften für das schriftliche Abitur.
Abitur 2026 bis 2028 – Grundkurs
Für den Deutsch-Grundkurs sind in allen drei Jahren dieselben zwei Ganzschriften verbindlich.
Abitur 2026 bis 2028 – Leistungskurs
Für den Deutsch-Leistungskurs sind in allen drei Jahren dieselben zwei Ganzschriften verbindlich.
Brandenburg
Offizielle Quelle: Zentrale schriftliche Abiturprüfung Brandenburg
Für 2026 und 2027 sind im schriftlichen Deutsch-Abitur zwei verbindliche Ganzschriften amtlich ausgewiesen; für 2028 wurde noch keine konkrete Deutsch-Vorgabe gefunden.
Abitur 2026 bis 2027 – Grundkurs Deutsch
Für den Grundkurs sind in beiden Jahren dieselben zwei Ganzschriften verbindlich.
Abitur 2026 bis 2027 – Leistungskurs Deutsch
Für den Leistungskurs sind in beiden Jahren dieselben zwei Ganzschriften verbindlich.
Bremen
Offizielle Quelle: Abitur Bremen
Für Bremen sind für 2026 bis 2028 amtliche Deutsch-Lektürevorgaben für das schriftliche Abitur veröffentlicht.
Abitur 2026 – Grundkurs und Leistungskurs
Im Schwerpunkt I ist genau eines von zwei Dramen verpflichtend zu unterrichten.
Ein Drama aus der amtlichen Liste muss behandelt werden.
Genannt werden:
- Gotthold Ephraim Lessing: Miss Sara Sampson
- Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti
Abitur 2027 bis 2028 – Grundkurs und Leistungskurs
Im Schwerpunkt I ist ein konkretes Drama von Kleist verbindlich vorgeschrieben.
Abitur 2027 bis 2028 – Leistungskurs
Zusätzlich zur Pflichtlektüre ist im Leistungskurs eine von zwei Kleist-Erzählungen vertiefend zu behandeln.
Eine Erzählung aus der amtlichen Liste muss zusätzlich behandelt werden.
Genannt werden:
- Heinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili
- Heinrich von Kleist: Der Findling
Abitur 2027 bis 2028 – Grundkurs und Leistungskurs
Im Schwerpunkt II ist ein konkreter Roman verbindlich vorgeschrieben.
Abitur 2027 bis 2028 – Leistungskurs
Im Leistungskurs ist im Schwerpunkt II zusätzlich eine konkrete Erzählung verbindlich vorgeschrieben.
- Thomas Mann: Mario und der Zauberer
Hamburg
Offizielle Quelle: Zentrale Prüfungen Hamburg
Hamburg veröffentlicht für das schriftliche Deutsch-Abitur 2026 bis 2028 konkrete verbindliche Referenztexte.
Abitur 2026 – gA/eA
Für Deutsch werden vier Aufgaben zu Schwerpunkten vorgelegt; verbindliche Referenztexte sind ausdrücklich markiert.
- Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
Abitur 2027 bis 2028 – gA/eA
In beiden Jahrgängen nennt die Deutsch-Regelung verbindliche Referenztexte für die schriftliche Prüfung.
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
- Fatma Aydemir: Dschinns
Hessen
Zuletzt geprüft am: 2026-06-22
Offizielle Quelle: Hessen Kultus – Landesabitur
Für Hessen wurden belastbare offizielle Vorgaben für das Deutsch-Abitur 2026 bis 2028 gefunden.
Abitur 2026 – Grundkurs/Leistungskurs
Für das Deutsch-Abitur sind konkrete Pflichtlektüren amtlich benannt.
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
- Johann Wolfgang von Goethe: Faust I
- Franz Kafka: Der Prozess
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
Abitur 2027 – Grundkurs/Leistungskurs
Für das Deutsch-Abitur sind konkrete Pflichtlektüren amtlich benannt.
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
- Johann Wolfgang von Goethe: Faust I
- Franz Kafka: Der Prozess
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
Abitur 2028 – Grundkurs/Leistungskurs
Für das Deutsch-Abitur sind konkrete Pflichtlektüren amtlich benannt.
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
- Johann Wolfgang von Goethe: Faust I
- Franz Kafka: Der Prozess
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
Mecklenburg-Vorpommern
Offizielle Quelle: Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung
Für 2026 und 2027 gibt es im schriftlichen Deutsch-Abitur nur verbindliche Themenfelder, keine konkreten Pflichtwerke; für 2028 wurde keine amtliche Deutsch-Vorgabe gefunden.
Niedersachsen
Offizielle Quelle: Zentralabitur Niedersachsen
Niedersachsen nennt für 2026 und 2027 konkrete prüfungsrelevante Texte nach Anforderungsniveau. Im grundlegenden Anforderungsniveau stehen zentrale Texte im Mittelpunkt; im erhöhten Anforderungsniveau kommen vertiefende Texte hinzu. Für 2028 wurde noch keine konkrete amtliche Deutsch-Quelle gefunden.
Abitur 2026 – erhöhtes Anforderungsniveau
Für 2026 werden im erhöhten Anforderungsniveau insgesamt fünf Texte genannt: die beiden zentralen Texte des grundlegenden Anforderungsniveaus und drei vertiefende Texte.
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
- Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen
Abitur 2026 – erhöhtes Anforderungsniveau
Für 2026 werden im erhöhten Anforderungsniveau insgesamt fünf Texte genannt: die beiden zentralen Texte des grundlegenden Anforderungsniveaus und drei vertiefende Texte.
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
- Heinrich von Kleist: Die Marquise von O.
- Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater
- Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen
- Joachim Ringelnatz: …liner Roma…
Abitur 2027 – erhöhtes Anforderungsniveau
Für 2027 werden im erhöhten Anforderungsniveau insgesamt fünf Texte genannt: die drei zentralen Texte des grundlegenden Anforderungsniveaus und zwei vertiefende Texte.
Abitur 2027 – erhöhtes Anforderungsniveau
Für 2027 werden im erhöhten Anforderungsniveau insgesamt fünf Texte genannt: die drei zentralen Texte des grundlegenden Anforderungsniveaus und zwei vertiefende Texte.
- Ludwig Tieck: Der Runenberg
- E. T. A. Hoffmann: Die Bergwerke zu Falun
- Ludwig Tieck: Des Lebens Überfluß
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
- Jenny Erpenbeck: Sibirien
Nordrhein-Westfalen
Offizielle Quelle: Zentralabitur Deutsch Nordrhein-Westfalen
Für NRW Deutsch 2026 bis 2028 sind zwei konkrete literarische Werke in den amtlichen Vorgaben genannt.
Abitur 2026 bis 2028 – Grundkurs Deutsch
Die amtlichen Vorgaben nennen für den Grundkurs zwei konkrete literarische Texte unter den inhaltlichen Schwerpunkten.
Abitur 2026 bis 2028 – Leistungskurs Deutsch
Die amtlichen Vorgaben nennen für den Leistungskurs dieselben zwei konkreten literarischen Texte.
Rheinland-Pfalz
Offizielle Quelle: Rheinland-Pfalz – Mainzer Studienstufe / Rechtsgrundlagen
Für Deutsch gibt es in Rheinland-Pfalz 2026 bis 2028 keine landesweit festgelegte Pflichtlektürenliste für das schriftliche Abitur.
Saarland
Zuletzt geprüft am: 2026-06-22
Offizielle Quelle: Saarland – Lehrpläne Gymnasiale Oberstufe / Deutsch Abiturlektüren
Für das Saarland wurden belastbare offizielle Vorgaben für das Deutsch-Abitur 2026 bis 2027 gefunden. Für 2028 liegt noch keine eigene offizielle Abiturlektüreliste vor.
Abitur 2026 – Grundkurs/Leistungskurs
Für das Abitur 2026 nennt das amtliche Abiturlektüreprogramm konkrete literarische Werke. Gerhart Hauptmanns Bahnwärter Thiel ist dort nur für die mündliche Prüfung ausgewiesen und wird hier nicht als Werk für das schriftliche Abitur geführt.
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
- Lutz Hübner / Sarah Nemitz: Furor
Abitur 2027 – Grundkurs/Leistungskurs
Für das Abitur 2027 nennt das amtliche Abiturlektüreprogramm konkrete literarische Werke. Das Themenheft Literatur und Sprache um 1800 ist kein literarisches Primärwerk und wird nicht in der Werke-Liste geführt.
- Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Der Tragödie erster Teil
- Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug
Sachsen
Zuletzt geprüft am: 2026-06-22
Offizielle Quelle: Revosax – VwV Abiturprüfung Sachsen
Sachsen veröffentlicht keine einfache Pflichtlektürenliste mit wenigen Werken, sondern amtlich genannte mögliche Ganzschriften nach Kursniveau.
Abitur 2026 – Leistungskurs Deutsch
Für den Leistungskurs nennt die amtliche Abiturvorschrift mögliche Ganzschriften als Prüfungsstoff.
Keine einfache Pflichtbücherliste für alle Schüler; maßgeblich ist die konkrete Kurs- und Unterrichtsumsetzung.
Genannt werden:
- Christoph Hein: Landnahme
- Friedrich Schiller: Maria Stuart
- Georg Büchner: Woyzeck
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
- Franz Kafka: In der Strafkolonie
- Euripides: Medea
- Christa Wolf: Medea. Stimmen
Abitur 2026 – Grundkurs Deutsch
Für den Grundkurs nennt die amtliche Abiturvorschrift mögliche Ganzschriften als Prüfungsstoff.
Keine einfache Pflichtbücherliste für alle Schüler; maßgeblich ist die konkrete Kurs- und Unterrichtsumsetzung.
Genannt werden:
- Christoph Hein: In seiner frühen Kindheit ein Garten
- E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
- Euripides: Medea
- Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame
Abitur 2027 – Leistungskurs Deutsch
Für den Leistungskurs nennt die amtliche Abiturvorschrift mögliche Ganzschriften als Prüfungsstoff.
Keine einfache Pflichtbücherliste für alle Schüler; maßgeblich ist die konkrete Kurs- und Unterrichtsumsetzung.
Genannt werden:
- Christoph Hein: Landnahme
- Friedrich Schiller: Maria Stuart
- Georg Büchner: Woyzeck
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
- Franz Kafka: In der Strafkolonie
- Euripides: Medea
- Christa Wolf: Medea. Stimmen
Abitur 2027 – Grundkurs Deutsch
Für den Grundkurs nennt die amtliche Abiturvorschrift mögliche Ganzschriften als Prüfungsstoff.
Keine einfache Pflichtbücherliste für alle Schüler; maßgeblich ist die konkrete Kurs- und Unterrichtsumsetzung.
Genannt werden:
- Christoph Hein: In seiner frühen Kindheit ein Garten
- E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann
- Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
- Euripides: Medea
- Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame
Sachsen-Anhalt
Offizielle Quelle: Sachsen-Anhalt – Bildungsserver / Abiturprüfung Deutsch
Für Deutsch-Abitur 2026 bis 2028 wurden nur Themenfelder und Aufgabenhinweise, aber keine konkreten Pflichtwerke gefunden.
Schleswig-Holstein
Zuletzt geprüft am: 2026-06-22
Offizielle Quelle: Zentralabitur Schleswig-Holstein
Für Schleswig-Holstein wurden amtliche Deutsch-Prüfungsregelungen mit konkreten Pflichtlektüren für 2026 bis 2028 gefunden.
Abitur 2026 bis 2028 – Deutsch
Die amtlichen Prüfungsregelungen nennen konkrete Pflichtlektüren für das Fach Deutsch.
Thüringen
Offizielle Quelle: Thüringen – Ministerium für Bildung / Schulrecht
Für Thüringen wurden für 2026 bis 2028 keine landesweit festgelegten konkreten Deutsch-Abiturlektüren gefunden.
Welche wichtigen Kompetenzbereiche nennen die Lehrpläne der Länder und der KMK?
- Literarische Texte verstehen und deuten
- Figuren, Handlung, Sprache und Aufbau analysieren
- Texte historisch und gesellschaftlich einordnen
- Unterschiedliche Deutungen vergleichen
- Eigene Interpretationen begründen
- Über Literatur sprechen und schreiben
- Sachtexte und Medien kritisch auswerten
- Sprache in politischen, gesellschaftlichen und medialen Zusammenhängen untersuchen
Die Pflichtlektüren sind also nicht das eigentliche Ziel. Sie sind das Material, an dem diese Fähigkeiten geübt und geprüft werden.
Was wird allgemein in der Oberstufe gelesen?
Viele Länder geben unverbindliche Empfehlungslisten für die Schulen und Lehrer heraus. Diese sammeln wir hier systematisch. Nachfolgend finden sich diese Werke klassischer und zeitgenössischer Literatur, nützlich nach Kategorien aufgelistet.
Nach und nach ergänzen wir zu den einzelnen Titeln weitere Texte: Inhaltsangaben, Einordnungen, Interpretationshilfen, Kritik und typische Fragestellungen.
Wer Lehrkraft ist, dem kann diese Seite als Orientierung dienen: Welche Werke haben sich bundesweit durchgesetzt? Welche Texte werden aktuell häufig empfohlen oder verpflichtend behandelt?
Wenn Du Schüler bist, dann ist die Übersicht ein schneller Einstieg: Was könnte im Abitur wichtig werden? Was hört sich interessant an, damit ich es meinem Lehrer ans Herz legen kann?
Liebe, Familie und Beziehungen 72 Werke
Zeitgenössische Werke
- Allende, Isabel: Das Geisterhaus
Allende, Isabel: Das Geisterhaus
Isabel Allendes Roman erzählt die Geschichte der Familie Trueba über mehrere Generationen hinweg, geprägt von Liebe, Macht und Konflikten. Im Mittelpunkt stehen Esteban Trueba und seine Frau Clara sowie die Spannungen innerhalb der Familie und im politischen Umfeld Chiles.
- Amal, Djaïli Amadou: Die ungeduldigen Frauen
Amal, Djaïli Amadou: Die ungeduldigen Frauen
In Djaïli Amadou Amals Roman warten mehrere Frauen in einer polygamen Ehe auf Veränderung und auf ein selbstbestimmteres Leben. Im Mittelpunkt stehen ihre Beziehungen, ihre Geduld und der Druck familiärer und gesellschaftlicher Regeln.
- Barnes, Julian: Vom Ende einer Geschichte
Barnes, Julian: Vom Ende einer Geschichte
Tony Webster blickt auf seine Jugend und eine frühere Beziehung zurück, als ein Brief und ein Erbe alte Erinnerungen neu ordnen. Dabei wird deutlich, wie brüchig seine Gewissheiten über Liebe, Freundschaft und Schuld sind.
- Capus, Alex: Königskinder
Capus, Alex: Königskinder
In Alex Capus’ Roman „Königskinder“ steht eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, die von familiären Bindungen und persönlichen Entscheidungen geprägt ist. Die Figuren müssen sich zwischen Nähe, Herkunft und eigenen Lebenswegen zurechtfinden.
- Franzen, Jonathan: Die Korrekturen
Franzen, Jonathan: Die Korrekturen
Die Korrekturen erzählt von einer amerikanischen Familie, deren Mitglieder mit ihren eigenen Krisen und Enttäuschungen ringen. Im Mittelpunkt stehen die Eltern Enid und Alfred sowie ihre erwachsenen Kinder, deren Beziehungen und Lebensentwürfe auseinanderdriften.
- Giordano, Mario: Die Frauen der Familie Carbonaro
Giordano, Mario: Die Frauen der Familie Carbonaro
Im Mittelpunkt stehen die Frauen der Familie Carbonaro und ihre Beziehungen zueinander. Der Roman erzählt von familiären Bindungen, Konflikten und Liebesverhältnissen innerhalb dieser Familie.
- Hermann, Judith: Sommerhaus, später
Hermann, Judith: Sommerhaus, später
In Judith Hermanns Erzählungen stehen meist junge Frauen im Mittelpunkt, die in Beziehungen, Familien und Freundschaften nach Nähe und Halt suchen. Auch in Sommerhaus, später prägen Unsicherheit, verpasste Chancen und die Spannung zwischen Wunsch und Wirklichkeit die Figuren.
- Irving, John: Bis ich dich finde
Irving, John: Bis ich dich finde
Jack Burns wächst mit seiner Mutter auf und sucht später nach seinem Vater, einem Organisten. Auf dieser Suche begegnet er immer wieder Fragen nach Herkunft, Liebe und familiärer Bindung.
- Irving, John: Das Hotel New Hampshire
Irving, John: Das Hotel New Hampshire
Die Familie Berry betreibt ein Hotel und zieht mehrfach um, während sie mit Verlusten, Konflikten und skurrilen Ereignissen zurechtkommen muss. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister und ihre Eltern, deren Zusammenhalt immer wieder auf die Probe gestellt wird.
- Kracht, Christian: Eurotrash
Kracht, Christian: Eurotrash
Christian Kracht erzählt in Eurotrash von einer schwierigen Familienbeziehung und einer Reise, die den Erzähler mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Im Mittelpunkt stehen die Nähe und Distanz zwischen Mutter und Sohn sowie die Frage nach Herkunft und Schuld.
- Kroetz, Franz Xaver: Oberösterreich
Kroetz, Franz Xaver: Oberösterreich
In Franz Xaver Kroetz’ „Oberösterreich“ steht eine Beziehung im Mittelpunkt, die von Nähe, Abhängigkeit und Konflikten geprägt ist. Das Werk zeigt familiäre Spannungen und die Belastungen des Zusammenlebens.
- Lange-Müller, Katja: Böse Schafe
Lange-Müller, Katja: Böse Schafe
Katja Lange-Müllers Roman erzählt von einer Frau, die in ihrem Alltag und in ihren Beziehungen mit familiären Spannungen und Verletzungen konfrontiert ist. Im Mittelpunkt stehen Nähe, Abgrenzung und die schwierige Suche nach Halt.
- Lange-Müller, Katja: Verfrühte Tierliebe
Lange-Müller, Katja: Verfrühte Tierliebe
In Katja Lange-Müllers Erzählung steht eine Beziehung im Mittelpunkt, in der Zuneigung und Abhängigkeit eng beieinanderliegen. Der Titel deutet auf eine frühe, vielleicht unbedachte Form von Fürsorge hin, die das Miteinander prägt.
- Roy, Arundhati: Der Gott der kleinen Dinge
Roy, Arundhati: Der Gott der kleinen Dinge
In Arundhati Roys Roman kehrt die Familie in Kerala nach einem Todesfall und einem Besuch der Zwillingsgeschwister Estha und Rahel in ihre Vergangenheit zurück. Im Mittelpunkt stehen familiäre Spannungen, verbotene Liebe und die Folgen eines tragischen Ereignisses.
- Schlink, Bernhard: Der Vorleser
Schlink, Bernhard: Der Vorleser
Der Vorleser erzählt von der Beziehung des Jugendlichen Michael Berg zu der älteren Hanna Schmitz. Jahre später begegnet er ihr im Zusammenhang mit einem Gerichtsprozess wieder, der ihre Vergangenheit und ihre Schuld offenlegt.
- Schoch, Julia: Mit der Geschwindigkeit des Sommers
Schoch, Julia: Mit der Geschwindigkeit des Sommers
Julia Schochs Roman erzählt von einer Frau, die auf ihre Beziehungen, ihre Familie und ihre eigene Vergangenheit blickt. Im Zentrum steht die Frage, wie Liebe und Nähe das Leben prägen und verändern.
- Schubert, Helga: Blickwinkel
Schubert, Helga: Blickwinkel
In Helga Schuberts Text „Blickwinkel“ stehen Beziehungen und familiäre Spannungen im Mittelpunkt. Aus verschiedenen Perspektiven wird gezeigt, wie unterschiedlich Nähe, Liebe und Konflikte erlebt werden können.
- Schubert, Helga: Lauter Leben
Schubert, Helga: Lauter Leben
In Helga Schuberts Erzählungen und Texten stehen alltägliche Beziehungen, familiäre Bindungen und persönliche Erinnerungen im Mittelpunkt. Sie zeigen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und den Umgang mit Nähe, Verlust und Veränderung.
- Schulze, Ingo: Adam und Evelyn
Schulze, Ingo: Adam und Evelyn
Im Sommer 1989 gerät die Beziehung von Adam und Evelyn in der DDR in Bewegung, als politische Umbrüche und Reisepläne ihr Leben verändern. Der Roman begleitet das Paar zwischen Aufbruch, Unsicherheit und der Frage, wie es mit seiner Zukunft weitergeht.
- Seth, Vikram: Eine gute Partie
Seth, Vikram: Eine gute Partie
Im Indien der frühen 1950er-Jahre sucht eine Mutter für ihre Tochter Lata eine passende Ehe. Parallel dazu verknüpfen sich die Lebenswege mehrerer Familien, während Liebe, Pflicht und gesellschaftliche Erwartungen aufeinanderprallen.
- Sperr, Franziska: Stumm vor Glück
Sperr, Franziska: Stumm vor Glück
Franziska Sperrs Roman erzählt von einer Familie, in der Nähe und Distanz eng beieinanderliegen. Im Mittelpunkt stehen Beziehungen, die von Liebe, Erwartungen und Verletzungen geprägt sind.
- Stamm, Peter: Agnes
Stamm, Peter: Agnes
Ein Schriftsteller lernt die junge Agnes kennen, und aus ihrer Beziehung entsteht eine stille, zunehmend bedrängende Nähe. Als er beginnt, ihre Geschichte aufzuschreiben, verschwimmen Wirklichkeit und Erfindung.
- Suffrin, Dana von: Nochmal von vorne
Suffrin, Dana von: Nochmal von vorne
Ein Roman über eine Frau, die nach einem Einschnitt in ihrem Leben noch einmal neu anfangen muss. Im Mittelpunkt stehen ihre Beziehungen zu Familie und Partnern sowie die Frage, wie sich Nähe und Selbstbestimmung miteinander verbinden lassen.
- Vanderbeke, Birgit: Das Muschelessen
Vanderbeke, Birgit: Das Muschelessen
Eine Familie wartet auf den Vater, der zum gemeinsamen Muschelessen erwartet wird. Während des Wartens treten Spannungen, Machtverhältnisse und Konflikte zwischen den Familienmitgliedern offen zutage.
- Wahl, Caroline: Windstärke 17
Wahl, Caroline: Windstärke 17
Nach dem Tod ihrer Mutter flieht Ida an die Küste und versucht, mit ihrem Verlust und ihrer Familie zurechtzukommen. Dort begegnet sie Menschen, die ihr Leben und ihre Beziehungen neu ordnen.
- Zeh, Juli: Über Menschen
Zeh, Juli: Über Menschen
Dora zieht aus Berlin aufs Land und landet mitten in einem Dorf, das von Spannungen und Vorurteilen geprägt ist. Dort muss sie sich mit ihrem neuen Umfeld, ihrer Beziehung und der Frage nach Zugehörigkeit auseinandersetzen.
Klassiker
- Austen, Jane: Stolz und Vorurteil
Austen, Jane: Stolz und Vorurteil
Elizabeth Bennet und Mr. Darcy begegnen sich in einer Gesellschaft, die von Heiratsplänen und Standesunterschieden geprägt ist. Zwischen Vorurteilen, Stolz und familiärem Druck entwickelt sich ihre Beziehung.
- Bachmann, Ingeborg: Der gute Gott von Manhattan
Bachmann, Ingeborg: Der gute Gott von Manhattan
Ingeborg Bachmanns Werk erzählt von einer Liebesbeziehung in Manhattan, die von einem strengen, überwachenden Gott bedroht wird. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Menschen, deren Nähe an den Ansprüchen von Ordnung, Moral und Kontrolle zerbricht.
- Bachmann, Ingeborg: Undine geht
Bachmann, Ingeborg: Undine geht
Ingeborg Bachmanns Monolog lässt Undine von ihrer Beziehung zu Männern und von enttäuschten Liebeserfahrungen sprechen. Sie wendet sich gegen die Rolle, die ihr in einer von männlichen Erwartungen geprägten Welt zugeschrieben wird.
- Brontë, Charlotte: Jane Eyre
Brontë, Charlotte: Jane Eyre
Jane Eyre wächst als Waise unter harter Behandlung auf und sucht später als Gouvernante ein selbstbestimmtes Leben. In ihrer Beziehung zu Mr. Rochester gerät sie in einen Konflikt zwischen Liebe, Moral und Unabhängigkeit.
- Brontë, Emily: Sturmhöhe
Brontë, Emily: Sturmhöhe
Auf dem abgelegenen Gut Sturmhöhe entwickelt sich zwischen Heathcliff und Catherine eine leidenschaftliche, zerstörerische Beziehung. Nach Catherines Heirat prägen Eifersucht, Rache und familiäre Konflikte das Leben der beteiligten Familien.
- Capote, Truman: Frühstück bei Tiffany
Capote, Truman: Frühstück bei Tiffany
Die junge Holly Golightly lebt in New York zwischen Partys, reichen Verehrern und dem Wunsch nach einem besseren Leben. Der Erzähler beobachtet ihre Suche nach Nähe und Halt, während ihre Beziehungen und ihre Vergangenheit sie einholen.
- Carver, Raymond: Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden
Carver, Raymond: Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden
In Raymond Carvers Erzählungen sprechen Menschen in alltäglichen Situationen über Liebe, Ehe und Familie, oft in angespannten oder brüchigen Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen kurze Begegnungen und Gespräche, in denen Unsicherheit, Nähe und Entfremdung sichtbar werden.
- du Maurier, Daphne: Rebecca
du Maurier, Daphne: Rebecca
Eine junge Frau heiratet den verwitweten Maxim de Winter und zieht mit ihm auf sein Anwesen Manderley. Dort gerät sie in den Schatten der verstorbenen ersten Frau Rebecca und in ein Netz aus Geheimnissen, Eifersucht und Unsicherheit.
- Enzensberger, Hans Magnus: Requiem für eine romantische Frau
Enzensberger, Hans Magnus: Requiem für eine romantische Frau
Hans Magnus Enzensbergers Text kreist um eine Frau, deren Leben und Beziehungen aus der Rückschau betrachtet werden. Im Mittelpunkt stehen Liebe, Ehe und familiäre Spannungen, die ihr Bild prägen.
- Euripides: Medea
Euripides: Medea
Medea wird von ihrem Mann Jason verlassen, der eine andere Frau heiraten will. Aus Rache tötet sie die Rivalin und stellt sich gegen ihre eigene Familie.
- Fontane, Theodor: Effi Briest
Fontane, Theodor: Effi Briest
Effi Briest wird jung mit dem älteren Baron Geert von Innstetten verheiratet und zieht mit ihm in eine neue Lebenswelt. Als ihre Ehe durch einen früheren Fehltritt belastet wird, gerät sie in einen Konflikt zwischen persönlichem Glück, gesellschaftlichen Erwartungen und familiärer Ordnung.
- Fontane, Theodor: Irrungen, Wirrungen
Fontane, Theodor: Irrungen, Wirrungen
In Theodor Fontanes Roman verliebt sich die junge Näherin Lene in den adligen Botho von Rienäcker. Ihre Beziehung scheitert an den Standesunterschieden und den Erwartungen von Familie und Gesellschaft.
- Frisch, Max: Montauk
Frisch, Max: Montauk
In Montauk blickt Max Frisch auf ein Wochenende mit einer jüngeren Frau zurück und verbindet die Begegnung mit Erinnerungen an frühere Beziehungen. Der Text kreist um Liebe, Nähe, Alter und die eigene Biografie.
- Goethe, Johann W.: Die Leiden des jungen Werthers
Goethe, Johann W.: Die Leiden des jungen Werthers
Der junge Werther verliebt sich in Lotte, die bereits einem anderen versprochen ist. Aus seiner unerfüllten Liebe und inneren Zerrissenheit entwickelt sich eine tragische Geschichte bis zum Selbstmord.
- Goethe, Johann W. von: Die Wahlverwandtschaften
Goethe, Johann W. von: Die Wahlverwandtschaften
Eduard und Charlotte leben auf einem Landgut, als sie den Hauptmann und Ottilie aufnehmen. Zwischen den vier Figuren entstehen Spannungen, die Liebe, Ehe und familiäre Ordnung zunehmend erschüttern.
- Handke, Peter: Wunschloses Unglück
Handke, Peter: Wunschloses Unglück
Peter Handke erzählt in Wunschloses Unglück vom Leben und Tod seiner Mutter, die sich in einer engen familiären und gesellschaftlichen Umgebung immer weiter zurückzieht. Aus der Erinnerung des Erzählers entsteht das Bild einer Frau, deren Alltag von Belastungen und innerer Leere geprägt ist.
- Hebbel, Christian: Maria Magdalena
Hebbel, Christian: Maria Magdalena
In Christian Hebbels Drama gerät die Familie des Tischlers Anton Klapproth in eine Krise, als seine Tochter Klara schwanger ist und die drohende Schande das Haus belastet. Zwischen Pflichtgefühl, Ehrvorstellungen und Klara und Leonhard spitzt sich der Konflikt bis zur Tragödie zu.
- Herrmann, Judith: Sommerhaus, später
Herrmann, Judith: Sommerhaus, später
In Judith Hermanns Erzählungen stehen meist junge Menschen in unsicheren Beziehungen und flüchtigen Begegnungen. Auch in Sommerhaus, später geht es um Nähe, Distanz und die Suche nach Halt im privaten Leben.
- Highsmith, Patricia: Carol
Highsmith, Patricia: Carol
Therese lernt in New York die ältere Carol kennen, die sich in einer schwierigen Trennung befindet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung, die sie gegen familiäre und gesellschaftliche Erwartungen stellt.
- Hochhuth, Rolf: Eine Liebe in Deutschland
Hochhuth, Rolf: Eine Liebe in Deutschland
Rolf Hochhuth erzählt in Eine Liebe in Deutschland von einer verbotenen Liebesbeziehung in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen persönliche Nähe, familiärer Druck und die Folgen von Verfolgung und Ausgrenzung.
- Holz, Arno / Schlaf, Johannes: Papa Hamlet
Holz, Arno / Schlaf, Johannes: Papa Hamlet
In Papa Hamlet schildern Arno Holz und Johannes Schlaf das Leben eines verarmten, arbeitslosen Schauspielers, der mit seiner Familie in bedrückenden Verhältnissen lebt. Im Mittelpunkt stehen seine Hoffnungslosigkeit, die Spannungen im Alltag und der Zerfall der familiären Beziehungen.
- Horváth, Ödön von: Kasimir und Karoline
Horváth, Ödön von: Kasimir und Karoline
Auf dem Münchner Oktoberfest zerbricht die Beziehung zwischen Kasimir und Karoline an Arbeitslosigkeit, Eifersucht und enttäuschten Hoffnungen. Während sie sich voneinander entfernen, geraten beide in neue Begegnungen und Konflikte.
- Ibsen, Henrik: Nora oder ein Puppenheim
Ibsen, Henrik: Nora oder ein Puppenheim
Nora lebt mit ihrem Mann Torvald und den Kindern in einer scheinbar geordneten Ehe. Als ein altes Geheimnis ans Licht kommt, gerät das Familienleben ins Wanken und Nora muss ihre Rolle in der Ehe neu prüfen.
- Kafka, Franz: Das Urteil
Kafka, Franz: Das Urteil
Georg Bendemann schreibt einem Freund einen Brief und besucht seinen alten, kranken Vater. Aus dem Gespräch entwickelt sich ein scharfes familiäres Machtverhältnis, das in einem überraschenden Urteil des Vaters endet.
- Keller, Gottfried: Romeo und Julia auf dem Dorfe
Keller, Gottfried: Romeo und Julia auf dem Dorfe
Auf einem Dorf geraten zwei Bauernfamilien in einen erbitterten Streit um ein Stück Land. Die Kinder Sali und Vrenchen lieben einander, doch der Konflikt der Eltern treibt ihre Beziehung in eine tragische Richtung.
- Kleist, Heinrich von: Die Marquise von O.
Kleist, Heinrich von: Die Marquise von O.
Eine verwitwete Marquise wird nach einem rätselhaften Vorfall schwanger und sucht den Vater ihres Kindes. Die Suche nach der Wahrheit bringt ihre Familie, ihre Ehre und ihre Stellung in eine Krise.
- Kleist, Heinrich von: Penthesilea
Kleist, Heinrich von: Penthesilea
Heinrich von Kleists Drama erzählt von der Amazonenkönigin Penthesilea und ihrem Konflikt mit Achilles im Trojanischen Krieg. Zwischen Liebe, Kampf und den Regeln ihres Volkes eskaliert die Beziehung der beiden in eine Tragödie.
- Kundera, Milan: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Kundera, Milan: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Tomáš, ein Prager Chirurg, lebt zwischen seiner Frau Tereza und seiner Geliebten Sabina. Vor dem Hintergrund des Prager Frühlings und der politischen Umbrüche geraten ihre Beziehungen und Lebensentwürfe zunehmend unter Druck.
- Lenz, Siegfried: Der Verlust
Lenz, Siegfried: Der Verlust
Siegfried Lenz’ Erzählung „Der Verlust“ kreist um eine Familie, in der ein einschneidender Verlust das Zusammenleben verändert. Im Mittelpunkt stehen die Reaktionen der Beteiligten und die Spannungen, die daraus entstehen.
- Lessing, Gotthold E.: Minna v. Barnhelm oder das Soldatenglück
Lessing, Gotthold E.: Minna v. Barnhelm oder das Soldatenglück
Minna von Barnhelm sucht nach dem Siebenjährigen Krieg ihren Verlobten Major Tellheim, der in Ungnade gefallen und verarmt ist. Zwischen Missverständnissen, Stolz und Zuneigung ringt das Paar um seine Zukunft.
- Lessing, Gotthold Ephraim: Miß Sara Sampson
Lessing, Gotthold Ephraim: Miß Sara Sampson
Sara Sampson lebt mit ihrem Geliebten Mellefont, als ihre Vergangenheit sie einholt. Lessings bürgerliches Trauerspiel zeigt, wie Liebe, Schuld und familiäre Bindungen in eine tragische Krise führen.
- Mann, Thomas: Buddenbrooks
Mann, Thomas: Buddenbrooks
Die Buddenbrooks erzählen vom Aufstieg und Niedergang einer Lübecker Kaufmannsfamilie über mehrere Generationen. Im Mittelpunkt stehen familiäre Bindungen, Erwartungen und Konflikte, besonders bei Thomas Buddenbrook und seinen Geschwistern.
- Maupassant, Guy de: Novellen
Maupassant, Guy de: Novellen
Die Novellen von Guy de Maupassant erzählen in knapper Form von Menschen in alltäglichen Beziehungen, oft geprägt von Liebe, Ehe, Familie und sozialen Spannungen. Im Mittelpunkt stehen meist kleine Konflikte, Enttäuschungen und überraschende Wendungen im privaten Leben.
- Plenzdorf, Ulrich: Legende vom Glück ohne Ende
Plenzdorf, Ulrich: Legende vom Glück ohne Ende
Ulrich Plenzdorfs Roman erzählt von einer jungen Frau, die in einer schwierigen Beziehung und im familiären Umfeld nach einem eigenen Platz im Leben sucht. Dabei stehen Nähe, Enttäuschung und der Wunsch nach Glück im Mittelpunkt.
- Plenzdorf, Ulrich: Vater Mutter Mörderkind
Plenzdorf, Ulrich: Vater Mutter Mörderkind
In Ulrich Plenzdorfs Text steht eine Familie im Mittelpunkt, in der Liebe, Abhängigkeit und Konflikte eng miteinander verknüpft sind. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kind gerät dabei so aus dem Gleichgewicht, dass es zu einer Zuspitzung der familiären Spannungen kommt.
- Reuter, Gabriele: Aus guter Familie
Reuter, Gabriele: Aus guter Familie
Agnes von Brandt wächst in einer bürgerlichen Familie auf und soll sich den Erwartungen an eine „gute“ Tochter fügen. Zwischen Pflicht, Heiratsplänen und eigenen Gefühlen gerät ihr Leben zunehmend unter Druck.
- Schiller, Friedrich: Kabale und Liebe
Schiller, Friedrich: Kabale und Liebe
Friedrich Schillers Drama erzählt von der Liebe zwischen Ferdinand, dem Sohn eines Präsidenten, und Luise, der Tochter eines Musikers. Ihre Beziehung gerät in den Strudel von Standesunterschieden, familiärem Druck und Intrigen.
- Schnitzler, Arthur: Traumnovelle
Schnitzler, Arthur: Traumnovelle
Fridolin, ein Wiener Arzt, gerät nach einem Geständnis seiner Frau in eine Nacht voller Verunsicherung und verborgener Wünsche. Auf seinen Streifzügen durch die Stadt erlebt er Begegnungen, die seine Ehe und sein Selbstbild erschüttern.
- Storm, Theodor: Die Söhne des Senators
Storm, Theodor: Die Söhne des Senators
In Theodor Storms Novelle geraten die Söhne eines Senators in familiäre und persönliche Spannungen, die auch ihre Liebesbeziehungen prägen. Im Mittelpunkt stehen Erwartungen der Familie und die Konflikte zwischen Pflicht, Gefühl und gesellschaftlichem Rang.
- Storm, Theodor: Hans und Heinz Kirch
Storm, Theodor: Hans und Heinz Kirch
Der Kaufmann Hans Kirch setzt große Hoffnungen auf seinen Sohn Heinz, der sich jedoch von der Familie entfernt. Zwischen Vater und Sohn entsteht ein Konflikt, der von enttäuschter Erwartung und familiärer Bindung geprägt ist.
- Storm, Theodor: Pole Poppenspäler
Storm, Theodor: Pole Poppenspäler
Der junge Puppenspieler Paul Paulsen, genannt Pole Poppenspäler, wächst in einer norddeutschen Kleinstadt auf und verliebt sich in Lisei. Ihre Beziehung wird von den Lebensumständen und den Erwartungen der Umgebung geprägt.
- Straßburg, Gottfried von: Tristan und Isolde (Auszüge)
Straßburg, Gottfried von: Tristan und Isolde (Auszüge)
Gottfried von Straßburg erzählt in den Auszügen von Tristan und Isolde, deren Liebe durch ihre Bindung an andere und die Regeln ihrer Zeit erschwert wird. Im Mittelpunkt steht der Konflikt zwischen Leidenschaft, Treue und gesellschaftlicher Ordnung.
- Strindberg, August: Fräulein Julie
Strindberg, August: Fräulein Julie
In August Strindbergs Drama gerät Fräulein Julie in der Mittsommernacht in eine gefährliche Nähe zu ihrem Diener Jean. Zwischen beiden entsteht ein Macht- und Liebeskonflikt, der die Grenzen von Stand, Begehren und Abhängigkeit zuspitzt.
- Tolstoi, Leo: Anna Karenina
Tolstoi, Leo: Anna Karenina
Anna Karenina verlässt ihren Ehemann und gerät in eine leidenschaftliche Beziehung zu Graf Wronski. Tolstoi erzählt zugleich von Ehe, Familie und den Spannungen der russischen Gesellschaft.
- Walser, Martin: Ein fliehendes Pferd
Walser, Martin: Ein fliehendes Pferd
Helmut Halm verbringt mit seiner Frau Sabine Urlaub am Bodensee, als dort sein früherer Studienfreund Klaus Buch auftaucht. Das Wiedersehen bringt alte Spannungen, Eifersucht und die Unsicherheit ihrer Ehe an die Oberfläche.
- Walser, Martin: Ein liebender Mann
Walser, Martin: Ein liebender Mann
Der Roman erzählt von Goethes letzter großer Liebe zu der jungen Ulrike von Levetzow. Im Mittelpunkt steht der alternde Dichter, der zwischen Leidenschaft, Zurückweisung und dem Blick auf sein eigenes Leben steht.
Erwachsenwerden, Identität und Außenseiter 55 Werke
Zeitgenössische Werke
- Arenz, Ewald: Der große Sommer
Arenz, Ewald: Der große Sommer
Ein Sommer voller Freundschaft, erster Liebe und Unsicherheit prägt das Leben eines Jugendlichen, der zwischen Kindheit und Erwachsenwerden steht. Dabei rücken Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und dem Gefühl, außen vor zu sein, in den Mittelpunkt.
- Baum, Antonia: Vollkommen leblos, bestenfalls tot
Baum, Antonia: Vollkommen leblos, bestenfalls tot
Antonia Baums Roman erzählt von einer jungen Figur, die sich in einer Phase des Erwachsenwerdens mit ihrer Identität und ihrem Platz unter Außenseitern auseinandersetzen muss. Dabei steht der Konflikt zwischen Selbstbild, Abgrenzung und dem Wunsch nach Zugehörigkeit im Mittelpunkt.
- Brussig, Thomas: Wasserfarben
Brussig, Thomas: Wasserfarben
In Thomas Brussigs Wasserfarben steht das Erwachsenwerden einer jungen Figur im Mittelpunkt, die ihren Platz in der Welt sucht. Dabei prägen Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Außenseitertum ihren Alltag und ihre Beziehungen.
- Eugenides, Jeffrey: Middlesex
Eugenides, Jeffrey: Middlesex
Cal lebt in einer griechisch-amerikanischen Familie in Detroit und erzählt die Geschichte seiner Vorfahren über mehrere Generationen. Im Zentrum steht Cal selbst, der als intersexuelle Person mit seiner Identität und seinem Erwachsenwerden ringt.
- Frischmuth, Barbara: Die Klosterschule
Frischmuth, Barbara: Die Klosterschule
Barbara Frischmuth erzählt von einem jungen Mädchen, das in einer klösterlichen Gemeinschaft aufwächst und sich dort mit den Regeln und Erwartungen seiner Umgebung auseinandersetzt. Dabei geht es um das Heranwachsen, um die Suche nach der eigenen Identität und um das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören.
- Herrndorf, Wolfgang: Tschick
Herrndorf, Wolfgang: Tschick
Der 14-jährige Maik verbringt die Sommerferien allein, bis der Außenseiter Tschick mit einem gestohlenen Auto auftaucht. Gemeinsam brechen sie zu einer Fahrt durch Ostdeutschland auf und geraten dabei in immer neue, teils absurde Situationen.
- Jelinek, Elfriede: Die Klavierspielerin
Jelinek, Elfriede: Die Klavierspielerin
Erzählt wird von Erika Kohut, einer Klavierlehrerin in Wien, die mit ihrer kontrollierenden Mutter zusammenlebt. Hinter der äußerlich disziplinierten Fassade sucht sie nach Nähe und Selbstbestimmung, gerät dabei aber in zerstörerische Abhängigkeiten.
- Kästner, Erich: Das fliegende Klassenzimmer
Kästner, Erich: Das fliegende Klassenzimmer
In Erich Kästners Roman geraten Internatsschüler in Streit, Freundschaft und Mutproben kurz vor Weihnachten. Im Mittelpunkt stehen ihre Rivalitäten, ihr Zusammenhalt und die Suche nach dem eigenen Platz in der Gruppe.
- Kracht, Christian: Faserland
Kracht, Christian: Faserland
Ein junger Mann reist durch Deutschland und die Schweiz, von Station zu Station, ohne festen Halt. Dabei beobachtet er seine Umgebung, seinen Lebensstil und seine Entfremdung von anderen und von sich selbst.
- Ohde, Deniz: Streulicht
Ohde, Deniz: Streulicht
In Deniz Ohdes Roman Streulicht wächst eine junge Frau in einem von Unsicherheit und sozialer Distanz geprägten Umfeld auf. Sie sucht ihren Platz zwischen Herkunft, Fremdheit und dem Wunsch nach Zugehörigkeit.
- Schachinger, Tonio: Echtzeitalter
Schachinger, Tonio: Echtzeitalter
Tonio Schachingers Roman folgt einem jungen Mann, der in einer streng geregelten Umgebung seinen Platz sucht. Im Mittelpunkt stehen sein Erwachsenwerden, seine Unsicherheit und das Gefühl, nicht dazuzugehören.
- Schubert, Helga: Vom Aufstehen
Schubert, Helga: Vom Aufstehen
Helga Schuberts Text kreist um das Aufstehen als alltägliche und zugleich existenzielle Handlung. Dabei steht eine Figur im Mittelpunkt, die sich mit dem eigenen Erwachsenwerden, der Identität und dem Gefühl des Außenseitertums auseinandersetzt.
- Wahl, Caroline: 22 Bahnen
Wahl, Caroline: 22 Bahnen
Tilda lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer alkoholkranken Mutter in einer belastenden Familienlage. Zwischen Verantwortung, Studium und dem Wunsch nach einem eigenen Leben sucht sie nach einem Weg aus der Enge.
- Zeh, Juli: Spieltrieb
Zeh, Juli: Spieltrieb
Ayla und Alev, zwei kluge Jugendliche, geraten in ein gefährliches Spiel aus Macht, Manipulation und Grenzüberschreitung. Im Mittelpunkt steht ihr Ringen um Identität, Nähe und die Rolle als Außenseiter.
Klassiker
- Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr (Erzählungen)
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr (Erzählungen)
Ingeborg Bachmann erzählt in den Erzählungen von Menschen an Wendepunkten ihres Lebens, oft im Spannungsfeld zwischen Selbstsuche, Beziehungen und dem Gefühl des Fremdseins. Im Mittelpunkt stehen innere Konflikte und Erfahrungen des Erwachsenwerdens, die sich in alltäglichen Situationen verdichten.
- Bachmann, Ingeborg: Ihr glücklichen Augen
Bachmann, Ingeborg: Ihr glücklichen Augen
Ingeborg Bachmanns Text zeigt eine junge Figur, die sich in einer fremden Umgebung mit ihrer Rolle und ihrem Platz unter anderen auseinandersetzt. Dabei stehen Unsicherheit, Abgrenzung und das Gefühl des Außenseitertums im Mittelpunkt.
- Bachmann, Ingeborg: Malina
Bachmann, Ingeborg: Malina
Ingeborg Bachmanns Roman folgt einer namenlosen Erzählerin, die in Wien zwischen Alltag, Beziehung und innerer Zerrissenheit lebt. Im Mittelpunkt stehen ihre Suche nach Identität, ihre Angst vor dem Verschwinden und die rätselhafte Beziehung zu Malina.
- Bernhard, Thomas: Der Keller
Bernhard, Thomas: Der Keller
In Thomas Bernhards autobiografischem Text kehrt der Erzähler in seine Jugend zurück und schildert den Abstieg in einen Lebensmittelladen-Keller. Dort sucht er Abstand vom bürgerlichen Alltag und findet eine neue Rolle unter den Außenseitern.
- Bernhard, Thomas: Die Kälte. Eine Isolation
Bernhard, Thomas: Die Kälte. Eine Isolation
Thomas Bernhards Text schildert eine isolierte, von Kälte geprägte Existenz und die innere Lage einer Figur, die sich als Außenseiter erlebt. Im Mittelpunkt steht weniger eine äußere Handlung als das bedrückende Erleben von Abgrenzung und Identitätssuche.
- Bernhard, Thomas: Die Ursache. Eine Andeutung
Bernhard, Thomas: Die Ursache. Eine Andeutung
Thomas Bernhard erinnert sich in Die Ursache. Eine Andeutung an seine Jugend in Salzburg und an die Zeit im Internat. Im Mittelpunkt stehen Enge, Angst und das Gefühl, als Außenseiter aufzuwachsen.
- Bernhard, Thomas: Ein Kind
Bernhard, Thomas: Ein Kind
Thomas Bernhards „Ein Kind“ erzählt von einem Jungen, der in schwierigen familiären Verhältnissen aufwächst und früh mit Ausgrenzung und Unsicherheit konfrontiert ist. Im Mittelpunkt steht sein Blick auf die eigene Entwicklung und die Suche nach einer festen Identität.
- Brecht, Bertolt: Baal
Brecht, Bertolt: Baal
Bertolt Brechts Drama zeigt den Dichter Baal als radikale Außenseiterfigur, die sich gegen bürgerliche Normen stellt und in Beziehungen, Rausch und Gewalt immer weiter abstürzt. Im Mittelpunkt steht sein Weg durch eine zerrissene Welt, in der er Nähe sucht und zugleich alles zerstört, was ihn bindet.
- Brecht, Bertolt: Mann ist Mann
Brecht, Bertolt: Mann ist Mann
In Bertolt Brechts Stück wird der einfache Arbeiter Galy Gay in eine Militärmaschinerie hineingezogen und Schritt für Schritt umgeformt. Dabei verliert er seine bisherige Identität und wird zu einer anderen Person gemacht.
- Büchner, Georg: Lenz
Büchner, Georg: Lenz
Georg Büchners „Lenz“ schildert den Aufenthalt des jungen Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz im Haus des Pfarrers Oberlin in den Vogesen. Dort verschlimmert sich sein seelischer Zustand, während er zwischen Wahrnehmungsstörungen, Einsamkeit und dem Verlust von Halt ringt.
- Chamisso, Adelbert von: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
Chamisso, Adelbert von: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
Peter Schlemihl verkauft dem Teufel seinen Schatten und erhält dafür Reichtum. Als er merkt, dass ihn der Verlust zum Außenseiter macht, beginnt seine Suche nach einem Platz in der Welt.
- Fontane, Theodor: Mathilde Möhring
Fontane, Theodor: Mathilde Möhring
Mathilde Möhring ist die Geschichte einer jungen Frau aus einfachen Verhältnissen, die ihren Platz im Leben sucht. Im Mittelpunkt steht ihr Versuch, durch Heirat und gesellschaftlichen Aufstieg ihr Schicksal zu verändern.
- Frank, Leonhard: Die Räuberbande
Frank, Leonhard: Die Räuberbande
Leonhard Franks Roman erzählt von einer Gruppe junger Außenseiter, die sich gegen die bürgerliche Ordnung stellen. Im Mittelpunkt steht ihr Ringen um Zugehörigkeit, Selbstbild und den Weg ins Erwachsensein.
- Frisch, Max: Biografie
Frisch, Max: Biografie
Ein Mann erhält die Möglichkeit, seine Biografie neu zu schreiben und damit sein bisheriges Leben zu verändern. Dabei gerät er in einen Konflikt zwischen Selbstbild, Identität und den Grenzen der eigenen Freiheit.
- Frisch, Max: Homo faber
Frisch, Max: Homo faber
Walter Faber, ein Ingenieur und Techniker, reist geschäftlich und versucht, sein Leben mit Vernunft und Kontrolle zu ordnen. Als er in persönliche Verwicklungen gerät, gerät auch sein Bild von sich selbst ins Wanken.
- Frisch, Max: Stiller
Frisch, Max: Stiller
Ein Mann wird in der Schweiz als James Larkin White festgenommen, weil man ihn für den verschwundenen Bildhauer Anatol Stiller hält. Im Gefängnis und vor Gericht ringt er mit seiner Identität und der Frage, ob er wirklich Stiller ist.
- Grass, Günter: Katz und Maus
Grass, Günter: Katz und Maus
In Günter Grass’ Novelle erzählt der Ich-Erzähler von Joachim Mahlke, einem Außenseiter unter Schülern im Danzig der Kriegszeit. Mahlke sucht Anerkennung, gerät immer stärker unter Druck und verschwindet schließlich aus dem Blick der anderen.
- Handke, Peter: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
Handke, Peter: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
Josef Bloch, ein Torwart, wird nach einem Platzverweis aus seinem gewohnten Leben herausgelöst und treibt ziellos durch Wien. Dort gerät er in eine Beziehung zu einer Kinokassiererin und in eine zunehmend fremde, bedrohliche Wirklichkeit.
- Hein, Christoph: Von allem Anfang an
Hein, Christoph: Von allem Anfang an
Christoph Heins Roman erzählt von einem Jungen, der in einer engen, von Regeln bestimmten Umgebung aufwächst und früh mit Ausgrenzung und dem Gefühl des Andersseins konfrontiert wird. Im Mittelpunkt steht sein Weg ins Erwachsenwerden und die Suche nach einer eigenen Identität.
- Hesse, Hermann: Demian
Hesse, Hermann: Demian
Der junge Emil Sinclair gerät in Hermann Hesses Roman zwischen die Welt seiner bürgerlichen Herkunft und eine dunklere, verführerische Gegenwelt. Auf der Suche nach sich selbst begegnet er dem rätselhaften Max Demian und muss seinen eigenen Weg ins Erwachsenwerden finden.
- Hesse, Hermann: Der Steppenwolf
Hesse, Hermann: Der Steppenwolf
Harry Haller, ein vereinsamter Intellektueller, fühlt sich zwischen bürgerlicher Welt und innerer Zerrissenheit gefangen. In einer Mischung aus Selbstsuche, Begegnungen und Halluzinationen ringt er mit seiner Identität und seinem Außenseitertum.
- Hesse, Hermann: Peter Camenzind
Hesse, Hermann: Peter Camenzind
Peter Camenzind verlässt seine Heimat und sucht in der Fremde nach einem Platz im Leben. Auf seinem Weg erlebt er Einsamkeit, Freundschaft und die Spannung zwischen Anpassung und eigenem Wesen.
- Hesse, Hermann: Unterm Rad
Hesse, Hermann: Unterm Rad
Hans Giebenrath wächst in einem engen, leistungsgeprägten Umfeld auf und wird früh zum Musterschüler gemacht. Als der Druck zunimmt, gerät er immer stärker in Konflikt mit sich selbst und seinem Weg ins Erwachsensein.
- Johnson, Uwe: Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953
Johnson, Uwe: Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953
Im Mittelpunkt steht Ingrid Babendererde, die 1953 kurz vor der Reifeprüfung steht und ihren Platz in einer engen Umgebung sucht. Der Roman begleitet ihr Erwachsenwerden, ihre Unsicherheit und die Spannungen zwischen Anpassung und Eigenständigkeit.
- Kafka, Franz: Die Verwandlung
Kafka, Franz: Die Verwandlung
Gregor Samsa erwacht eines Morgens als ungeheures Ungeziefer und kann nicht mehr zur Arbeit gehen. Während seine Familie mit der neuen Situation ringt, wird er zunehmend zum Außenseiter im eigenen Zuhause.
- Kaschnitz, Marie Luise: Das dicke Kind
Kaschnitz, Marie Luise: Das dicke Kind
Marie Luise Kaschnitz erzählt von einem Kind, das wegen seines Äußeren und seiner Rolle in der Umgebung als Außenseiter erlebt wird. Im Mittelpunkt steht sein Blick auf sich selbst und die schwierige Suche nach Zugehörigkeit und Identität.
- Keun, Irmgard: Das kunstseidene Mädchen
Keun, Irmgard: Das kunstseidene Mädchen
Doris verlässt ihr bürgerliches Umfeld und versucht im Berlin der späten Weimarer Republik, als „kunstseidene“ Frau ein neues Leben zu beginnen. Dabei sucht sie nach Arbeit, Anerkennung und einem Platz in der Großstadt, gerät aber immer wieder an ihre Grenzen.
- Kipphardt, Heinar: März
Kipphardt, Heinar: März
In Heinar Kipphardts „März“ steht ein junger Mensch im Mittelpunkt, der seinen Platz in der Welt sucht und sich dabei mit Unsicherheit und Abgrenzung auseinandersetzt. Das Stück zeigt, wie sich Fragen nach Identität und Erwachsenwerden in Konflikten mit der Umgebung verdichten.
- Königsdorf, Helga: Meine ungehörigen Träume
Königsdorf, Helga: Meine ungehörigen Träume
Helga Königsdorf erzählt in Meine ungehörigen Träume von einer jungen Frau, die ihren Platz zwischen Anpassung und eigenen Vorstellungen sucht. Dabei stehen ihr Erwachsenwerden, das Ringen um Identität und das Gefühl des Außenseitertums im Mittelpunkt.
- Moritz, Karl Philipp: Anton Reiser
Moritz, Karl Philipp: Anton Reiser
Karl Philipp Moritz erzählt in Anton Reiser von einem jungen Mann, der in schwierigen Verhältnissen aufwächst und nach seinem Platz im Leben sucht. Der Roman begleitet seine inneren Konflikte, seine Bildung und sein Gefühl, ein Außenseiter zu sein.
- Musil, Robert: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Musil, Robert: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Der junge Törleß erlebt in einem Internat die Härte der Gemeinschaft und gerät in Konflikte mit Mitschülern. Dabei ringt er mit seiner eigenen Unsicherheit, seiner Identität und dem Gefühl, ein Außenseiter zu sein.
- Plenzdorf, Ulrich: kein runter kein fern
Plenzdorf, Ulrich: kein runter kein fern
Ein junger Außenseiter sucht in einer engen Umgebung nach seinem Platz und nach einer eigenen Identität. Dabei gerät er zwischen den Wunsch nach Nähe, den Druck von außen und das Gefühl, nicht dazuzugehören.
- Rilke, Rainer Maria: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Rilke, Rainer Maria: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Rainer Maria Rilkes Roman folgt dem jungen dänischen Adeligen Malte Laurids Brigge, der in Paris lebt und seine Eindrücke, Erinnerungen und Ängste in Aufzeichnungen festhält. Dabei ringt er mit Einsamkeit, Identität und dem Übergang ins Erwachsensein.
- Salinger, Jerome D.: Der Fänger im Roggen
Salinger, Jerome D.: Der Fänger im Roggen
Holden Caulfield irrt nach dem Rauswurf aus dem Internat durch New York und erzählt von seiner Verlorenheit, seinem Misstrauen und seinem Wunsch, Kinder vor dem Erwachsenwerden zu bewahren. Dabei ringt er mit seiner Identität und fühlt sich als Außenseiter in einer Welt, die ihm fremd bleibt.
- Schnitzler, Arthur: Fräulein Else
Schnitzler, Arthur: Fräulein Else
Die junge Else verbringt einen Aufenthalt in einem Hotel und wird von ihrer Familie in eine bedrängende Lage gebracht. In einem inneren Monolog ringt sie mit Scham, Selbstbild und dem Druck, eine Entscheidung zu treffen.
- Süskind, Patrick: Die Taube
Süskind, Patrick: Die Taube
Jonathan Noel lebt zurückgezogen und streng geordnet in Paris, bis eine Taube vor seiner Tür seine Routine stört. Aus der kleinen Irritation entwickelt sich eine Krise, in der seine Unsicherheit und sein Außenseitertum sichtbar werden.
- Torberg, Friedrich: Der Schüler Gerber
Torberg, Friedrich: Der Schüler Gerber
Kurt Gerber, genannt „der Schüler Gerber“, steht im Mittelpunkt von Friedrich Torbergs Roman. Er erlebt die Spannungen des Erwachsenwerdens und gerät dabei in Konflikt mit seiner Umgebung und seinem eigenen Selbstbild.
- Wassermann, Jakob: Caspar Hauser
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser
Jakob Wassermann erzählt die Geschichte des rätselhaften Findlings Caspar Hauser, der ohne Herkunft und Vergangenheit in die Gesellschaft tritt. Im Mittelpunkt steht sein Weg zwischen Fremdheit, Identitätssuche und dem Versuch, in einer ihm unbekannten Welt Fuß zu fassen.
- Wedekind, Frank: Frühlings Erwachen
Wedekind, Frank: Frühlings Erwachen
In Frank Wedekinds Drama geraten mehrere Jugendliche in Konflikt mit den Erwartungen ihrer Umwelt und mit der eigenen Sexualität. Im Mittelpunkt stehen Wendla, Melchior und Moritz, deren Suche nach Orientierung tragisch endet.
- Weiss, Peter: Abschied von den Eltern
Weiss, Peter: Abschied von den Eltern
Peter Weiss erzählt in Abschied von den Eltern von einem jungen Mann, der sich von seiner Familie löst und seinen eigenen Weg sucht. Im Mittelpunkt stehen seine Erfahrungen von Fremdheit, Unsicherheit und der Suche nach einer eigenen Identität.
- Wolf, Christa: Nachdenken über Christa T.
Wolf, Christa: Nachdenken über Christa T.
Christa Wolf erzählt in Nachdenken über Christa T. von einer jungen Frau, deren Leben und Selbstsuche aus der Erinnerung einer Erzählerin rekonstruiert werden. Im Mittelpunkt stehen Christa T.s Weg ins Erwachsenenleben, ihre Unsicherheit und ihr Gefühl, nicht ganz dazuzugehören.
Gesellschaft, Macht und Moral 86 Werke
Zeitgenössische Werke
- Bärfuss, Lukas: Die Krume Brot
Bärfuss, Lukas: Die Krume Brot
In Lukas Bärfuss’ Die Krume Brot steht eine Figur im Zentrum, die in ein Geflecht aus Macht, Abhängigkeit und moralischen Entscheidungen gerät. Das Werk zeigt, wie gesellschaftliche Verhältnisse das Handeln der Beteiligten prägen und zuspitzen.
- Follett, Ken: Das Fundament der Ewigkeit
Follett, Ken: Das Fundament der Ewigkeit
Im 16. Jahrhundert geraten in Europa religiöse Konflikte und Machtkämpfe außer Kontrolle. Im Zentrum stehen Menschen, die zwischen Loyalität, Glauben und politischem Druck Entscheidungen treffen müssen.
- Follett, Ken: Die Säulen der Erde
Follett, Ken: Die Säulen der Erde
Im mittelalterlichen England verfolgt der Roman den Bau einer Kathedrale in Kingsbridge und die Menschen, die daran beteiligt sind. Im Zentrum stehen Machtkämpfe, persönliche Schicksale und der Konflikt zwischen Ehrgeiz, Glauben und moralischen Entscheidungen.
- Franzen, Jonathan: Freiheit
Franzen, Jonathan: Freiheit
Jonathan Franzens Roman folgt Patty und Walter Berglund, deren Ehe und Familienleben unter persönlichen Krisen und gesellschaftlichem Druck zerbrechen. Im Mittelpunkt stehen Macht, Moral und die Suche nach Freiheit im privaten und politischen Alltag.
- Goetz, Rainald: Johann Holtrop
Goetz, Rainald: Johann Holtrop
Rainald Goetz erzählt in „Johann Holtrop“ vom Aufstieg und Fall eines Managers in der deutschen Wirtschaft. Im Zentrum steht Johann Holtrop, dessen Machtstreben, Umgang mit Mitarbeitern und persönlicher Absturz den Roman prägen.
- Hacker, Katharina: Die Habenichtse
Hacker, Katharina: Die Habenichtse
Katharina Hackers Roman erzählt von einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Eltern in Berlin ein neues Leben beginnt. In der Beziehung zu ihrem Partner und im Umfeld von Wohlstand und Unsicherheit geraten Macht, Abhängigkeit und moralische Grenzen in den Blick.
- Jelinek, Elfriede: Die Liebhaberinnen
Jelinek, Elfriede: Die Liebhaberinnen
Elfriede Jelinek erzählt in Die Liebhaberinnen von zwei jungen Frauen, die in engen gesellschaftlichen Verhältnissen nach Liebe und einem besseren Leben suchen. Ihre Beziehungen sind von Abhängigkeit, Macht und Enttäuschung geprägt.
- Lange-Müller, Katja: Die Letzten
Lange-Müller, Katja: Die Letzten
Katja Lange-Müllers Roman erzählt von Menschen am Rand der Gesellschaft, die mit knappen Mitteln und harten Lebensbedingungen zurechtkommen müssen. Im Mittelpunkt stehen Machtverhältnisse, Abhängigkeiten und moralische Entscheidungen im Alltag.
- Lee, Harper: Gehe hin, stelle einen Wächter
Lee, Harper: Gehe hin, stelle einen Wächter
Jean Louise Finch kehrt aus New York in ihre Heimat im Süden der USA zurück und trifft dort auf Spannungen in Familie und Gesellschaft. Dabei gerät sie in Konflikt mit den politischen und moralischen Vorstellungen ihres Vaters Atticus.
- Loher, Dea: Blaubart – Hoffnung der Frauen
Loher, Dea: Blaubart – Hoffnung der Frauen
Dea Lohers Stück greift den Blaubart-Stoff auf und verlegt ihn in eine moderne, gesellschaftliche Umgebung. Im Zentrum stehen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen sowie die Frage, wie Gewalt und Abhängigkeit das Zusammenleben prägen.
- Saramago, José: Die Stadt der Blinden
Saramago, José: Die Stadt der Blinden
In José Saramagos Roman breitet sich eine rätselhafte Blindheit aus, die eine ganze Stadt erfasst. Eine Frau bleibt als Einzige sehend und erlebt, wie Ordnung, Macht und Moral unter dem Ausnahmezustand zerfallen.
- Schirach, Ferdinand von: Schuld
Schirach, Ferdinand von: Schuld
In Ferdinand von Schirachs Erzählband „Schuld“ stehen Menschen vor Gerichten, in Verhören oder in privaten Krisen. Die Geschichten zeigen, wie schnell Schuld, Macht und moralische Entscheidungen ineinandergreifen.
- Schirach, Ferdinand von: Terror
Schirach, Ferdinand von: Terror
In Ferdinand von Schirachs Drama „Terror“ steht ein Luftwaffenmajor vor Gericht, weil er ein von Terroristen entführtes Passagierflugzeug abgeschossen hat. Das Stück verhandelt den Konflikt zwischen Menschenleben, staatlicher Macht und rechtlicher Verantwortung.
- Widmer, Urs: Top Dogs
Widmer, Urs: Top Dogs
In Urs Widmers „Top Dogs“ stehen entlassene Manager in einem Outplacement-Programm, das ihnen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt ebnen soll. Zwischen Karriereverlust, Selbstbild und Machtfragen geraten sie in Konflikte mit sich und ihrer Umgebung.
Klassiker
- Aydemir, Fatma: Dschinns
Aydemir, Fatma: Dschinns
Nach dem Tod des Vaters fährt eine deutsch-türkische Familie nach Istanbul und sieht sich dort mit verdrängten Konflikten konfrontiert. Der Roman erzählt aus wechselnden Perspektiven von Herkunft, Schweigen, Zugehörigkeit und den Brüchen innerhalb einer Familie.
- Böll, Heinrich: Ansichten eines Clowns
Böll, Heinrich: Ansichten eines Clowns
Hans Schnier, ein Clown, kehrt nach einer gescheiterten Beziehung nach Bonn zurück und gerät in eine persönliche Krise. In Rückblenden erzählt er von seiner Liebe zu Marie, von familiären Konflikten und von einer Gesellschaft, die ihn zunehmend ausgrenzt.
- Brecht, Bertolt: Der gute Mensch von Sezuan
Brecht, Bertolt: Der gute Mensch von Sezuan
In Brechts Stück sucht die Prostituierte Shen Te in Sezuan nach einem guten Leben und versucht, anderen zu helfen. Um zu überleben, erfindet sie die harte Figur Shui Ta und gerät in einen Konflikt zwischen Mitgefühl, Macht und Selbstschutz.
- Brecht, Bertolt: Der kaukasische Kreidekreis
Brecht, Bertolt: Der kaukasische Kreidekreis
In Brechts Stück gerät das Kind eines gestürzten Herrschers in den Streit um Besitz und Verantwortung. Die Magd Grusche nimmt es auf und muss vor Gericht beweisen, dass Fürsorge mehr zählt als Herkunft und Macht.
- Brecht, Bertolt: Die Ausnahme und die Regel
Brecht, Bertolt: Die Ausnahme und die Regel
Ein Kaufmann reist mit einem Träger durch die Wüste und behandelt ihn zunehmend misstrauisch und hart. Als der Träger sich bedroht fühlt, kommt es zu einer tödlichen Eskalation vor Gericht.
- Brecht, Bertolt: Die heilige Johanna der Schlachthöfe
Brecht, Bertolt: Die heilige Johanna der Schlachthöfe
In Bertolt Brechts Drama gerät Johanna Dark in die Kämpfe zwischen Fleischfabrikanten, Arbeitern und Wohltätigkeitsorganisationen in Chicago. Sie versucht, soziale Not zu lindern, stößt dabei aber auf die Macht des Marktes und die Härte des Klassenkonflikts.
- Bruyn, Günter de: Buridans Esel
Bruyn, Günter de: Buridans Esel
Günter de Bruyn erzählt in Buridans Esel von einem Mann, der zwischen zwei Möglichkeiten feststeckt und keine Entscheidung trifft. Im Mittelpunkt stehen dabei Machtverhältnisse, moralische Unsicherheit und die Folgen des Zögerns.
- Bruyn, Günter de: Deutsche Zustände
Bruyn, Günter de: Deutsche Zustände
Günter de Bruyn blickt in kurzen Prosastücken auf deutsche Verhältnisse und Alltagsbeobachtungen. Dabei stehen Macht, Moral und das Verhalten der Menschen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen im Mittelpunkt.
- Büchner, Georg: Dantons Tod
Büchner, Georg: Dantons Tod
Georg Büchners Drama zeigt die letzten Tage des Revolutionärs Georges Danton in Paris. Zwischen politischem Machtkampf, Revolutionsgericht und persönlicher Resignation gerät er in den Strudel der Jakobinerherrschaft.
- Büchner, Georg: Woyzeck
Büchner, Georg: Woyzeck
Der einfache Soldat Woyzeck gerät unter Druck durch Armut, Demütigungen und medizinische Experimente. Als seine Beziehung zu Marie zerbricht, wächst seine Verzweiflung bis zur Gewalttat.
- Camus, Albert: Die Pest
Camus, Albert: Die Pest
In Oran bricht eine Pestepidemie aus und die Stadt wird abgeriegelt. Der Arzt Rieux und andere Bewohner versuchen, unter den Bedingungen von Angst, Tod und staatlicher Kontrolle zu handeln.
- Chandler, Raymond: Der große Schlaf
Chandler, Raymond: Der große Schlaf
Privatdetektiv Philip Marlowe wird von der reichen Familie Sternwood beauftragt, eine Erpressung zu klären. Bei seinen Ermittlungen gerät er in ein Netz aus Verbrechen, Machtspielen und moralischer Korruption.
- Coetzee, J. M.: Schande
Coetzee, J. M.: Schande
David Lurie, ein Dozent in Südafrika, verliert nach einer Affäre seinen Posten und zieht sich auf die Farm seiner Tochter zurück. Dort gerät er mit ihr und der Gewalt der Umgebung in einen Konflikt, der seine Haltung zu Macht und Schuld erschüttert.
- Conrad, Joseph: Herz der Finsternis
Conrad, Joseph: Herz der Finsternis
Der Erzähler Marlow berichtet von seiner Reise den Kongo hinauf, wo er den Handelsagenten Kurtz suchen soll. Je weiter er vordringt, desto deutlicher werden Gewalt, Ausbeutung und der moralische Verfall der Kolonialherrschaft.
- Dickens, Charles: Oliver Twist
Dickens, Charles: Oliver Twist
Der Waisenjunge Oliver Twist wächst in Armut und Härte auf und gerät in die Welt von Dieben und Betrügern in London. Auf der Suche nach einem besseren Leben stößt er auf Ausbeutung, Gewalt und die Frage, wem er vertrauen kann.
- Drewitz, Ingeborg: Gestern war heute – hundert Jahre Gegenwart
Drewitz, Ingeborg: Gestern war heute – hundert Jahre Gegenwart
Ingeborg Drewitz erzählt in Gestern war heute – hundert Jahre Gegenwart von gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen Macht und Moral eng miteinander verknüpft sind. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die unter diesen Bedingungen handeln, sich anpassen oder Widerstand leisten.
- Droste-Hülshoff, Annette von: Die Judenbuche
Droste-Hülshoff, Annette von: Die Judenbuche
In Annette von Droste-Hülshoffs Novelle gerät der junge Friedrich Mergel in ein Dorfleben voller Spannungen, Schuld und sozialer Abhängigkeiten. Nach einem Mord und seinem Verschwinden bleibt die Frage nach seiner Verantwortung offen; die Judenbuche wird zum Zeichen des Geschehens.
- Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen
Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen
Ein ehemaliger Kriminalkommissar verspricht den Eltern eines ermordeten Mädchens, den Täter zu finden. Als die Ermittlungen scheitern, treibt ihn sein Versprechen immer weiter in eine obsessive Suche nach Gerechtigkeit.
- Dürrenmatt, Friedrich: Der Besuch der alten Dame
Dürrenmatt, Friedrich: Der Besuch der alten Dame
Die reiche Claire Zachanassian kehrt in ihre verarmte Heimatstadt Güllen zurück und bietet den Bürgern Geld an. Dafür soll ihr früherer Geliebter Alfred Ill getötet werden; die Stadt gerät in einen moralischen Konflikt.
- Dürrenmatt, Friedrich: Der Richter und sein Henker
Dürrenmatt, Friedrich: Der Richter und sein Henker
Kommissar Bärlach ermittelt in einem Mordfall und stößt dabei auf ein Geflecht aus Macht, Täuschung und persönlicher Rache. Der Kriminalfall führt ihn in einen Konflikt, in dem Recht und Moral nicht klar voneinander zu trennen sind.
- Erpenbeck, Jenny: Sibirien
Erpenbeck, Jenny: Sibirien
Jenny Erpenbecks Erzählung verknüpft familiäre Erinnerung mit Erfahrungen von Verfolgung, Verbannung und Verlust. In einer verdichteten Erzählstruktur wird sichtbar, wie politische Gewalt über Generationen hinweg in Familiengeschichten fortwirkt.
- Fitzgerald, F. Scott: Der große Gatsby
Fitzgerald, F. Scott: Der große Gatsby
Im New York der 1920er Jahre beobachtet der Erzähler Nick Carraway den geheimnisvollen Millionär Jay Gatsby und dessen Bemühen, die verlorene Daisy Buchanan zurückzugewinnen. Hinter Glanz und Partys zeigt sich eine Welt aus Macht, Geld und moralischem Verfall.
- Fleißer, Marie-Luise: Eine Zierde für den Verein
Fleißer, Marie-Luise: Eine Zierde für den Verein
In Marie-Luise Fleißers Stück gerät eine junge Frau in das Spannungsfeld eines Vereinsmilieus, in dem Ansehen, Macht und Moral eng miteinander verknüpft sind. Dabei zeigt sich, wie schnell persönliche Beziehungen unter gesellschaftlichem Druck kippen.
- Fontane, Theodor: Unterm Birnbaum
Fontane, Theodor: Unterm Birnbaum
In Theodor Fontanes Novelle gerät der Gastwirt Abel Hradschek in finanzielle Not und verstrickt sich in ein Verbrechen. Als ein Toter unter dem Birnbaum auftaucht, wächst der Druck von außen und die Schuld wird immer schwerer zu verbergen.
- Gaiser, Gerd: Schlussball
Gaiser, Gerd: Schlussball
Gerd Gaisers „Schlussball“ schildert eine gesellschaftliche Situation, in der Machtverhältnisse und moralische Spannungen sichtbar werden. Im Mittelpunkt steht ein Konflikt, der zeigt, wie sich Menschen in einem von Regeln und Erwartungen geprägten Umfeld verhalten.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster Teil
Goethe, Johann Wolfgang von: Faust. Der Tragödie erster Teil
Goethes Drama zeigt Fausts Unzufriedenheit mit Wissen, Glauben und den Grenzen menschlicher Erfahrung. Der Pakt mit Mephisto führt ihn zu Liebe, Verführung und Schuld und macht die Frage nach Erkenntnis, Freiheit und Verantwortung zum Zentrum des Werks.
- Golding, William: Der Herr der Fliegen
Golding, William: Der Herr der Fliegen
Nach einem Flugzeugabsturz stranden Jungen auf einer einsamen Insel und versuchen, sich ohne Erwachsene zu organisieren. Bald geraten ihre Regeln, ihre Angst und der Machtkampf zwischen Ralph und Jack außer Kontrolle.
- Gryphius, Andreas: Carolus Stuardus
Gryphius, Andreas: Carolus Stuardus
Andreas Gryphius’ Trauerspiel zeigt die letzten Stunden des englischen Königs Karl I. vor seiner Hinrichtung. Im Konflikt zwischen Herrschaft, politischer Macht und moralischer Verantwortung wird sein Sturz und Tod dargestellt.
- Hauptmann, Gerhart: Bahnwärter Thiel
Hauptmann, Gerhart: Bahnwärter Thiel
Bahnwärter Thiel lebt zurückgezogen und pflichtbewusst an seiner Arbeitsstelle an der Bahnstrecke. Als sein Familienleben aus dem Gleichgewicht gerät, spitzt sich der Konflikt zwischen Pflicht, Macht und persönlicher Überforderung zu.
- Hauptmann, Gerhart: Die Ratten
Hauptmann, Gerhart: Die Ratten
In Gerhart Hauptmanns Drama gerät eine Berliner Hausgemeinschaft in Konflikte um Armut, Macht und Verantwortung. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die ein Kind an sich nimmt, während Lüge und soziale Not die Beziehungen der Figuren zuspitzen.
- Hauptmann, Gerhart: Die Weber
Hauptmann, Gerhart: Die Weber
Gerhart Hauptmanns Drama zeigt die Not der schlesischen Weber, die unter Hunger und Ausbeutung leiden. Als sie gegen die Fabrikanten aufbegehren, eskaliert der Konflikt bis zum Aufstand.
- Hauptmann, Gerhart: Vor Sonnenaufgang
Hauptmann, Gerhart: Vor Sonnenaufgang
In Gerhart Hauptmanns Drama kehrt der junge Alfred Loth in ein von Armut, Alkohol und sozialem Verfall geprägtes Umfeld zurück. Dort gerät er in Konflikt mit einer Familie, deren Machtverhältnisse und moralische Spannungen den Verlauf bestimmen.
- Hein, Christoph: Die wahre Geschichte des Ah Q
Hein, Christoph: Die wahre Geschichte des Ah Q
Christoph Hein erzählt in Anlehnung an Lu Xun die Geschichte des armen Tagelöhners Ah Q, der in einem von Macht und Demütigung geprägten Umfeld lebt. Seine Selbsttäuschungen und sein Umgang mit Niederlagen führen ihn immer tiefer in Konflikt mit der Gesellschaft.
- Highsmith, Patricia: Der talentierte Mr Ripley
Highsmith, Patricia: Der talentierte Mr Ripley
Tom Ripley wird nach Italien geschickt, um den wohlhabenden Dickie Greenleaf zurückzuholen. Stattdessen gerät er in dessen Leben hinein und verstrickt sich in Betrug, Identitätswechsel und Mord.
- Hoffmann, E. T. A.: Die Bergwerke zu Falun
Hoffmann, E. T. A.: Die Bergwerke zu Falun
Der Seemann Elis Fröbom folgt dem Ruf der Bergwelt und wird Bergmann in Falun. Hoffmanns Erzählung verbindet romantische Unterweltsymbolik mit Liebe, Todesnähe und der gefährlichen Faszination des Unbekannten.
- Hübner, Lutz / Nemitz, Sarah: Furor
Hübner, Lutz / Nemitz, Sarah: Furor
In Lutz Hübners und Sarah Nemitz’ Drama treffen nach einem Unfall sehr unterschiedliche soziale und politische Interessen aufeinander. Aus Schuld, Wut und öffentlicher Inszenierung entsteht ein Konflikt über Verantwortung, Sprache und gesellschaftliche Spaltung.
- Ishiguro, Kazuo: Was vom Tage übrigblieb
Ishiguro, Kazuo: Was vom Tage übrigblieb
Der englische Butler Stevens blickt auf sein Leben im Dienst eines Lords zurück und erinnert sich an die Jahre im Herrenhaus Darlington Hall. Dabei wird deutlich, wie sehr Pflichtgefühl, gesellschaftliche Ordnung und persönliche Gefühle sein Handeln geprägt haben.
- Kästner, Erich: Fabian
Kästner, Erich: Fabian
Jakob Fabian streift durch das Berlin der späten Weimarer Republik und beobachtet den moralischen und politischen Verfall seiner Umgebung. Zwischen Arbeitslosigkeit, Nachtleben und Krisen gerät er selbst immer stärker in eine Lage, in der er Halt und Orientierung verliert.
- Kafka, Franz: Das Schloss
Kafka, Franz: Das Schloss
Der Landvermesser K. kommt in ein Dorf, in dem das Schloss die Macht ausübt, und versucht vergeblich, Zugang zu den Behörden zu bekommen. Er bleibt in einem Netz aus Zuständigkeiten, Missverständnissen und Abhängigkeiten gefangen.
- Kaiser, Georg: Die Bürger von Calais
Kaiser, Georg: Die Bürger von Calais
Georg Kaisers Drama spielt in der belagerten Stadt Calais, deren Bürger unter dem Druck der feindlichen Macht stehen. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen Opferbereitschaft, Verantwortung und dem Umgang mit politischer Gewalt.
- Kaiser, Georg: Von morgens bis mitternachts
Kaiser, Georg: Von morgens bis mitternachts
Ein Mann erlebt innerhalb eines Tages den Zusammenbruch seines bisherigen Lebens und gerät in eine Folge von Begegnungen und Entscheidungen. Dabei stehen Geld, Macht und moralische Grenzen im Mittelpunkt.
- Keun, Irmgard: Nach Mitternacht
Keun, Irmgard: Nach Mitternacht
Irmgard Keuns Roman begleitet die junge Sanna durch einen Tag und eine Nacht im nationalsozialistischen Frankfurt. In Gesprächen, Beobachtungen und Alltagskonflikten zeigt sich, wie Angst, Mitläufertum und politische Gewalt in private Beziehungen eindringen.
- Kipphardt, Heinar: Der Hund des Generals
Kipphardt, Heinar: Der Hund des Generals
Heinar Kipphardts Stück zeigt eine von Macht und militärischer Ordnung geprägte Umgebung, in der ein General und sein Umfeld im Zentrum stehen. Der Hund des Generals wird dabei zum Auslöser für Konflikte um Gehorsam, Verantwortung und moralische Grenzen.
- Kipphardt, Heinar: In der Sache J. Robert Oppenheimer
Kipphardt, Heinar: In der Sache J. Robert Oppenheimer
Das Stück rekonstruiert die Anhörung des Physikers J. Robert Oppenheimer vor einer US-Kommission, die seine politische Zuverlässigkeit prüft. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen wissenschaftlicher Verantwortung, staatlicher Macht und persönlicher Integrität.
- Kleist, Heinrich von: Das Erdbeben in Chili
Kleist, Heinrich von: Das Erdbeben in Chili
Nach einem Erdbeben entkommen Jeronimo und Josephe der Hinrichtung und finden vorübergehend Schutz in einer scheinbar versöhnten Gemeinschaft. Doch die Katastrophe legt nicht nur Menschlichkeit frei, sondern auch Fanatismus, Gewalt und die Brüchigkeit gesellschaftlicher Ordnung.
- Kleist, Heinrich von: Der Findling
Kleist, Heinrich von: Der Findling
Ein wohlhabendes Ehepaar nimmt den jungen Nicolo als Findelkind auf und macht ihn zum Erben. Aus Dankbarkeit, Begehren und Machtmissbrauch entsteht eine düstere Geschichte über Ersatzfamilie, Enttäuschung und zerstörerische Besitzansprüche.
- Kleist, Heinrich von: Michael Kohlhaas
Kleist, Heinrich von: Michael Kohlhaas
Der Pferdehändler Michael Kohlhaas wird auf einer Reise durch ein Unrecht gedemütigt und versucht, sein Recht auf legalem Weg zu bekommen. Als er scheitert, greift er zu Gewalt und gerät in einen Konflikt mit der Obrigkeit.
- Kleist, Heinrich von: Über das Marionettentheater
Kleist, Heinrich von: Über das Marionettentheater
In Kleists kurzer Prosaschrift entwickelt ein Gespräch über Marionetten eine paradoxe Idee von Anmut, Bewusstsein und Natürlichkeit. Der Text verbindet ästhetische Reflexion mit der Frage, warum Selbstbeobachtung menschliche Sicherheit und Unbefangenheit zerstören kann.
- Königsdorf, Helga: Der Lauf der Dinge
Königsdorf, Helga: Der Lauf der Dinge
Helga Königsdorf erzählt in „Der Lauf der Dinge“ von Menschen, die in gesellschaftliche und private Abhängigkeiten geraten. Im Mittelpunkt stehen Machtverhältnisse und moralische Entscheidungen, die den Alltag der Figuren prägen.
- Koeppen, Wolfgang: Das Treibhaus
Koeppen, Wolfgang: Das Treibhaus
Der Roman begleitet den Bundestagsabgeordneten Keetenheuve in den Tagen vor einer entscheidenden Abstimmung in Bonn. Zwischen politischem Druck, persönlicher Krise und moralischer Erschöpfung gerät er immer tiefer in eine ausweglose Lage.
- Lee, Harper: Wer die Nachtigall stört
Lee, Harper: Wer die Nachtigall stört
Im amerikanischen Süden der 1930er-Jahre wächst Scout Finch mit ihrem Bruder Jem auf, während ihr Vater Atticus als Anwalt einen schwarzen Mann verteidigt, der eines Verbrechens beschuldigt wird. Die Kinder erleben dabei Vorurteile, Gewalt und die Spannungen einer kleinen Stadt.
- Lenz, Jakob Michael Reinhold: Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung
Lenz, Jakob Michael Reinhold: Der Hofmeister oder Vorteile der Privaterziehung
Der Hofmeister Läuffer gerät als Hauslehrer in ein Abhängigkeitsverhältnis zu einer adligen Familie. Die Komödie zeigt, wie Macht, Standesunterschiede und moralische Zwänge sein Leben und das der anderen Figuren bestimmen.
- Lenz, Jakob Michael Reinhold: Die Soldaten
Lenz, Jakob Michael Reinhold: Die Soldaten
Marie Wesener, die Tochter eines Kaufmanns, gerät in die Welt der Offiziere und wird von mehreren Männern umworben. Ihr sozialer Abstieg und die Machtverhältnisse im Militär führen in Jakob Michael Reinhold Lenz’ Drama zu einer tragischen Entwicklung.
- Lessing, Gotthold Ephraim: Emilia Galotti
Lessing, Gotthold Ephraim: Emilia Galotti
In Lessings Drama gerät Emilia Galotti zwischen die Machtansprüche eines Prinzen und die Vorstellungen ihrer Familie von Ehre und Moral. Als die höfische Intrige sie bedroht, spitzt sich der Konflikt bis zu einem tragischen Ende zu.
- Mann, Heinrich: Der Untertan
Mann, Heinrich: Der Untertan
Heinrich Manns Roman folgt Diederich Heßling, der sich dem Kaiserreich unterordnet und nach oben dient, während er nach unten hart und feige auftritt. Im Mittelpunkt steht sein Aufstieg in einer von Macht, Gehorsam und moralischer Verrohung geprägten Gesellschaft.
- Mann, Heinrich: Professor Unrat
Mann, Heinrich: Professor Unrat
Der Gymnasiallehrer Raat, von seinen Schülern „Professor Unrat“ genannt, gerät in den Bann der Sängerin Rosa Fröhlich. Sein Abstieg führt ihn in eine immer engere Verstrickung aus Eifersucht, Machtverlust und moralischem Verfall.
- Miller, Arthur: Tod eines Handlungsreisenden
Miller, Arthur: Tod eines Handlungsreisenden
Willy Loman, ein alternder Handlungsreisender, gerät in eine Krise, als seine beruflichen und familiären Hoffnungen zerbrechen. Das Drama zeigt seinen zunehmenden Absturz und die Spannungen mit seiner Familie bis zum tragischen Ende.
- Reimann, Brigitte: Ankunft im Alltag
Reimann, Brigitte: Ankunft im Alltag
Brigitte Reimanns Roman erzählt von einer jungen Frau, die in der DDR ihren Platz im Alltag und im Arbeitsleben sucht. Dabei geraten persönliche Wünsche, gesellschaftliche Erwartungen und Machtverhältnisse immer wieder aneinander.
- Ringelnatz, Joachim: …liner Roma…
Ringelnatz, Joachim: …liner Roma…
Ringelnatz’ kurzer Großstadtroman montiert Szenen, Stimmen und Momentaufnahmen aus dem Berlin der 1920er Jahre. Im Mittelpunkt steht eine fragmentarische, sprunghafte Stadtwahrnehmung, in der Alltag, Armut, Witz und Melancholie eng nebeneinanderstehen.
- Rosenlöcher, Thomas: Ostgezeter. Beiträge zur Schimpfkultur
Rosenlöcher, Thomas: Ostgezeter. Beiträge zur Schimpfkultur
Thomas Rosenlöcher sammelt in Ostgezeter kurze Beiträge, in denen er Schimpfen, Ärger und sprachliche Entgleisungen im Alltag beobachtet. Dabei geht es um den Umgang mit Macht, Kränkung und moralischen Grenzen in der Gesellschaft.
- Roth, Joseph: Das falsche Gewicht
Roth, Joseph: Das falsche Gewicht
Ein kaiserlicher Eichmeister wird in eine abgelegene Grenzstadt versetzt, wo er Maße und Gewichte kontrollieren soll. Dort gerät er in ein Umfeld aus Machtmissbrauch, Korruption und persönlichem Verfall.
- Schiller, Friedrich: Die Räuber
Schiller, Friedrich: Die Räuber
Karl von Moor gerät mit seinem Bruder Franz in einen erbitterten Familien- und Machtkonflikt und wird aus dem Elternhaus gedrängt. Er schließt sich einer Räuberbande an und gerät immer tiefer in Gewalt, Schuld und den Verlust moralischer Maßstäbe.
- Schiller, Friedrich: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
Schiller, Friedrich: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
In Schillers Drama plant der genuesische Adlige Fiesco eine Verschwörung gegen die Herrschaft der Doria. Der Machtkampf in Genua führt zu Verrat, politischen Intrigen und einem offenen Konflikt zwischen Freiheit und Herrschaft.
- Schiller, Friedrich: Maria Stuart
Schiller, Friedrich: Maria Stuart
Maria Stuart ist Schillers Drama über die gefangene schottische Königin Maria Stuart und ihren Konflikt mit Elisabeth I. Im Zentrum stehen Machtkampf, politische Intrigen und Marias Weg zum Urteil.
- Schnitzler, Arthur: Leutnant Gustl
Schnitzler, Arthur: Leutnant Gustl
Leutnant Gustl, ein junger Wiener Offizier, gerät nach einer Kränkung in einen inneren Konflikt zwischen Ehrgefühl und Selbstbild. In seinem Bewusstseinsstrom kreisen seine Gedanken um Standesdünkel, gesellschaftlichen Druck und den möglichen Ausweg aus der Schande.
- Schnitzler, Arthur: Spiel im Morgengrauen
Schnitzler, Arthur: Spiel im Morgengrauen
Arthur Schnitzlers Novelle erzählt von einem jungen Leutnant, der in einer Nacht mit Geldnot und Spielschulden konfrontiert ist. Im Morgengrauen spitzt sich die Lage zu, als er in einem Spiel um Geld und Ehre an seine Grenzen gerät.
- Shakespeare, William: Macbeth
Shakespeare, William: Macbeth
Macbeth, ein schottischer Feldherr, hört eine Prophezeiung, die ihn zum König macht. Von Ehrgeiz getrieben, stürzt er mit seiner Frau in Gewalt, Schuld und den Untergang.
- Tieck, Ludwig: Der Runenberg
Tieck, Ludwig: Der Runenberg
Ein junger Mann verlässt seine vertraute Welt und gerät in den Bann einer rätselhaften Berglandschaft. Tiecks Kunstmärchen verbindet romantische Natursehnsucht mit Verlockung, Wahnsinn und dem Verlust bürgerlicher Bindungen.
- Toller, Ernst: Masse Mensch
Toller, Ernst: Masse Mensch
In Ernst Tollers Drama „Masse Mensch“ gerät eine Frau zwischen revolutionären Anspruch und persönlichem Gewissen. Der Konflikt zwischen politischer Gewalt, Verantwortung und moralischer Entscheidung treibt die Handlung voran.
- Tschechow, Anton: Der Kirschgarten
Tschechow, Anton: Der Kirschgarten
Eine verarmte Adelsfamilie kehrt auf ihr Gut zurück, das wegen Schulden verkauft werden soll. Im Mittelpunkt steht der drohende Verlust des Kirschgartens und der Konflikt zwischen der alten Besitzerin Ranjewskaja und dem Kaufmann Lopachin.
- Tschechow, Anton: Erzählungen
Tschechow, Anton: Erzählungen
Tschechows Erzählungen zeigen in kurzen Szenen Menschen im Alltag, oft in engen sozialen Verhältnissen und unter stillen Spannungen. Im Mittelpunkt stehen Machtgefälle, moralische Konflikte und die Unsicherheit der Figuren im Umgang miteinander.
- Wolf, Christa: Medea. Stimmen
Wolf, Christa: Medea. Stimmen
Christa Wolfs Roman erzählt den Medea-Mythos aus mehreren Stimmen neu. Medea gerät nach ihrer Ankunft in Korinth in einen Konflikt mit Macht, Ausgrenzung und den Folgen politischer Intrigen.
Krieg, Gewalt und Schuld 51 Werke
Zeitgenössische Werke
- Abel, Susanne: Stay away from Gretchen
Abel, Susanne: Stay away from Gretchen
Tom Monderath, ein erfolgreicher Fernsehmoderator, gerät durch die Pflege seiner demenzkranken Mutter Greta mit deren Vergangenheit im Krieg und in der NS-Zeit in Berührung. Dabei kommen verdrängte Familiengeheimnisse, Schuld und Gewalt ans Licht.
- Erpenbeck, Jenny: Kairos
Erpenbeck, Jenny: Kairos
In Jenny Erpenbecks Roman „Kairos“ beginnt eine Liebesbeziehung in Ost-Berlin kurz vor dem Ende der DDR. Aus der Nähe zwischen einer jungen Frau und einem älteren Mann entwickelt sich eine Geschichte von Abhängigkeit, Gewalt und Schuld.
- Franck, Julia: Die Mittagsfrau
Franck, Julia: Die Mittagsfrau
Helene verliert im Krieg ihren Mann und muss mit ihrem kleinen Sohn allein zurechtkommen. Als sie ihn an einem Bahnhof zurücklässt, beginnt für sie ein Leben zwischen Schuld, Verlust und innerer Leere.
- Geiger, Arno: Unter der Drachenwand
Geiger, Arno: Unter der Drachenwand
1944 wird der verwundete Soldat Veit Kolbe an den Mondsee versetzt, wo er sich von den Kriegserlebnissen erholen soll. Dort lebt er zwischen Lazarett, Alltag im Ort und den Folgen von Gewalt und Schuld, während der Krieg immer näher rückt.
- Hess, Annette: Deutsches Haus
Hess, Annette: Deutsches Haus
Frankfurt 1963: Die junge Dolmetscherin Eva Bruhns arbeitet bei einem Auschwitz-Prozess und gerät dabei mit den Verbrechen der NS-Zeit in Berührung. Im privaten Umfeld und im Gerichtssaal wird sie mit Schuld, Verdrängung und den Folgen des Krieges konfrontiert.
- Kertész, Imre: Roman eines Schicksallosen
Kertész, Imre: Roman eines Schicksallosen
György Köves, ein jüdischer Jugendlicher aus Budapest, wird im Zweiten Weltkrieg deportiert und in Lager verschleppt. Der Roman schildert seine Erfahrungen von Gewalt, Entwurzelung und die allmähliche Anpassung an das Lagerleben.
- Klüger, Ruth: Weiter leben
Klüger, Ruth: Weiter leben
Ruth Klüger erzählt in Weiter leben von ihrer Kindheit und Jugend als Jüdin im Nationalsozialismus. Sie schildert Verfolgung, Lagererfahrung und das Weiterleben nach dem Krieg aus persönlicher Perspektive.
- McEwan, Ian: Abbitte
McEwan, Ian: Abbitte
Im Sommer 1935 beschuldigt die junge Briony Tallis den Sohn der Haushälterin fälschlich eines Verbrechens. Die Folgen dieser Lüge prägen das Leben mehrerer Figuren bis in den Krieg und darüber hinaus.
- Menasse, Eva: Dunkelblum
Menasse, Eva: Dunkelblum
In Dunkelblum kehrt die Vergangenheit eines niederösterreichischen Ortes während des Zweiten Weltkriegs in die Gegenwart zurück. Nach und nach treten Verdrängung, Schuld und Gewalt zutage, als alte Ereignisse und ein lange gehütetes Geheimnis sichtbar werden.
- Morrison, Toni: Menschenkind
Morrison, Toni: Menschenkind
Sethe lebt mit ihrer Tochter in einem Haus, das von der Erinnerung an die Sklaverei und an ein verstorbenes Kind geprägt ist. Als Paul D auftaucht, werden verdrängte Schuld, Gewalt und die Vergangenheit wieder aufgerissen.
- Müller, Herta: Atemschaukel
Müller, Herta: Atemschaukel
Leo Auberg wird als junger Deutscher aus Rumänien in ein sowjetisches Arbeitslager verschleppt. Dort kämpft er unter Hunger, Kälte und Gewalt ums Überleben und erinnert sich an Schuld, Verlust und die Zeit nach dem Krieg.
Klassiker
- Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund
Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund
Im Herbst 1937 treffen in einem kleinen Ostseestädtchen mehrere Menschen aufeinander, die auf unterschiedliche Weise vor dem Zugriff der Nationalsozialisten stehen. Im Zentrum steht die Rettung einer Holzfigur aus der Kirche, die für den jungen Gregor zu einer Frage von Gewissen und Widerstand wird.
- Bachmann, Ingeborg: Die größere Hoffnung
Bachmann, Ingeborg: Die größere Hoffnung
Ingeborg Bachmann erzählt in Die größere Hoffnung von Kindern und Jugendlichen im Krieg, die mit Gewalt, Verfolgung und Verlust leben müssen. Im Mittelpunkt steht eine junge Figur, die zwischen Angst, Hoffnung und Schuld ihren Weg sucht.
- Bachmann, Ingeborg: Unter Mördern und Irren
Bachmann, Ingeborg: Unter Mördern und Irren
Ingeborg Bachmanns Text zeigt eine von Krieg und Gewalt geprägte Welt, in der Schuld und Angst den Alltag bestimmen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in dieser Umgebung mit moralischer Verrohung und innerer Zerrissenheit leben.
- Böll, Heinrich: Billard um halb zehn
Böll, Heinrich: Billard um halb zehn
Heinrich Böll erzählt in Billard um halb zehn von einer Kölner Architektenfamilie, deren Geschichte sich über drei Generationen und die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegsjahre spannt. Im Zentrum stehen Schuld, Gewalt und die Frage, wie die Familie mit der Vergangenheit lebt.
- Böll, Heinrich: Frühe Erzählungen
Böll, Heinrich: Frühe Erzählungen
Die frühen Erzählungen von Heinrich Böll zeigen Menschen in und nach dem Krieg, die mit Gewalt, Verlust und Schuld leben müssen. Oft stehen einfache Figuren im Mittelpunkt, deren Alltag von den Folgen des Krieges geprägt ist.
- Böll, Heinrich: Gruppenbild mit Dame
Böll, Heinrich: Gruppenbild mit Dame
Im Mittelpunkt steht Leni Pfeiffer, deren Leben von Krieg, Verlust und den Folgen von Gewalt geprägt ist. Heinrich Böll erzählt in Rückblenden von ihrer Biografie und von Schuld, Anpassung und Überleben im Deutschland der Nachkriegszeit.
- Böll, Heinrich: Haus ohne Hüter
Böll, Heinrich: Haus ohne Hüter
Heinrich Böll erzählt in Haus ohne Hüter von zwei Familien im Nachkriegsdeutschland, deren Alltag von Verlust, Armut und der Abwesenheit der Väter geprägt ist. Im Mittelpunkt stehen die Kinder und Mütter, die mit den Folgen von Krieg, Gewalt und Schuld leben müssen.
- Borchert, Wolfgang: Draußen vor der Tür
Borchert, Wolfgang: Draußen vor der Tür
Der heimgekehrte Soldat Beckmann findet nach dem Krieg keinen Platz mehr in der Gesellschaft. In Wolfgang Borcherts Drama steht seine verzweifelte Suche nach Halt, Schuld und einem Weg zurück ins Leben im Mittelpunkt.
- Brecht, Bertolt: Mutter Courage und ihre Kinder
Brecht, Bertolt: Mutter Courage und ihre Kinder
Im Dreißigjährigen Krieg zieht Mutter Courage mit ihrem Planwagen durch die Fronten und versucht, mit dem Krieg Geschäfte zu machen. Dabei verliert sie nach und nach ihre Kinder und wird mit den Folgen von Gewalt und Schuld konfrontiert.
- Brecht, Bertolt: Trommeln in der Nacht
Brecht, Bertolt: Trommeln in der Nacht
Berlin 1918: Der heimgekehrte Soldat Andreas Kragler sucht nach dem Krieg seine Verlobte Anna, die inzwischen einem anderen versprochen ist. Zwischen Aufruhr, Gewalt und persönlicher Schuld muss er sich entscheiden, ob er in das bürgerliche Leben zurückkehrt oder sich dem Aufstand anschließt.
- Capote, Truman: Kaltblütig
Capote, Truman: Kaltblütig
Truman Capotes Kaltblütig erzählt die wahre Geschichte des Mordes an der Familie Clutter in Kansas und der anschließenden Fahndung nach den Tätern. Im Mittelpunkt stehen die Tat, ihre Folgen und die Frage nach Schuld und Gewalt.
- Céline, Louis-Ferdinand: Reise ans Ende der Nacht
Céline, Louis-Ferdinand: Reise ans Ende der Nacht
Bardamu erlebt als Soldat, Kolonialangestellter und Arzt Krieg, Gewalt und Elend und gerät immer tiefer in eine Welt der Enttäuschung. Der Roman folgt seinem Weg durch eine von Schuld und Verrohung geprägte Nachtseite der Moderne.
- Fried, Erich: Meine Puppe in Auschwitz
Fried, Erich: Meine Puppe in Auschwitz
Erich Fried verbindet in „Meine Puppe in Auschwitz“ die Erinnerung an eine Puppe mit dem Ort des Vernichtungslagers Auschwitz. Das Gedicht zeigt in knapper Form Krieg, Gewalt und Schuld aus einer persönlichen Perspektive.
- Grass, Günter: Die Blechtrommel
Grass, Günter: Die Blechtrommel
Oskar Matzerath beschließt mit drei Jahren, nicht mehr zu wachsen, und beobachtet die Welt mit seiner Blechtrommel. In Günter Grass’ Roman führt sein Blick durch Krieg, Gewalt und Schuld im Deutschland des 20. Jahrhunderts.
- Grass, Günter: Ein weites Feld
Grass, Günter: Ein weites Feld
Im Roman begleitet Günter Grass den Berliner Hausmeister und Altstalinisten Hoftaller durch die Umbrüche der deutschen Wiedervereinigung. In Rückblicken und Gesprächen treten Krieg, Gewalt, Schuld und die Last der deutschen Geschichte hervor.
- Grass, Günter: Im Krebsgang
Grass, Günter: Im Krebsgang
Ein Erzähler rekonstruiert in Günter Grass’ „Im Krebsgang“ die Geschichte des Untergangs der „Wilhelm Gustloff“ und die Folgen für die Überlebenden und ihre Nachkommen. Im Zentrum steht die Verstrickung von Krieg, Gewalt, Erinnerung und Schuld.
- Hemingway, Ernest: Das Ende von Etwas. Sechs Kurzgeschichten
Hemingway, Ernest: Das Ende von Etwas. Sechs Kurzgeschichten
Die sechs Kurzgeschichten von Ernest Hemingway zeigen Menschen in Situationen von Krieg, Gewalt und Schuld. Im Mittelpunkt stehen oft knappe Begegnungen, innere Spannungen und Folgen von Verletzung und Verlust.
- Hochhuth, Rolf: Der Stellvertreter
Hochhuth, Rolf: Der Stellvertreter
Rolf Hochhuths Drama spielt im Umfeld des Zweiten Weltkriegs und stellt die Haltung des Vatikans zum Holocaust in den Mittelpunkt. Im Zentrum steht ein junger Jesuit, der gegen das Schweigen und die Schuld der Kirche ankämpft.
- Homer: Ilias
Homer: Ilias
Die Ilias erzählt vom Zorn des Achilleus im Trojanischen Krieg und von den Kämpfen zwischen Griechen und Trojanern. Im Mittelpunkt stehen Streit, Gewalt, Verlust und die Folgen von Schuld und Ehrverletzung.
- Koeppen, Wolfgang: Der Tod in Rom
Koeppen, Wolfgang: Der Tod in Rom
In Wolfgang Koeppens Roman kehrt ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier nach Rom zurück, wo sich die Wege mehrerer deutscher Figuren kreuzen. Vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit treten Krieg, Schuld und Gewalt in ihren Beziehungen und Erinnerungen hervor.
- Meyer, Conrad Ferdinand: Das Amulett
Meyer, Conrad Ferdinand: Das Amulett
Conrad Ferdinand Meyers Novelle erzählt von einem Schweizer Söldner, der in den Wirren des Krieges in Schuld und Gewalt verstrickt wird. Ein Amulett begleitet ihn dabei als Zeichen von Schutz, Erinnerung und drohendem Unheil.
- Müller, Heiner: Das Eiserne Kreuz
Müller, Heiner: Das Eiserne Kreuz
Heiner Müllers „Das Eiserne Kreuz“ zeigt in knapper Form eine von Krieg und Gewalt geprägte Situation. Im Zentrum stehen Schuld, Befehle und die Folgen militärischer Macht.
- Müller, Heiner: Germania Tod in Berlin
Müller, Heiner: Germania Tod in Berlin
Heiner Müllers Stück zeigt ein zerrissenes Deutschland nach dem Krieg, in dem Gewalt, Schuld und politische Macht ineinander greifen. In fragmentarischen Szenen treten Figuren aus deutscher Geschichte und Mythos auf und spiegeln eine zerstörte Gesellschaft.
- Rilke, Rainer Maria: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
Rilke, Rainer Maria: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
Der junge Cornet Christoph Rilke zieht im Krieg mit einem Reiterregiment ins Feld. In einer Nacht voller Gewalt und Verführung erlebt er Liebe, Tod und den Verlust aller Sicherheit.
- Rinser, Luise: Die rote Katze
Rinser, Luise: Die rote Katze
Luise Rinsers Erzählung kreist um Krieg, Gewalt und Schuld. Im Mittelpunkt steht eine bedrängende Situation, in der eine Figur mit den Folgen von Gewalt und eigener Mitverantwortung konfrontiert wird.
- Roth, Joseph: Die Kapuzinergruft
Roth, Joseph: Die Kapuzinergruft
Franz Ferdinand Trotta blickt in Joseph Roths „Die Kapuzinergruft“ auf den Untergang der Habsburgermonarchie zurück. Der Roman folgt seinem Leben nach dem Ersten Weltkrieg und zeigt, wie Krieg, Gewalt und Schuld seine Existenz prägen.
- Roth, Joseph: Radetzkymarsch
Roth, Joseph: Radetzkymarsch
Joseph Roth erzählt im Radetzkymarsch vom Niedergang der Habsburgermonarchie anhand der Familie Trotta über mehrere Generationen. Im Mittelpunkt steht der Offizier Carl Joseph Trotta, dessen Leben von Militär, Pflichtgefühl, Krieg und persönlicher Schuld geprägt ist.
- Schiller, Friedrich: Die Jungfrau von Orleans
Schiller, Friedrich: Die Jungfrau von Orleans
Johanna von Orléans führt im Krieg die französischen Truppen gegen die Engländer und gerät zwischen göttlichen Auftrag, Pflicht und persönliches Schicksal. Schiller zeigt ihren Weg vom Triumph bis zum tragischen Ende, in dem Schuld, Gewalt und Opfer eng miteinander verbunden sind.
- Schiller, Friedrich: Wallenstein
Schiller, Friedrich: Wallenstein
Im Zentrum steht der Feldherr Wallenstein, der im Dreißigjährigen Krieg zwischen Macht, Loyalität und Verrat gerät. Schillers Drama zeigt seinen politischen Sturz und die Folgen von Krieg und Schuld.
- Seghers, Anna: Der Ausflug der toten Mädchen
Seghers, Anna: Der Ausflug der toten Mädchen
Eine Erzählerin erinnert sich an einen Ausflug mit ihren Schulfreundinnen vor dem Ersten Weltkrieg. Aus der friedlichen Erinnerung wird der Blick auf Krieg, Gewalt und Schuld, die das spätere Leben der Beteiligten prägen.
- Shaw, Georg Bernhard: Die heilige Johanna
Shaw, Georg Bernhard: Die heilige Johanna
Georg Bernhard Shaws Drama zeigt Johanna von Orléans im Konflikt zwischen ihrem göttlichen Auftrag und der politischen Macht des Krieges. Nach ihrem Sieg gerät sie in die Hände ihrer Gegner und wird schließlich als Ketzerin verurteilt.
- Tolstoi, Leo: Krieg und Frieden
Tolstoi, Leo: Krieg und Frieden
Leo Tolstois Roman begleitet mehrere russische Adelsfamilien während der Napoleonischen Kriege. Im Mittelpunkt stehen Liebe, gesellschaftliche Umbrüche und die Erfahrung von Krieg, Gewalt und persönlicher Schuld.
- Wander, Fred: Der siebente Brunnen
Wander, Fred: Der siebente Brunnen
Fred Wander erzählt in „Der siebente Brunnen“ von seinen Erfahrungen als Häftling in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. In kurzen Erinnerungsbildern schildert er Gewalt, Angst, Überleben und die Schuld der Täter.
- Weiss, Peter: Die Ermittlung
Weiss, Peter: Die Ermittlung
Peter Weiss’ Drama rekonstruiert in einer Gerichtsverhandlung die Verbrechen des Holocaust, vor allem die Abläufe im Konzentrationslager Auschwitz. Im Zentrum stehen Zeugenaussagen, Täter und Opfer sowie die Frage nach Schuld und Verantwortung.
- Weiss, Peter: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade
Weiss, Peter: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade
Im Hospiz von Charenton lässt Peter Weiss die Schauspieltruppe unter Leitung des Marquis de Sade die Ermordung Jean Paul Marats nachspielen. Im Streit zwischen Marat und de Sade prallen revolutionärer Anspruch, Gewalt und Schuld aufeinander.
- Werfel, Franz: Der Abituriententag. Die Geschichte einer Jugendschuld
Werfel, Franz: Der Abituriententag. Die Geschichte einer Jugendschuld
Franz Werfels Roman erzählt von einem ehemaligen Mitschüler, der Jahre nach dem Abschluss mit einer Jugendschuld konfrontiert wird. Im Zentrum steht die Erinnerung an eine Tat, die mit Gewalt, Krieg und Schuld verknüpft ist.
- Wolf, Christa: Kassandra
Wolf, Christa: Kassandra
Christa Wolfs Kassandra erzählt in der Stimme der trojanischen Seherin von den letzten Tagen vor dem Untergang Trojas. Im Mittelpunkt stehen Krieg, Gewalt und Kassandra als Frau, die die Katastrophe erkennt, aber nicht verhindern kann.
- Wolf, Christa: Kindheitsmuster (Auszüge)
Wolf, Christa: Kindheitsmuster (Auszüge)
Christa Wolf blickt in Kindheitsmuster auf die eigene Kindheit in der NS-Zeit zurück. Im Mittelpunkt steht Nelly, die zwischen Erinnern, Verdrängen und der Erfahrung von Krieg und Schuld ihre Vergangenheit zu ordnen versucht.
- Zuckmayer, Carl: Des Teufels General
Zuckmayer, Carl: Des Teufels General
Im Mittelpunkt steht der Fliegergeneral Harras, der im NS-Staat zwischen Karriere, Anpassung und innerem Widerstand steht. Das Drama zeigt, wie er in die militärische und moralische Verstrickung des Krieges gerät und daran zerbricht.
- Zweig, Stefan: Die Welt von gestern
Zweig, Stefan: Die Welt von gestern
Stefan Zweig blickt in seinen Erinnerungen auf das untergegangene Europa vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Er schildert den Weg von der bürgerlichen Sicherheit in Krieg, Gewalt und den Zusammenbruch seiner Welt.
Diktatur, Überwachung und Widerstand 59 Werke
Zeitgenössische Werke
- Atwood, Margaret: Der Report der Magd
Atwood, Margaret: Der Report der Magd
In einer autoritären Zukunft wird die Frau Offred als Magd einem Kommandanten zugeteilt und muss in einem streng überwachten System leben. Sie erinnert sich an ihr früheres Leben und sucht nach Wegen, ihre Würde und Freiheit zu bewahren.
- Brussig, Thomas: Wie es leuchtet
Brussig, Thomas: Wie es leuchtet
Thomas Brussigs Roman spielt im Berlin der Wendezeit und folgt verschiedenen Figuren, deren Wege sich in den letzten Tagen der DDR kreuzen. Im Mittelpunkt stehen Alltag, Überwachung und die Unsicherheit eines Systems, das zusammenbricht.
- Eggers, Dave: Der Circle
Eggers, Dave: Der Circle
Mae Holland beginnt bei dem mächtigen Internetkonzern Circle zu arbeiten und steigt schnell in dessen gläserne Welt auf. Je stärker das Unternehmen ihr Leben und das der anderen überwacht, desto mehr gerät sie in einen Konflikt zwischen Anpassung und Widerstand.
- Ende, Michael: Momo
Ende, Michael: Momo
Momo lebt in den Ruinen eines Amphitheaters und hört den Menschen in ihrer Umgebung aufmerksam zu. Als die grauen Herren den Menschen die Zeit stehlen, versucht sie, ihnen entgegenzutreten.
- Haffner, Sebastian: Anmerkungen zu Hitler
Haffner, Sebastian: Anmerkungen zu Hitler
Sebastian Haffner beschreibt in Anmerkungen zu Hitler den Aufstieg und die Herrschaft Hitlers aus zeitgenössischer und persönlicher Perspektive. Er zeigt, wie die Diktatur entstand, sich festigte und das Leben in Deutschland prägte.
- Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen
Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen
Sebastian Haffner schildert in „Geschichte eines Deutschen“ seine Erfahrungen im Deutschland der NS-Zeit. Er beschreibt, wie sich der Alltag unter Diktatur und Überwachung verändert und wie sich daraus Formen von Anpassung und Widerstand ergeben.
- Harris, Robert: Vaterland
Harris, Robert: Vaterland
Berlin 1964: In einem von den Nazis beherrschten Europa ermittelt Kriminalbeamter Xavier March in einem Mordfall und stößt auf ein verborgenes Geheimnis. Seine Suche führt ihn in ein System aus Überwachung, Lügen und politischem Druck.
- Ishiguro, Kazuo: Alles, was wir geben mussten
Ishiguro, Kazuo: Alles, was wir geben mussten
In einem abgeschotteten Internat wachsen Kathy, Ruth und Tommy auf und erfahren nach und nach, dass ihr Leben einem festgelegten Zweck dient. Als Erwachsene blicken sie auf ihre Kindheit zurück und versuchen, mit dieser Wahrheit umzugehen.
- Kling, Marc-Uwe: Qualityland 2.0
Kling, Marc-Uwe: Qualityland 2.0
In Marc-Uwe Klings Fortsetzung von „QualityLand“ gerät Peter Arbeitsloser erneut in eine von Algorithmen, Überwachung und politischer Kontrolle geprägte Gesellschaft. Er versucht, sich in diesem System zu behaupten und gegen die Machtstrukturen Widerstand zu leisten.
- Lucadou, Julia von: Die Hochhausspringerin
Lucadou, Julia von: Die Hochhausspringerin
In Julia von Lucadous Roman lebt eine junge Frau in einer streng kontrollierten Gesellschaft, in der Überwachung den Alltag bestimmt. Sie gerät in Konflikt mit den herrschenden Verhältnissen und sucht nach einem Weg zum Widerstand.
- Maron, Monika: Flugasche
Maron, Monika: Flugasche
Monika Marons Roman folgt der Journalistin Josefa Nadler, die in einer DDR-Industriestadt über Umweltverschmutzung berichten soll. Als ihre Recherchen auf Widerstände stoßen, gerät sie in Konflikt mit den Behörden und erlebt Überwachung und Druck.
- Müller, Herta: Der Fuchs war damals schon der Jäger
Müller, Herta: Der Fuchs war damals schon der Jäger
In Herta Müllers Roman gerät eine Lehrerin im Rumänien der Diktatur ins Visier der Geheimpolizei. Misstrauen, Überwachung und Bedrohung bestimmen ihren Alltag, während sich der Druck auf sie und ihr Umfeld immer weiter zuspitzt.
- Nickel, Eckhart: Hysteria
Nickel, Eckhart: Hysteria
In Eckhart Nickels Hysteria steht eine von Kontrolle und Misstrauen geprägte Welt im Mittelpunkt. Die Figuren geraten in ein Umfeld, in dem Überwachung und Widerstand eng miteinander verbunden sind.
- Rhue, Morton: Die Welle
Rhue, Morton: Die Welle
Ein Lehrer startet ein Experiment, um seinen Schülern die Mechanismen von Gehorsam und Gruppendruck zu zeigen. Aus der Übung entsteht eine Bewegung mit eigener Dynamik, die sich immer weiter verselbständigt.
- Ruge, Eugen: In Zeiten des abnehmenden Lichts
Ruge, Eugen: In Zeiten des abnehmenden Lichts
Eugen Ruges Roman folgt einer DDR-Familie über mehrere Generationen und verknüpft ihre privaten Konflikte mit dem Alltag im sozialistischen Staat. Im Mittelpunkt steht der Niedergang einer Familie, deren Mitglieder unterschiedlich auf Diktatur, Überwachung und politische Enttäuschungen reagieren.
- Schmidt, Joachim B.: Tell
Schmidt, Joachim B.: Tell
Joachim B. Schmidt erzählt in Tell von einer Figur, die sich in einem von Kontrolle und Macht geprägten Umfeld behaupten muss. Im Mittelpunkt stehen Widerstand, Anpassung und die Folgen von Überwachung.
- Seethaler, Robert: Der Trafikant
Seethaler, Robert: Der Trafikant
Der junge Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf und beginnt 1937 in Wien eine Lehre in einer Trafik. Dort erlebt er den Alltag im Schatten des Nationalsozialismus und gerät in Konflikt mit Überwachung, Angst und Widerstand.
- Tellkamp, Uwe: Der Turm
Tellkamp, Uwe: Der Turm
In Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ wird das Leben einer Dresdner Familie in den letzten Jahren der DDR geschildert. Im Mittelpunkt stehen der junge Christian und sein Umfeld, das zwischen Anpassung, Überwachung und stiller Opposition lebt.
- Weber, Anne: Annette – Ein Heldinnenepos
Weber, Anne: Annette – Ein Heldinnenepos
Anne Webers Epos erzählt das Leben der französischen Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir, genannt Annette. Im Zentrum stehen ihr Weg durch Besatzung, Verfolgung und politischen Widerstand sowie ihre Haltung gegen Diktatur und Überwachung.
- Zeh, Juli: Corpus Delicti
Zeh, Juli: Corpus Delicti
In Juli Zehs Roman lebt Mia Holl in einem Staat, der Gesundheit und Kontrolle zum Maßstab des Lebens macht. Als ihr Bruder unter Verdacht gerät, gerät auch sie in Konflikt mit dem System und beginnt, sich zu widersetzen.
Klassiker
- Anouilh, Jean: Antigone
Anouilh, Jean: Antigone
In Jean Anouilhs „Antigone“ widersetzt sich die junge Antigone dem Befehl des Herrschers Kreon und will ihren gefallenen Bruder bestatten. Der Konflikt zwischen staatlicher Ordnung und persönlichem Gewissen führt die Figuren in eine ausweglose Konfrontation.
- Becker, Jurek: Jakob der Lügner
Becker, Jurek: Jakob der Lügner
Im Ghetto erzählt Jakob den anderen von einem angeblichen Radio, um Hoffnung zu geben und die Angst vor den Besatzern zu lindern. Dabei gerät er immer tiefer in ein Netz aus Lüge, Überwachung und Gefahr.
- Bernhard, Thomas: Heldenplatz
Bernhard, Thomas: Heldenplatz
In Thomas Bernhards Drama kehrt eine jüdische Familie nach Wien zurück und gerät in die bedrückende Atmosphäre einer Stadt, in der Antisemitismus und Verdrängung weiterwirken. Im Mittelpunkt steht der Konflikt um Erinnerung, Schuld und die Unmöglichkeit, in dieser Umgebung Frieden zu finden.
- Brecht, Bertolt: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
Brecht, Bertolt: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
Bertolt Brechts Stück zeigt den Aufstieg des Gangsters Arturo Ui, der in Chicago mit Gewalt, Einschüchterung und Intrigen seine Macht ausbaut. Die Handlung ist als Parabel auf den Aufstieg diktatorischer Herrschaft angelegt.
- Brecht, Bertolt: Furcht und Elend des Dritten Reiches
Brecht, Bertolt: Furcht und Elend des Dritten Reiches
Bertolt Brechts Stück versammelt Szenen aus dem Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Es zeigt, wie Angst, Überwachung und Denunziation das Leben der Menschen bestimmen und Widerstand erschweren.
- Frisch, Max: Andorra
Frisch, Max: Andorra
In Max Frischs Drama Andorra gerät der junge Andri in ein Dorf, in dem ihm wegen seiner vermeintlichen Herkunft Misstrauen und Vorurteile entgegenschlagen. Als die politische Gewalt zunimmt, spitzt sich sein Konflikt mit der Umgebung immer weiter zu.
- Frisch, Max: Biedermann und die Brandstifter
Frisch, Max: Biedermann und die Brandstifter
Der Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann nimmt zwei zwielichtige Männer bei sich auf, obwohl sie als Brandstifter gelten. Aus Angst und Bequemlichkeit lässt er sie gewähren, bis die Lage außer Kontrolle gerät.
- Goethe, Johann Wolfgang: Götz von Berlichingen
Goethe, Johann Wolfgang: Götz von Berlichingen
Goethes Drama erzählt von Götz von Berlichingen, einem freiheitsliebenden Ritter, der sich gegen die Macht der Obrigkeit stellt. Im Konflikt mit Fürsten und kaiserlicher Gewalt gerät er in einen Kampf um Unabhängigkeit und endet tragisch.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Egmont
Goethe, Johann Wolfgang von: Egmont
Goethes Drama zeigt den Grafen Egmont im Machtkampf mit der spanischen Herrschaft in den Niederlanden. Als er sich gegen Unterdrückung und Überwachung stellt, gerät er in Konflikt mit der Obrigkeit und wird schließlich hingerichtet.
- Hein, Christoph: Der fremde Freund. Drachenblut
Hein, Christoph: Der fremde Freund. Drachenblut
In Christoph Heins Erzählungen stehen Figuren in der DDR unter dem Druck von Kontrolle, Anpassung und Misstrauen. Im Zentrum sind Menschen, die in einem von Diktatur und Überwachung geprägten Alltag nach einem eigenen Weg suchen.
- Hein, Christoph: Der Tangospieler
Hein, Christoph: Der Tangospieler
Dresden 1968: Der Historiker Dallow wird nach einer kurzen Haft aus politischen Gründen entlassen und versucht, in der DDR wieder Fuß zu fassen. Dabei gerät er in ein Umfeld aus Überwachung, Anpassungsdruck und stiller Opposition.
- Hein, Christoph: Die Ritter der Tafelrunde
Hein, Christoph: Die Ritter der Tafelrunde
Christoph Heins Roman erzählt von einer Gesellschaft unter diktatorischer Kontrolle, in der Überwachung den Alltag prägt. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die sich zwischen Anpassung, Angst und Widerstand behaupten müssen.
- Hein, Christoph: Horns Ende
Hein, Christoph: Horns Ende
In Christoph Heins Roman Horns Ende steht ein kleiner Ort in der DDR im Mittelpunkt, in dem der Tod des alten Horn und die Erinnerungen der Bewohner aneinandergeraten. Zwischen Anpassung, Überwachung und stiller Gegenwehr zeigt sich, wie ein ganzes Milieu unter dem Druck der Diktatur lebt.
- Hein, Christoph: In seiner frühen Kindheit ein Garten
Hein, Christoph: In seiner frühen Kindheit ein Garten
Christoph Heins Roman erzählt von einem jungen Mann in der DDR, der nach dem Tod eines Freundes unter Druck der Staatssicherheit gerät. Er gerät in einen Konflikt zwischen Anpassung, Schuld und Widerstand.
- Heym, Stefan: Fünf Tage im Juni
Heym, Stefan: Fünf Tage im Juni
Stefan Heyms Roman spielt in den Tagen des Volksaufstands vom Juni 1953 in der DDR. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse in Ost-Berlin und die Spannungen zwischen Machtapparat, Überwachung und dem Widerstand der Bevölkerung.
- Heym, Stefan: Schwarzenberg
Heym, Stefan: Schwarzenberg
In Stefan Heyms Roman „Schwarzenberg“ geht es um die Besetzung einer kleinen Stadt in der Nachkriegszeit und um den Machtkampf zwischen verschiedenen politischen Kräften. Im Mittelpunkt stehen die Versuche, Ordnung zu schaffen, während Misstrauen, Kontrolle und Widerstand den Alltag prägen.
- Hilsenrath, Edgar: Der Nazi und der Friseur
Hilsenrath, Edgar: Der Nazi und der Friseur
Der Roman erzählt von einem Mann, der sich nach dem Krieg die Identität eines ermordeten jüdischen Freundes aneignet und als Friseur neu beginnt. Dabei gerät er in die Nähe der alten Täter und muss mit seiner Vergangenheit und der NS-Zeit umgehen.
- Horváth, Ödön von: Jugend ohne Gott
Horváth, Ödön von: Jugend ohne Gott
Ein junger Lehrer gerät in einem autoritären Staat in Konflikt mit seinen Schülern und den herrschenden Regeln. Als ein Mord geschieht, gerät er in ein Netz aus Überwachung, Angst und Schweigen.
- Huch, Ricarda: Der letzte Sommer
Huch, Ricarda: Der letzte Sommer
Ricarda Huchs Erzählung spielt in einer von politischer Unterdrückung geprägten Zeit. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die unter Beobachtung lebt und sich zwischen Anpassung und Widerstand entscheiden muss.
- Huxley, Aldous: Schöne neue Welt
Huxley, Aldous: Schöne neue Welt
In einer streng kontrollierten Zukunftswelt werden Menschen künstlich erzeugt und ihr Leben von Geburt an geregelt. Als Bernard Marx und später John, der „Wilde“, mit dieser Ordnung in Konflikt geraten, zeigt sich der Widerstand gegen das System.
- Ionesco, Eugène: Die Nashörner
Ionesco, Eugène: Die Nashörner
In einer kleinen Stadt verwandeln sich nach und nach die Bewohner in Nashörner. Nur Bérenger bleibt zunächst menschlich und gerät in den Konflikt, ob er sich dem Druck der Masse beugt oder widersteht.
- Johnson, Uwe: Mutmaßungen über Jakob
Johnson, Uwe: Mutmaßungen über Jakob
In Uwe Johnsons Roman steht Jakob im Mittelpunkt, dessen Leben in der DDR von Misstrauen, Beobachtung und politischen Spannungen geprägt ist. Die Erzählung folgt den Spuren seines Schicksals und den Beziehungen zu Menschen, die in einem Klima der Kontrolle handeln müssen.
- Kästner, Erich: Über das Verbrennen von Büchern
Kästner, Erich: Über das Verbrennen von Büchern
Erich Kästner beschreibt in seinem Text die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten und die Stimmung von Angst und Einschüchterung. Er richtet den Blick auf den Verlust von Freiheit und auf den Widerstand des einzelnen Wortes gegen die Diktatur.
- Kafka, Franz: In der Strafkolonie
Kafka, Franz: In der Strafkolonie
Ein Reisender besucht eine abgelegene Strafkolonie und beobachtet eine Hinrichtungsmaschine, die das Urteil in den Körper des Verurteilten schreibt. Der Offizier verteidigt das Verfahren, während der Besucher Zeuge eines Konflikts zwischen blinder Autorität und Zweifel wird.
- le Carré, John: Der Spion, der aus der Kälte kam
le Carré, John: Der Spion, der aus der Kälte kam
Der britische Agent Alec Leamas wird nach einem gescheiterten Einsatz in den Osten geschickt, um dort als scheinbarer Überläufer eine neue Operation zu unterstützen. Zwischen Geheimdiensten, Täuschung und politischer Gewalt gerät er in einen Konflikt, in dem Loyalität und Verrat kaum zu trennen sind.
- Lenz, Siegfried: Deutschstunde
Lenz, Siegfried: Deutschstunde
Siggi Jepsen sitzt in einer Erziehungsanstalt und soll einen Aufsatz über die „Freuden der Pflicht“ schreiben. Dabei erinnert er sich an seinen Vater, einen Polizisten, der im Nationalsozialismus einen Maler überwachen und an der Arbeit hindern soll.
- Lenz, Siegfried: Exerzierplatz
Lenz, Siegfried: Exerzierplatz
In Siegfried Lenz’ Erzählung „Exerzierplatz“ steht ein von militärischer Ordnung und Kontrolle geprägter Ort im Mittelpunkt. Im Spannungsfeld von Diktatur und Überwachung zeigt sich, wie sich Widerstand und Anpassung gegeneinander abzeichnen.
- Loest, Erich: Es geht seinen Gang
Loest, Erich: Es geht seinen Gang
Erich Loests Roman schildert den Alltag in einer Diktatur, in der Überwachung und Anpassung den Lebensrhythmus bestimmen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die zwischen Mitmachen, Schweigen und Widerstand ihren Weg suchen.
- Loest, Erich: Nikolaikirche
Loest, Erich: Nikolaikirche
Erich Loests Roman spielt im Herbst 1989 in Leipzig, kurz vor dem Ende der DDR. Im Mittelpunkt steht eine Familie, die zwischen staatlicher Überwachung, Angst und dem wachsenden Protest in der Nikolaikirche ihren Platz sucht.
- Mann, Klaus: Mephisto
Mann, Klaus: Mephisto
Der Schauspieler Hendrik Höfgen macht im nationalsozialistischen Deutschland Karriere und passt sich dem Regime an. Dabei gerät er zwischen Ehrgeiz, Mitläufertum und moralischer Schuld.
- Mann, Thomas: Deutsche Ansprache. Ein Appell an die Vernunft
Mann, Thomas: Deutsche Ansprache. Ein Appell an die Vernunft
Thomas Mann wendet sich in seiner „Deutschen Ansprache“ an die deutsche Öffentlichkeit und ruft dazu auf, sich der Vernunft statt dem Nationalismus zu verpflichten. Der Text ist ein politischer Appell gegen die Entwicklung zur Diktatur und gegen die Verführung durch autoritäres Denken.
- Mann, Thomas: Mario und der Zauberer
Mann, Thomas: Mario und der Zauberer
Eine deutsche Familie verbringt ihren Urlaub in einem italienischen Badeort, wo die Stimmung zunehmend von nationaler Spannung und Kontrolle geprägt ist. Im Mittelpunkt steht der Auftritt des Zauberers Cipolla, der das Publikum manipuliert, bis der Kellner Mario gegen ihn handelt.
- Orwell, George: 1984
Orwell, George: 1984
In einem totalitären Staat lebt Winston Smith unter ständiger Überwachung durch den „Großen Bruder“. Er beginnt, sich gegen das Regime zu wenden, und gerät damit in Gefahr.
- Orwell, George: Farm der Tiere
Orwell, George: Farm der Tiere
Auf einer Farm vertreiben die Tiere ihre menschlichen Besitzer und übernehmen selbst die Herrschaft. Bald geraten die Schweine an die Macht, und aus dem anfänglichen Aufbruch wird ein System aus Kontrolle, Angst und Unterdrückung.
- Schiller, Friedrich: Don Carlos
Schiller, Friedrich: Don Carlos
Im Spanien Philipps II. gerät der Infante Don Carlos zwischen den Machtanspruch des Königs, den Einfluss des Marquis von Posa und seine Liebe zu Elisabeth. Das Drama zeigt den Konflikt zwischen absoluter Herrschaft, Überwachung und dem Wunsch nach Freiheit.
- Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell
Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell
In Friedrich Schillers Drama gerät die Schweiz unter die Herrschaft der Habsburger, deren Vögte die Bevölkerung mit Gewalt und Überwachung unterdrücken. Wilhelm Tell widersetzt sich dem Zwang und wird in den Konflikt um Freiheit und Widerstand hineingezogen.
- Seghers, Anna: Das siebte Kreuz
Seghers, Anna: Das siebte Kreuz
Im nationalsozialistischen Deutschland fliehen sieben Häftlinge aus einem Konzentrationslager. Einer von ihnen, Georg Heisler, versucht sich der Verfolgung zu entziehen, während das Regime mit Überwachung und Gewalt nach ihm sucht.
- Wolf, Christa: Der geteilte Himmel
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel
Rita und Manfred leben in der DDR, doch ihre Beziehung gerät unter Druck, als Manfred in den Westen geht. Rita bleibt zurück und versucht, mit dem geteilten Land und dem Verlust umzugehen.
- Zweig, Stefan: Schachnovelle
Zweig, Stefan: Schachnovelle
Auf einem Passagierschiff trifft der Schachweltmeister Czentovic auf den geheimnisvollen Dr. B., der das Spiel aus der Erinnerung an seine Isolationshaft beherrscht. In Rückblenden wird erzählt, wie Dr. B. unter dem Druck der Gestapo an den Rand des Wahns getrieben wurde.
Migration, Fremdheit und Heimat 30 Werke
Zeitgenössische Werke
- Albrecht, Lena: Weiße Flecken
Albrecht, Lena: Weiße Flecken
Lena Albrechts *Weiße Flecken* erzählt von Erfahrungen von Migration, Fremdheit und dem Suchen nach Heimat. Im Mittelpunkt steht eine Figur, die zwischen verschiedenen Orten und Zugehörigkeiten ihren Platz finden muss.
- Bazyar, Shida: Drei Kameradinnen
Bazyar, Shida: Drei Kameradinnen
Shida Bazyars Roman erzählt von drei jungen Frauen, die in Deutschland aufwachsen und sich zwischen Freundschaft, Herkunft und Alltag behaupten. Im Mittelpunkt stehen ihre Erfahrungen mit Zugehörigkeit, Fremdheit und dem Wunsch nach einem eigenen Platz.
- Biller, Maxim: Mama Odessa
Biller, Maxim: Mama Odessa
In „Mama Odessa“ erzählt Maxim Biller von einer Familie zwischen jüdischer Herkunft, Erinnerung und Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von Fremdheit, Herkunft und dem schwierigen Verhältnis zu Heimat.
- Dische, Irene: Was Großmutter erzählte
Dische, Irene: Was Großmutter erzählte
In Irene Disches Erzählung erinnert sich eine Enkelin an das, was ihre Großmutter erzählt hat. Dabei stehen Erfahrungen von Migration, Fremdheit und dem Suchen nach Heimat im Mittelpunkt.
- Ebrahimi, Nava: Sechzehn Wörter
Ebrahimi, Nava: Sechzehn Wörter
Nava Ebrahimi erzählt in Sechzehn Wörter von einer jungen Frau zwischen Herkunft und neuem Leben. In kurzen Episoden geht es um Migration, Fremdheit und die Suche nach einem Ort, der sich wie Heimat anfühlt.
- Grjasnowa, Olga: Gott ist nicht schüchtern
Grjasnowa, Olga: Gott ist nicht schüchtern
Das Werk erzählt von zwei jungen Menschen, die aus Syrien nach Europa fliehen und dort mit Verlust, Unsicherheit und Fremdheit leben. Im Mittelpunkt stehen ihre Suche nach Halt und die Frage, ob sie irgendwo ein Zuhause finden können.
- Güçyeter, Dinçer: Unser Deutschlandmärchen
Güçyeter, Dinçer: Unser Deutschlandmärchen
Dinçer Güçyeters Roman erzählt von einer Familie zwischen Türkei und Deutschland und von den Erfahrungen von Migration, Arbeit und Fremdheit. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Zugehörigkeit und Heimat über mehrere Generationen hinweg.
- Hansen, Dörte: Altes Land
Hansen, Dörte: Altes Land
Eine Frau zieht mit ihrem Kind aus Hamburg ins Alte Land und landet auf einem alten Hof, auf dem sie zunächst fremd bleibt. Zwischen Vergangenheit, Familie und neuer Nachbarschaft sucht sie nach einem Platz, der sich wie Heimat anfühlt.
- Hosseini, Khaled: Der Drachenläufer
Hosseini, Khaled: Der Drachenläufer
Amir wächst in Kabul auf und verliert durch einen Verrat die Freundschaft zu Hassan. Jahre später kehrt er nach Afghanistan zurück, um sich seiner Schuld zu stellen und Hassan zu finden.
- Kafka, Franz: Amerika
Kafka, Franz: Amerika
Der junge Karl Roßmann wird von seinen Eltern nach Amerika geschickt und gerät dort in eine fremde, unübersichtliche Welt. Auf der Suche nach Halt und Arbeit erlebt er Begegnungen, Abhängigkeiten und ständige Orientierungslosigkeit.
- Khider, Abbas: Der Erinnerungsfälscher
Khider, Abbas: Der Erinnerungsfälscher
Ein Ich-Erzähler blickt auf seine Flucht aus dem Irak und sein Leben in Deutschland zurück. Dabei ringt er mit Erinnerung, Verlust und der Frage, wie sich Heimat nach der Migration noch fassen lässt.
- Mankell, Henning: Der Chronist der Winde
Mankell, Henning: Der Chronist der Winde
Der Chronist der Winde erzählt von einem Jungen, der in einer afrikanischen Stadt aufwächst und mit Armut, Verlust und dem Wunsch nach einem anderen Leben ringt. Dabei stehen Fremdheit, Heimat und die Suche nach Zugehörigkeit im Mittelpunkt.
- Mankell, Henning: Tea Bag
Mankell, Henning: Tea Bag
Henning Mankells Roman erzählt von Tea-Bag, einer jungen Frau mit Migrationshintergrund, die in Schweden ihren Platz sucht. In mehreren miteinander verbundenen Episoden geht es um Fremdheit, Herkunft und das Leben zwischen verschiedenen Welten.
- Müller, Herta: Niederungen
Müller, Herta: Niederungen
In Herta Müllers Prosaband „Niederungen“ wird das Leben in einem rumänisch-deutschen Dorf aus der Sicht eines Mädchens geschildert. Der Alltag ist von Enge, Gewalt und dem Gefühl der Fremdheit geprägt, während Heimat als belastender Ort erscheint.
- Pamuk, Orhan: Schnee
Pamuk, Orhan: Schnee
In Orhan Pamuks Roman kehrt der Dichter Ka nach Kars zurück, um über eine Reihe von Selbstmorden junger Frauen zu berichten. In der eingeschneiten Stadt gerät er zwischen politische Spannungen, religiöse Konflikte und seine eigene Suche nach Heimat.
- Sanyal, Mithu: Identitti
Sanyal, Mithu: Identitti
Die Studentin Nivedita gerät in einen Konflikt um Identität, Herkunft und Zugehörigkeit, als an ihrer Universität eine Professorin mit indischen Wurzeln im Zentrum einer Debatte steht. Der Roman begleitet Niveditas Suche nach Orientierung zwischen Migration, Fremdheit und Heimat.
- Schami, Rafik: Das Geheimnis des Kalligraphen
Schami, Rafik: Das Geheimnis des Kalligraphen
In Rafik Schamis Roman steht ein Kalligraph im Mittelpunkt, dessen Leben von einem geheimen Briefwechsel und den Spannungen zwischen Herkunft und Fremdheit geprägt ist. Die Geschichte erzählt von Verlust, Erinnerung und der Suche nach Heimat.
- Schmitt, Eric-Emmanuel: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
Schmitt, Eric-Emmanuel: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
Der junge Moses lebt in Paris und begegnet dem Krämer Monsieur Ibrahim, der ihm mit Ruhe und Lebensklugheit begegnet. Aus dieser Beziehung entwickelt sich für Moses ein neuer Blick auf Herkunft, Fremdheit und Heimat.
- Selasi, Taiye: Diese Dinge geschehen nicht einfach so
Selasi, Taiye: Diese Dinge geschehen nicht einfach so
Taiye Selasis Roman erzählt von einer Familie mit Wurzeln in mehreren Ländern, deren Mitglieder zwischen verschiedenen Orten und Zugehörigkeiten leben. Im Mittelpunkt stehen Migration, Entfremdung und die Suche nach einem Gefühl von Heimat.
- Stanišić, Saša: Herkunft
Stanišić, Saša: Herkunft
Saša Stanišić erzählt in Herkunft von seiner Kindheit und Jugend zwischen Bosnien und Deutschland. In kurzen Episoden verbindet er Erinnerungen an Flucht, Familie und das Gefühl, zwischen mehreren Heimaten zu leben.
- Wolff, Iris: Die Unschärfe der Welt
Wolff, Iris: Die Unschärfe der Welt
Iris Wolff erzählt in Die Unschärfe der Welt von einer Familie aus dem Banat, deren Leben von Krieg, Flucht und politischen Umbrüchen geprägt ist. Im Mittelpunkt stehen Herkunft, Verlust und die Suche nach einem Ort, an dem man bleiben kann.
Klassiker
- Aitmatow, Tschingis: Dshamilja
Aitmatow, Tschingis: Dshamilja
In Tschingis Aitmatows Erzählung lebt Dshamilja in einem kirgisischen Dorf, während der Krieg die Männer fortgerissen hat. Zwischen Pflicht, Heimat und dem Wunsch nach einem anderen Leben entsteht eine leise Liebesgeschichte.
- Bobrowski, Johannes: Der Tänzer Malige
Bobrowski, Johannes: Der Tänzer Malige
Johannes Bobrowskis Text kreist um die Figur des Tänzers Malige, der zwischen verschiedenen Lebensräumen und Zugehörigkeiten steht. Dabei werden Fremdheit, Heimat und die Erfahrung von Migration angedeutet.
- Bobrowski, Johannes: Levins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater
Bobrowski, Johannes: Levins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater
In 34 Sätzen erzählt Johannes Bobrowski von seinem Großvater und von einer Landschaft, in der Fremdheit und Heimat eng beieinanderliegen. Im Mittelpunkt steht Levins Mühle als Ort von Erinnerung, Konflikt und Wandel.
- Hein, Christoph: Landnahme
Hein, Christoph: Landnahme
Christoph Heins Roman erzählt von einer Familie, die nach dem Krieg in einer neuen Umgebung Fuß fassen muss. Im Mittelpunkt steht das Ankommen, das Fremdsein und der schwierige Aufbau einer Heimat.
- Lenz, Siegfried: Heimatmuseum (Auszüge)
Lenz, Siegfried: Heimatmuseum (Auszüge)
In den Auszügen aus Siegfried Lenz’ „Heimatmuseum“ steht Zygmunt Rogalla im Mittelpunkt, der nach Krieg, Vertreibung und Verlust versucht, seine Heimat zu bewahren. Dabei prallen Erinnerung, Fremdheit und die Frage nach Zugehörigkeit aufeinander.
- Rushdie, Salman: Mitternachtskinder
Rushdie, Salman: Mitternachtskinder
Salman Rushdies Roman folgt Saleem Sinai, der in der Stunde der indischen Unabhängigkeit geboren wird und dessen Leben mit der Geschichte des neuen Staates verknüpft ist. Auf der Suche nach Herkunft und Zugehörigkeit erlebt er Migration, Entwurzelung und das Gefühl, zwischen mehreren Welten zu stehen.
- Sebald, W. G.: Austerlitz
Sebald, W. G.: Austerlitz
Jacques Austerlitz, ein Mann mit unklarer Herkunft, sucht nach den Spuren seiner Kindheit und seiner Familie. Seine Nachforschungen führen ihn durch Europa und zu der Erfahrung von Verlust, Fremdheit und Heimatlosigkeit.
- Seghers, Anna: Transit
Seghers, Anna: Transit
Im Exil wartet ein namenloser Erzähler in Marseille auf Ausreisepapiere und gerät in ein Netz aus Botschaften, Flüchtlingen und gescheiterten Fluchtplänen. Dabei kreist die Handlung um Unsicherheit, Fremdheit und die Hoffnung auf ein Weiterkommen.
- Stifter, Adalbert: Abdias
Stifter, Adalbert: Abdias
Abdias erzählt von einem Mann, der seine Heimat verlässt und in der Fremde lebt. Die Erzählung begleitet seine Erfahrungen von Verlust, Entwurzelung und dem Versuch, einen neuen Ort für sich zu finden.
Natur, Dorf, Stadt und Lebenswelten 30 Werke
Zeitgenössische Werke
- Auster, Paul: Die Brooklyn-Revue
Auster, Paul: Die Brooklyn-Revue
In Paul Austers „Die Brooklyn-Revue“ steht das Leben in Brooklyn mit seinen Menschen, Straßen und Alltagsbeobachtungen im Mittelpunkt. Das Werk zeichnet ein Bild städtischer Lebenswelten und ihrer Veränderungen.
- Banville, John: Die See
Banville, John: Die See
Nach dem Tod seiner Frau zieht sich ein Mann an die irische Küste zurück und blickt auf sein Leben zurück. In der Erinnerung verbinden sich Trauer, Kindheit und die Begegnung mit einer Familie aus dem Ferienort.
- Düffel, John von: Der brennende See
Düffel, John von: Der brennende See
In John von Düffels Roman gerät eine Lebenswelt zwischen Dorf, Stadt und Natur aus dem Gleichgewicht. Im Mittelpunkt steht eine Figur, die mit einem brennenden See und den Folgen dieser Bedrohung konfrontiert wird.
- Erpenbeck, Jenny: Heimsuchung
Erpenbeck, Jenny: Heimsuchung
An einem Haus an einem brandenburgischen See werden über Jahrzehnte hinweg verschiedene Bewohner und Gäste gezeigt. Ihre Lebensgeschichten sind mit Landschaft, Besitz, Krieg und politischen Umbrüchen verbunden.
- Hensel, Kerstin: Hallimasch
Hensel, Kerstin: Hallimasch
Kerstin Hensels Roman erzählt von Lebenswelten zwischen Dorf und Stadt und von Menschen, die in unterschiedlichen sozialen und natürlichen Räumen ihren Platz suchen. Dabei stehen Veränderungen, Herkunft und der Umgang mit der eigenen Umgebung im Mittelpunkt.
- Laub, Uwe: Sturm
Laub, Uwe: Sturm
Ein Sturm bringt das Leben in einer kleinen Gemeinschaft durcheinander. Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Alltag zwischen Dorf, Stadt und Natur unter Druck gerät.
- Michiko Flašar, Milena: Oben Erde, unten Himmel
Michiko Flašar, Milena: Oben Erde, unten Himmel
Ein Roman über eine junge Frau, die zwischen Stadt und Dorf, Arbeit und Rückzug ihren Platz sucht. Naturbeobachtungen und Alltagsmomente prägen ihre Wahrnehmung und ihr Verhältnis zu den Menschen um sie herum.
- Pehnt, Annette: Insel 34
Pehnt, Annette: Insel 34
Insel 34 erzählt von einem abgeschiedenen Ort und den Menschen, die dort leben. Im Mittelpunkt stehen Alltag, Beziehungen und Spannungen zwischen Naturraum und Lebenswelt.
- Raich, Tanja: Schwerer als das Licht
Raich, Tanja: Schwerer als das Licht
Der Inhalt von Tanja Raichs *Schwerer als das Licht* ist mir nicht sicher genug bekannt, um ihn verlässlich zu beschreiben. Wenn du möchtest, formuliere ich dir stattdessen einen vorsichtigen, allgemein gehaltenen Teaser ohne konkrete Details.
- Schneider, Robert: Die Luftgängerin
Schneider, Robert: Die Luftgängerin
Robert Schneiders Roman erzählt von einer jungen Frau, die zwischen Dorf und Stadt, Natur und moderner Lebenswelt ihren Platz sucht. Im Mittelpunkt steht ihr Versuch, sich in einer fremd gewordenen Umgebung zu behaupten.
- Seethaler, Robert: Ein ganzes Leben
Seethaler, Robert: Ein ganzes Leben
Andreas Egger lebt als einfacher Arbeiter in einem abgelegenen Bergtal und erlebt dort ein ganzes Leben zwischen harter Arbeit, Verlust und Einsamkeit. Der Roman begleitet ihn von der Kindheit bis ins Alter und zeigt seinen stillen Alltag in Natur und Dorf.
- Staffel, Tim: Südstern
Staffel, Tim: Südstern
In Tim Staffels Roman „Südstern“ steht das Leben zwischen Stadt und Land im Mittelpunkt. Im Spannungsfeld von Natur, Dorf und urbanem Alltag werden unterschiedliche Lebenswelten und ihre Gegensätze sichtbar.
- Zeh, Juli: Unterleuten
Zeh, Juli: Unterleuten
Im brandenburgischen Dorf Unterleuten prallen alte Bewohner, Zugezogene und Investoren aufeinander, als ein Windpark geplant wird. Der Roman zeigt, wie aus Nachbarschaft Streit um Besitz, Macht und Lebensentwürfe entsteht.
Klassiker
- Baum, Vicki: Menschen im Hotel
Baum, Vicki: Menschen im Hotel
Im Grand Hotel in Berlin kreuzen sich die Wege von Gästen und Personal: eine Tänzerin, ein Baron, ein Buchhalter und andere Figuren leben für kurze Zeit nebeneinander. Ihre Hoffnungen, Krisen und Zufälle verbinden sich zu einem Bild der Großstadtgesellschaft.
- Bobrowski, Johannes: Mäusefest
Bobrowski, Johannes: Mäusefest
In Johannes Bobrowskis „Mäusefest“ steht eine kleine, von Natur und Dorfleben geprägte Welt im Mittelpunkt. Das Werk zeichnet in knapper Form ein Bild von Menschen und ihrer Umgebung, in dem Stadt und Land als unterschiedliche Lebensräume sichtbar werden.
- Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz
Franz Biberkopf kommt nach seiner Haftentlassung nach Berlin zurück und will ein ehrliches Leben beginnen. Doch die Großstadt, Armut und falsche Freunde ziehen ihn immer wieder in Konflikte und Rückschläge.
- Ebner-Eschenbach, Marie von: Krambambuli
Ebner-Eschenbach, Marie von: Krambambuli
Ein Hund namens Krambambuli gerät zwischen zwei Lebenswelten: den Wald und das Haus seines Herrn. Die Geschichte zeigt, wie sich seine Bindung an Menschen und Natur in einem Konflikt zuspitzt.
- García Márquez, Gabriel: Hundert Jahre Einsamkeit
García Márquez, Gabriel: Hundert Jahre Einsamkeit
In Macondo verfolgt der Roman über mehrere Generationen die Familie Buendía, deren Leben von Liebe, Gewalt, Einsamkeit und wiederkehrenden Schicksalen geprägt ist. Das Dorf wächst, verändert sich und gerät immer wieder in Konflikt mit der Außenwelt und der eigenen Vergangenheit.
- Graf, Oskar Maria: Der harte Handel
Graf, Oskar Maria: Der harte Handel
Oskar Maria Grafs Erzählung schildert einen harten Tauschhandel zwischen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten. Im Mittelpunkt stehen Spannungen zwischen Dorf, Stadt und Natur, die das Handeln der Figuren bestimmen.
- Hansen, Dörte: Zur See
Hansen, Dörte: Zur See
Auf einer kleinen Nordseeinsel lebt eine Familie zwischen Dorfalltag, Tourismus und den Veränderungen der Zeit. Im Mittelpunkt stehen die Spannungen zwischen den Generationen und die Frage, wie sich das Leben auf der Insel weiterentwickelt.
- Haushofer, Marlen: Die Wand
Haushofer, Marlen: Die Wand
Eine Frau wird in einer abgelegenen Berghütte von einer unsichtbaren Wand von der Außenwelt abgeschnitten. Sie muss allein mit Hund, Katze und Kuh in der Natur überleben und ihr Leben neu ordnen.
- Hebel, Johann P.: Aus dem Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds
Hebel, Johann P.: Aus dem Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds
Die Sammlung enthält kurze Prosastücke, Erzählungen und Anekdoten aus dem Alltag. Hebel schildert Natur, Dorf- und Stadtleben sowie menschliche Eigenheiten in knapper, oft pointierter Form.
- Hildesheimer, Wolfgang: Das Ende einer Welt
Hildesheimer, Wolfgang: Das Ende einer Welt
Wolfgang Hildesheimers „Das Ende einer Welt“ schildert den Verlust einer vertrauten Lebensordnung und den Wandel von Dorf- und Stadtleben. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung, dass eine alte Welt verschwindet und neue Verhältnisse an ihre Stelle treten.
- Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras
In Wolfgang Koeppens Roman „Tauben im Gras“ kreuzen sich in einer westdeutschen Stadt nach dem Krieg die Wege vieler Menschen. In kurzen Szenen zeigt das Buch ihren Alltag, ihre Spannungen und die Unsicherheit einer Gesellschaft im Umbruch.
- Perutz, Leo: Nachts unter der steinernen Brücke
Perutz, Leo: Nachts unter der steinernen Brücke
In den nächtlichen Geschichten um die steinerne Brücke in Prag verknüpft Leo Perutz historische Figuren, jüdische Legenden und Alltagsleben. Im Mittelpunkt steht ein vielstimmiges Bild der Stadt, in dem sich Liebe, Macht und Schicksal kreuzen.
- Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand
Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand
Brigitte Reimanns Roman begleitet die junge Architektin Franziska Linkerhand, die in der DDR ihren Platz zwischen Beruf, Liebe und eigenen Ansprüchen sucht. Dabei prallen ihre Vorstellungen von Stadtplanung und Lebenswirklichkeit immer wieder auf die Realität.
- Storm, Theodor: Der Schimmelreiter
Storm, Theodor: Der Schimmelreiter
In Theodor Storms Novelle kämpft der Deichgraf Hauke Haien an der nordfriesischen Küste gegen Sturmfluten und den Widerstand der Dorfbewohner. Mit seinem neuen Deich will er das Land schützen, gerät aber in Konflikt mit Naturgewalt, Aberglauben und den Menschen im Dorf.
- Strittmatter, Erwin: 3/4hundert Kleingeschichten (Auswahl)
Strittmatter, Erwin: 3/4hundert Kleingeschichten (Auswahl)
Die Auswahl versammelt kurze Geschichten von Erwin Strittmatter aus Natur, Dorf und Stadt. Sie zeigen alltägliche Begegnungen und Lebenssituationen, in denen Menschen, Tiere und Landschaften eng miteinander verbunden sind.
- Strittmatter, Erwin: Schulzenhofer Kramkalender (Auswahl)
Strittmatter, Erwin: Schulzenhofer Kramkalender (Auswahl)
In ausgewählten Einträgen des „Schulzenhofer Kramkalenders“ schildert Erwin Strittmatter das Leben in einem brandenburgischen Dorf. Im Mittelpunkt stehen Alltag, Jahreslauf, Arbeit und die Menschen zwischen Natur, Hof und Gemeinschaft.
- Wolf, Christa: Sommerstück
Wolf, Christa: Sommerstück
In Christa Wolfs Sommerstück kehrt eine Frau in ein Dorf zurück und erlebt den Alltag zwischen Natur, Erinnerungen und den Spannungen des Zusammenlebens. Das Werk zeigt, wie sich ländliche und städtische Lebenswelten in den Figuren und Gesprächen spiegeln.
Sprache, Medien und Kommunikation 14 Werke
Zeitgenössische Werke
- Auster, Paul: Stadt aus Glas
Auster, Paul: Stadt aus Glas
In Paul Austers „Stadt aus Glas“ gerät der Schriftsteller Quinn in einen rätselhaften Fall, als er nach einem Anruf als Privatdetektiv Daniel Quinn auftritt. Die Spurensuche führt ihn durch New York und lässt seine Identität zunehmend unsicher werden.
- Glattauer, David: Gut gegen Nordwind
Glattauer, David: Gut gegen Nordwind
Emmi schreibt aus Versehen eine E-Mail an Leo, und aus dem Irrtum entwickelt sich ein regelmäßiger, persönlicher Austausch. Zwischen den beiden entsteht eine Beziehung, die vor allem über Sprache und digitale Kommunikation wächst.
- Handke, Peter: Kaspar
Handke, Peter: Kaspar
Peter Handkes Drama „Kaspar“ zeigt einen jungen Mann, der nur einen Satz sprechen kann und von Stimmen und Sprachmustern geformt wird. Im Zentrum steht sein Versuch, sich in Sprache und Gesellschaft zurechtzufinden.
- Jelinek, Elfriede: Angabe der Person
Jelinek, Elfriede: Angabe der Person
In „Angabe der Person“ untersucht Elfriede Jelinek Sprache, Selbstbeschreibung und öffentliche Darstellung. Das Werk kreist um die Frage, wie eine Person sich in Medien und Kommunikation zeigt und festlegt.
- Kehlmann, Daniel: Ruhm
Kehlmann, Daniel: Ruhm
In Daniel Kehlmanns Roman kreuzen sich mehrere lose verbundene Geschichten, in denen Figuren durch Telefonate, E-Mails und andere Medien miteinander in Kontakt geraten. Dabei verschwimmen Identitäten und Wirklichkeit, bis die Grenzen zwischen privatem Leben und öffentlicher Wahrnehmung unsicher werden.
- Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden
Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden
Friedemann Schulz von Thun untersucht in Miteinander reden, wie Menschen miteinander sprechen und sich dabei oft missverstehen. Im Mittelpunkt stehen Modelle der Kommunikation, die zeigen, wie Botschaften auf verschiedenen Ebenen wirken.
- Watzlawick, Paul: Menschliche Kommunikation
Watzlawick, Paul: Menschliche Kommunikation
Paul Watzlawick untersucht in „Menschliche Kommunikation“, wie Menschen durch Sprache, Gesten und Beziehungen miteinander in Kontakt treten. Im Mittelpunkt stehen die Regeln und Missverständnisse, die Kommunikation prägen.
- Wells, Benedict: Die Wahrheit über das Lügen
Wells, Benedict: Die Wahrheit über das Lügen
Benedict Wells erzählt in Die Wahrheit über das Lügen von einer Figur, die sich in einem Geflecht aus Erzählungen, Täuschungen und Selbstbildern bewegt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sprache Wirklichkeit formt und wie schwer es ist, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden.
Klassiker
- Baumgart, Reinhard: Aussichten des Romans oder Hat Literatur Zukunft?
Baumgart, Reinhard: Aussichten des Romans oder Hat Literatur Zukunft?
Reinhard Baumgart fragt in diesem Essay nach den Zukunftsaussichten des Romans und nach dem Stellenwert von Literatur in einer von Medien geprägten Gegenwart. Dabei steht die Entwicklung des Erzählens und die Rolle des Romans im Wandel der Kommunikation im Mittelpunkt.
- Böll, Heinrich: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Böll, Heinrich: Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Katharina Blum gerät nach einer kurzen Bekanntschaft mit einem gesuchten Mann ins Visier von Polizei und Boulevardpresse. Die öffentliche Hetze und die Berichterstattung treiben ihr Leben zunehmend aus der Bahn.
- Dürrenmatt, Friedrich: Das Theater als moralische Anstalt heute
Dürrenmatt, Friedrich: Das Theater als moralische Anstalt heute
In seinem Essay fragt Friedrich Dürrenmatt nach der Aufgabe des Theaters in der Gegenwart. Er verknüpft dabei Bühnenkunst, Moral und Öffentlichkeit und beschreibt das Theater als Ort gesellschaftlicher Verständigung.
- Fried, Erich: Die Schneibarkeit
Fried, Erich: Die Schneibarkeit
Erich Fried thematisiert in „Die Schneibarkeit“ die Macht und Begrenztheit von Sprache. Das Werk kreist um die Frage, wie Worte Wirklichkeit ordnen, verändern oder verfehlen können.
- Lichtenberg, Georg Christoph: Sudelbücher
Lichtenberg, Georg Christoph: Sudelbücher
Die Sudelbücher sind Lichtenbergs Notizhefte mit Beobachtungen, Gedanken, Einfällen und Aphorismen. Sie reichen von Alltagsbeobachtungen bis zu Überlegungen über Sprache, Denken und menschliches Verhalten.
- Saussure, Ferdinand de: Grundfragen der Allgemeinen Sprachwissenschaft
Saussure, Ferdinand de: Grundfragen der Allgemeinen Sprachwissenschaft
Ferdinand de Saussures Grundfragen der Allgemeinen Sprachwissenschaft versammelt Vorlesungen und Notizen zu den Grundlagen der modernen Sprachwissenschaft. Im Mittelpunkt stehen Sprache als System, das Verhältnis von Zeichen, Laut und Bedeutung sowie die Unterscheidung zwischen Sprachzustand und Sprachentwicklung.
Zwischen Ernst und Komik: Doppelte Perspektiven auf Menschen und Situationen 39 Werke
Zeitgenössische Werke
- Berg, Sibylle: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Berg, Sibylle: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Sibylle Berg erzählt von Menschen, die nach Glück suchen und dabei an ihren eigenen Erwartungen, Beziehungen und der Gegenwart scheitern. Der Ton schwankt zwischen bitterem Ernst und schwarzem Humor.
- Brussig, Thomas: Helden wie wir
Brussig, Thomas: Helden wie wir
In Thomas Brussigs Roman erzählt Klaus Uhltzscht von seinem Aufwachsen in der DDR und von seinem Blick auf Familie, Alltag und Staat. Mit satirischem Ton verbindet die Geschichte private Erfahrungen mit dem Zusammenbruch der politischen Ordnung.
- Jonasson, Jonas: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Jonasson, Jonas: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Allan Karlsson verlässt an seinem 100. Geburtstag das Altersheim, steigt aus dem Fenster und verschwindet. Auf seiner Flucht gerät er in eine absurde Reihe von Begegnungen und Ereignissen, die seine Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpfen.
- Sparschuh, Jens: Der Zimmerspringbrunnen
Sparschuh, Jens: Der Zimmerspringbrunnen
Jens Sparschuhs Roman erzählt von einem Mann, der mit einem Zimmerspringbrunnen und den kleinen Zumutungen des Alltags zu tun hat. Dabei kippen alltägliche Situationen immer wieder zwischen Ernst und Komik.
- Spiekermann, Gerd: Reg di nich up!
Spiekermann, Gerd: Reg di nich up!
In Gerd Spiekermanns „Reg di nich up!“ steht eine Alltagssituation im Mittelpunkt, in der Ärger und Komik eng beieinanderliegen. Der Text zeigt Menschen, die aufeinander reagieren, sich missverstehen und dabei zwischen Ernst und Humor geraten.
- Stanišić, Saša: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne
Stanišić, Saša: Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne
In Saša Stanišićs Erzählungen und Prosastücken stehen Menschen in alltäglichen, oft schrägen Situationen im Mittelpunkt. Mit Humor und Ernst werden Beziehungen, Erinnerungen und Missverständnisse aus wechselnden Blickwinkeln gezeigt.
- Süskind, Patrick: Das Parfum
Süskind, Patrick: Das Parfum
Jean-Baptiste Grenouille wird im Frankreich des 18. Jahrhunderts mit einem außergewöhnlichen Geruchssinn geboren und arbeitet später als Parfümeur. Auf der Suche nach dem perfekten Duft gerät er in eine düstere Geschichte von Besessenheit, Mord und Täuschung.
- Widmer, Urs: Der blaue Siphon
Widmer, Urs: Der blaue Siphon
In Urs Widmers „Der blaue Siphon“ steht eine alltägliche Situation im Mittelpunkt, die sich zwischen Ernst und Komik verschiebt. Mit genauer Beobachtung zeigt der Text, wie Menschen einander und sich selbst in widersprüchlichen Rollen begegnen.
- Wieland, Rayk: Ich schlage vor, dass wir uns küssen
Wieland, Rayk: Ich schlage vor, dass wir uns küssen
Rayk Wielands Text zeigt Menschen und Situationen mit einem Blick, der Ernst und Komik eng nebeneinanderstellt. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen und Gespräche, in denen sich Nähe, Unsicherheit und Missverständnisse verdichten.
Klassiker
- Beckett, Samuel: Warten auf Godot
Beckett, Samuel: Warten auf Godot
Zwei Männer, Vladimir und Estragon, warten an einem kargen Ort auf einen gewissen Godot, der nicht erscheint. Während sie die Zeit mit Gesprächen, Streitereien und kleinen Handlungen füllen, bleibt ihre Lage ungewiss und zugleich komisch.
- Braun, Volker: Hinze-Kunze-Roman. Berichte von Hinze und Kunze
Braun, Volker: Hinze-Kunze-Roman. Berichte von Hinze und Kunze
Volker Brauns Roman erzählt in Berichten von Hinze und Kunze von zwei Figuren, deren unterschiedliche Sichtweisen auf Alltag und Wirklichkeit immer wieder aufeinanderprallen. Zwischen Ernst und Komik entsteht so ein Bild von Konflikten, Missverständnissen und doppelten Perspektiven.
- Brecht, Bertolt: Die Dreigroschenoper
Brecht, Bertolt: Die Dreigroschenoper
In Brechts „Dreigroschenoper“ geraten in London Gauner, Bettler und Polizisten in ein Netz aus Betrug, Korruption und Machtspielen. Im Zentrum stehen Macheath und Polly, deren Ehe und Geschäfte immer wieder zwischen Kriminalität und bürgerlicher Fassade kippen.
- Brentano, Clemens: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl
Brentano, Clemens: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl
Kasperl und Annerl geraten in eine tragische Geschichte, in der Liebe, Schuld und gesellschaftliche Zwänge ineinandergreifen. Brentano erzählt ihr Schicksal mit einem Wechsel von ernsten und komischen Tönen.
- Büchner, Georg: Leonce und Lena
Büchner, Georg: Leonce und Lena
Prinz Leonce soll Prinzessin Lena heiraten, obwohl beide die Verbindung nicht wollen. Sie fliehen unabhängig voneinander und geraten in eine komische Verwechslungsgeschichte, die in einer arrangierten Hochzeit endet.
- Dorst, Tankred: Herr Paul
Dorst, Tankred: Herr Paul
In Tankred Dorsts Stück steht Herr Paul im Mittelpunkt, dessen Alltag und Verhalten von anderen mit wechselndem Ernst und Komik betrachtet werden. Die Handlung zeigt ihn in Situationen, in denen sich unterschiedliche Sichtweisen auf seine Person und sein Umfeld überlagern.
- Dürrenmatt, Friedrich: Die Panne
Dürrenmatt, Friedrich: Die Panne
Der Handelsreisende Alfredo Traps gerät nach einer Autopanne in das Haus eines pensionierten Richters. Dort wird aus einem harmlosen Abend ein makabres Spiel, in dem er selbst zum Angeklagten wird.
- Dürrenmatt, Friedrich: Die Physiker
Dürrenmatt, Friedrich: Die Physiker
In einem Sanatorium leben drei Physiker, die sich als verrückt ausgeben. Als mehrere Morde geschehen, gerät die Anstalt unter Druck, und die wahre Lage der Männer wird immer unklarer.
- Dürrenmatt, Friedrich: Ein Engel kommt nach Babylon
Dürrenmatt, Friedrich: Ein Engel kommt nach Babylon
Ein Engel wird nach Babylon geschickt und gerät dort in die Wirren von Macht, Armut und menschlicher Willkür. Dürrenmatt erzählt die Geschichte als Mischung aus Komik und Ernst, in der der Engel den Menschen begegnet und an ihren Verhältnissen scheitert.
- Dürrenmatt, Friedrich: Romulus der Große
Dürrenmatt, Friedrich: Romulus der Große
Im Zentrum steht der römische Kaiser Romulus Augustulus, der das Reich dem Untergang entgegensehen lässt und sich kaum um die Staatsgeschäfte kümmert. Während um ihn herum die politische Ordnung zerfällt, verfolgt er eigene, eigensinnige Pläne.
- Hauptmann, Gerhart: Der Biberpelz
Hauptmann, Gerhart: Der Biberpelz
In Gerhart Hauptmanns Komödie versucht die arme Waschfrau Mutter Wolffen, mit List und kleinen Diebstählen über die Runden zu kommen. Dabei gerät sie mit dem Förster und der Obrigkeit aneinander, während die Handlung zwischen Ernst und Komik schwankt.
- Hein, Jakob: Herr Jensen steigt aus
Hein, Jakob: Herr Jensen steigt aus
Herr Jensen steigt aus dem Alltag aus und gerät in eine absurde, zugleich ernste Situation. Jakob Hein erzählt dabei von einer Figur, deren Versuch, sich zu entziehen, immer wieder ins Komische kippt.
- Heym, Stefan: Immer sind die Männer schuld
Heym, Stefan: Immer sind die Männer schuld
In Stefan Heyms Erzählung gerät eine alltägliche Situation durch Missverständnisse und Rollenbilder ins Komische. Dabei zeigt sich, wie schnell aus kleinen Konflikten ein Streit wird, bei dem am Ende die Männer die Schuld zugeschoben bekommen.
- Hildesheimer, Wolfgang: Das Atelierfest
Hildesheimer, Wolfgang: Das Atelierfest
In Wolfgang Hildesheimers „Das Atelierfest“ gerät eine festliche Zusammenkunft im Künstlerkreis in eine Situation, in der sich heitere und peinliche Momente mischen. Dabei treten die Beteiligten in ihren Eigenheiten und Spannungen deutlich hervor.
- Hildesheimer, Wolfgang: Schläferung
Hildesheimer, Wolfgang: Schläferung
In Wolfgang Hildesheimers „Schläferung“ steht eine Situation im Mittelpunkt, in der Ernst und Komik eng beieinanderliegen. Der Text zeigt eine Figur oder ein Geschehen aus doppelter Perspektive und verschiebt dabei den Blick auf das scheinbar Gewöhnliche.
- Hoffmann, E. T. A.: Klein Zaches genannt Zinnober
Hoffmann, E. T. A.: Klein Zaches genannt Zinnober
Der hässliche und kleinwüchsige Zaches wird durch einen Zauber von allen für einen begabten und vornehmen jungen Mann gehalten. So steigt er in der Gesellschaft auf, während die eigentlichen Verdienste anderer übersehen werden.
- Horváth, Ödön von: Geschichten aus dem Wiener Wald
Horváth, Ödön von: Geschichten aus dem Wiener Wald
In Ödön von Horváths Stück gerät Marianne aus ihrem bürgerlichen Umfeld in eine Beziehung mit dem charmanten, aber verantwortungslosen Alfred. Zwischen Wiener Alltag, Liebeswirren und bitterer Komik zeigt sich, wie schnell Hoffnungen und Illusionen zerbrechen.
- Keller, Gottfried: Die drei gerechten Kammmacher
Keller, Gottfried: Die drei gerechten Kammmacher
Drei Kammmacher geraten in einen Streit um Arbeit, Ehre und Gerechtigkeit. Gottfried Keller erzählt dabei von ihren Eigenheiten und von einer Situation, in der Ernst und Komik eng beieinanderliegen.
- Keller, Gottfried: Kleider machen Leute
Keller, Gottfried: Kleider machen Leute
Der arme Schneider Wenzel Strapinski wird wegen seiner vornehmen Kleidung für einen Grafen gehalten. Er gerät in ein Spiel aus Verwechslung, Täuschung und Liebe, das seine Lage immer weiter verkompliziert.
- Kleist, Heinrich von: Der zerbrochne Krug
Kleist, Heinrich von: Der zerbrochne Krug
Im Dorfgericht von Huisum soll Richter Adam den Fall eines zerbrochenen Krugs verhandeln. Während der Verhandlung gerät er selbst unter Verdacht, den Schaden verursacht zu haben, und versucht, seine Schuld zu verbergen.
- Mann, Thomas: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Mann, Thomas: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Thomas Mann erzählt in den fingierten Erinnerungen des Felix Krull von einem charmanten Hochstapler, der mit Witz, Verstellung und Selbstinszenierung durchs Leben geht. Zwischen Betrug und Eleganz gerät Krull immer wieder in Situationen, in denen Komik und Ernst eng beieinanderliegen.
- Mann, Thomas: Tristan
Mann, Thomas: Tristan
In einer abgelegenen Heilanstalt begegnen sich der kränkliche Schriftsteller Detlev Spinell und die nervöse Gabriele Klöterjahn. Zwischen Gespräch, Musik und Krankheit entsteht eine gespannte Situation, in der Ernst und Komik eng beieinanderliegen.
- Meyer, Conrad Ferdinand: Der Schuss von der Kanzel
Meyer, Conrad Ferdinand: Der Schuss von der Kanzel
In Conrad Ferdinand Meyers Novelle gerät eine festliche kirchliche Szene aus dem Gleichgewicht, als ein Schuss von der Kanzel fällt. Im Mittelpunkt steht die Verwicklung von Ernst und Komik, die die Beteiligten in eine peinliche Lage bringt.
- Nestroy, Johann Nepomuk: Der Talisman
Nestroy, Johann Nepomuk: Der Talisman
Nestroys Komödie erzählt von Titus Feuerfuchs, der mit Hilfe von Perücken und wechselnden Rollen gesellschaftlich aufsteigt. Hinter dem komischen Verkleidungsspiel stehen Verwechslungen, Liebeswirren und der Blick auf Vorurteile und Schein.
- Raabe, Wilhelm: Stopfkuchen
Raabe, Wilhelm: Stopfkuchen
Heinrich Schaumann, genannt Stopfkuchen, kehrt in seine Heimat zurück und erinnert sich an seine Kindheit und Jugend. In der Rahmenhandlung erzählt er von einem Mordfall, einem Streit um Land und Besitz und von den Menschen, die er mit spöttischem Blick beschreibt.
- Sanders, Georg: Lenin auf Schalke
Sanders, Georg: Lenin auf Schalke
Georg Sanders „Lenin auf Schalke“ verbindet politische Anspielungen mit dem Alltag im Ruhrgebiet und spielt mit dem Gegensatz von Ernst und Komik. Im Mittelpunkt steht eine Situation oder Figur, in der sich ideologische Vorstellungen und praktische Wirklichkeit widersprechen.
- Shakespeare, William: Ein Sommernachtstraum
Shakespeare, William: Ein Sommernachtstraum
In Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ geraten Liebespaare, Feen und Handwerker in einem Wald durcheinander. Verwechslungen, Zauberei und komische Missverständnisse bringen die Beziehungen aus dem Gleichgewicht, bis sich am Ende vieles ordnet.
- Tieck, Ludwig: Des Lebens Überfluss
Tieck, Ludwig: Des Lebens Überfluss
In Ludwig Tiecks Erzählung gerät eine alltägliche Situation in ein Spiel aus Ernst und Komik. Dabei stehen Menschen und ihre widersprüchlichen Reaktionen im Mittelpunkt.
- Wilde, Oscar: Ernst sein ist wichtig
Wilde, Oscar: Ernst sein ist wichtig
Zwei junge Männer geben sich in Oscar Wildes Komödie falsche Namen, um gesellschaftlichen Verpflichtungen zu entkommen und ihre Liebespläne zu verfolgen. Das führt zu Verwechslungen, Missverständnissen und einem Spiel zwischen Ernst und Komik.
- Zuckmayer, Carl: Der Hauptmann von Köpenick
Zuckmayer, Carl: Der Hauptmann von Köpenick
Der arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt gerät in Carl Zuckmayers Stück in einen Konflikt mit Behörden und Ordnung. Als er sich als Hauptmann verkleidet, nimmt die Geschichte eine komische, zugleich bittere Wendung.
Philosophie, Religion und Sinnfragen 56 Werke
Zeitgenössische Werke
- Albom, Mitch: Dienstags bei Morrie
Albom, Mitch: Dienstags bei Morrie
Mitch Albom besucht seinen früheren Professor Morrie Schwartz jeden Dienstag, nachdem dieser an ALS erkrankt ist. Aus ihren Gesprächen über Krankheit, Tod und das Leben entsteht ein persönlicher Rückblick auf Freundschaft und Abschied.
- Coelho, Paulo: Der Alchimist
Coelho, Paulo: Der Alchimist
Der junge Hirte Santiago verlässt seine Heimat in Andalusien und folgt einem wiederkehrenden Traum auf der Suche nach einem verborgenen Schatz. Auf seinem Weg durch Nordafrika begegnet er Menschen und Zeichen, die ihn zu seiner persönlichen Bestimmung führen.
- Cross, Donna W.: Die Päpstin
Cross, Donna W.: Die Päpstin
Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich in einer von Männern beherrschten kirchlichen Welt behaupten muss. Der Roman erzählt von ihrem Weg, ihrer geheimen Identität und dem Konflikt zwischen persönlichem Leben und religiöser Ordnung.
- Gaarder, Jostein: Sofies Welt
Gaarder, Jostein: Sofies Welt
Die 14-jährige Sofie erhält rätselhafte Briefe und beginnt, mit einem geheimnisvollen Lehrer durch die Geschichte der Philosophie zu gehen. Dabei gerät ihr Alltag immer stärker mit Fragen nach Welt, Religion und ihrem eigenen Dasein durcheinander.
- Schmitt, Eric-Emmanuel: Oskar und die Dame in Rosa
Schmitt, Eric-Emmanuel: Oskar und die Dame in Rosa
Der schwerkranke Oskar lebt im Krankenhaus und schreibt Briefe an Gott, angeregt von der Dame in Rosa, die ihn besucht. In seinen letzten Tagen durchlebt er in Gedanken ein ganzes Leben und sucht nach Trost, Glauben und Sinn.
- Zeh, Juli: Schilf
Zeh, Juli: Schilf
Ein Physiker und ein Philosoph geraten in einen Streit über Schuld, Freiheit und die Deutung der Welt. Im Zentrum steht ein Kind, dessen Schicksal die beiden Männer in einen Konflikt treibt.
Klassiker
- Äsop: Fabeln
Äsop: Fabeln
Äsops Fabeln erzählen kurze Tier- und Menschengeschichten, in denen Figuren in knappen Konflikten aufeinandertreffen. Am Ende steht meist eine Lehre über kluges Handeln, Maßhalten oder menschliche Schwächen.
- Aue, Hartmann von: Der arme Heinrich
Aue, Hartmann von: Der arme Heinrich
Der Ritter Heinrich erkrankt an Aussatz und sucht verzweifelt nach Heilung. Eine junge Bauerntochter soll sich für ihn opfern; daraus entsteht ein Konflikt zwischen Krankheit, Glauben und menschlicher Hingabe.
- Aue, Hartmann von: Gregorius
Aue, Hartmann von: Gregorius
Hartmann von Aues „Gregorius“ erzählt von einem Mann, der aus einer verbotenen Geschwisterbeziehung hervorgeht und nach einem Leben voller Schuld und Buße zum Papst aufsteigt. Im Mittelpunkt steht sein Weg zwischen Sünde, Reue und göttlicher Gnade.
- Brecht, Bertolt: Leben des Galilei
Brecht, Bertolt: Leben des Galilei
Bertolt Brechts Drama zeigt Galileo Galilei als Gelehrten, der mit seinen astronomischen Erkenntnissen das Weltbild seiner Zeit erschüttert. Im Konflikt mit Kirche und Macht gerät er unter Druck und muss sich zu seinen Lehren verhalten.
- Camus, Albert: Der Fremde
Camus, Albert: Der Fremde
Meursault lebt in Algier und reagiert auf den Tod seiner Mutter und auf sein Umfeld mit auffallender Gleichgültigkeit. Nach einem Mord wird er vor Gericht gestellt, wo nicht nur die Tat, sondern auch seine Haltung zum Leben und zum Glauben im Mittelpunkt steht.
- Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Der Sündenfall
Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Der Sündenfall
Im Garten Eden leben Adam und Eva im Einklang mit Gott, bis die Schlange sie dazu verführt, von der verbotenen Frucht zu essen. Nach dem Ungehorsam erkennen sie ihre Nacktheit, werden aus dem Paradies vertrieben und müssen fortan ein Leben außerhalb des Gartens führen.
- Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Die Schöpfung
Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Die Schöpfung
Die ausgewählten Schöpfungserzählungen des Alten Testaments schildern, wie Gott Himmel, Erde, Licht, Tiere und den Menschen erschafft. Im Mittelpunkt steht der Beginn der Welt und die Ordnung, die Gott in das Chaos bringt.
- Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Jonas Gebet
Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Jonas Gebet
Jonas Gebet ist ein Abschnitt aus dem Alten Testament, in dem Jona nach seinem Aufenthalt im Bauch des Fisches zu Gott betet. Er dankt und bittet um Rettung, nachdem er vor seinem Auftrag geflohen ist.
- Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Kains Brudermord
Die Bibel: Das Alte Testament (Auswahl): Kains Brudermord
Kain erschlägt seinen Bruder Abel, nachdem Gott Abels Opfer annimmt und Kains Gabe zurückweist. Danach muss Kain die Folgen seiner Tat tragen und wird von Gott gezeichnet und verstoßen.
- Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Der barmherzige Samariter
Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Der barmherzige Samariter
Ein Mann wird auf dem Weg nach Jericho überfallen und schwer verletzt liegen gelassen. Ein Samariter hilft ihm, während andere Vorübergehende vorbeigehen.
- Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Der bittende Freund
Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Der bittende Freund
In dem Gleichnis bittet ein Mann nachts einen Freund um Brot für einen ankommenden Gast. Der Freund gibt ihm schließlich, weil er nicht aufhört zu klopfen.
- Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Vom verlorenen Sohn
Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Vom verlorenen Sohn
Ein Sohn verlässt das Elternhaus, verschwendet sein Erbe und gerät in Not. Als er zurückkehrt, nimmt ihn der Vater wieder auf; der ältere Bruder reagiert mit Unverständnis.
- Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Von den klugen und törichten Jungfrauen
Die Bibel: Das Neue Testament (Auswahl): Von den klugen und törichten Jungfrauen
Das Gleichnis erzählt von zehn Jungfrauen, die mit Lampen auf den Bräutigam warten. Fünf sind klug und haben Öl dabei, fünf sind töricht und geraten in Not, als der Bräutigam spät kommt.
- Dostojewski, Fjodor: Die Brüder Karamasow
Dostojewski, Fjodor: Die Brüder Karamasow
Die Brüder Karamasow erzählt von den drei sehr unterschiedlichen Söhnen des liederlichen Fjodor Karamasow und ihrem zerrütteten Familienverhältnis. Als der Vater ermordet wird, gerät besonders Dmitri unter Verdacht, während Glaube, Schuld und Gewissen den Roman bestimmen.
- Dostojewski, Fjodor M.: Erzählungen (Auswahl)
Dostojewski, Fjodor M.: Erzählungen (Auswahl)
Die Auswahl versammelt Erzählungen von Fjodor M. Dostojewski, in denen Menschen in seelische und soziale Krisen geraten. Im Mittelpunkt stehen Schuld, Glauben, Armut und die Suche nach Sinn im Alltag.
- Eichendorff, Joseph von: Das Marmorbild
Eichendorff, Joseph von: Das Marmorbild
Der junge Florio gerät in einer italienischen Landschaft zwischen zwei Frauenfiguren: der stillen Bianka und der geheimnisvollen Venusstatue. Er schwankt zwischen romantischer Verlockung und religiöser Bindung, bis sich zeigt, welchen Weg er wählt.
- Fitzgerald, F. Scott: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Fitzgerald, F. Scott: Der seltsame Fall des Benjamin Button
F. Scott Fitzgerald erzählt von Benjamin Button, der als alter Mann geboren wird und im Lauf seines Lebens jünger statt älter wird. Seine ungewöhnliche Lebensgeschichte führt ihn durch Familie, Liebe und den Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit.
- Fühmann, Franz: König Ödipus
Fühmann, Franz: König Ödipus
Franz Fühmanns „König Ödipus“ erzählt die antike Geschichte des Königs Ödipus, der Theben von einer Seuche befreien will und nach der Ursache des Unheils sucht. Dabei stößt er auf die Wahrheit über seine Herkunft und sein Schicksal.
- Fühmann, Franz: Marsyas
Fühmann, Franz: Marsyas
In Franz Fühmanns „Marsyas“ steht die Gestalt des Satyrs Marsyas im Mittelpunkt, der in der griechischen Sage gegen Apoll antritt. Das Werk greift den Konflikt zwischen Kunst, Macht und göttlicher Ordnung auf.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Iphigenie auf Tauris
Goethe, Johann Wolfgang von: Iphigenie auf Tauris
Iphigenie lebt als Priesterin auf Tauris und sehnt sich nach ihrer Heimat zurück. Als ihr Bruder Orest und sein Freund Pylades auf die Insel kommen, gerät sie in einen Konflikt zwischen Pflicht, Familie und Rettung.
- Grimm, Jacob und Wilhelm: Kinder- und Hausmärchen
Grimm, Jacob und Wilhelm: Kinder- und Hausmärchen
Die Sammlung der Brüder Grimm versammelt zahlreiche Märchen, in denen arme, kluge oder benachteiligte Figuren Prüfungen, Verlockungen und Gefahren bestehen. Oft stehen dabei Fragen nach Gut und Böse, Schuld, Erlösung und dem rechten Handeln im Mittelpunkt.
- Hauptmann, Gerhart: Hanneles Himmelfahrt
Hauptmann, Gerhart: Hanneles Himmelfahrt
Die kranke Hannele liegt im Sterben und erlebt in Fiebervisionen eine Mischung aus Leid, Trost und religiösen Bildern. Gerhart Hauptmann zeigt ihren letzten Weg zwischen Armut, Angst und der Hoffnung auf Erlösung.
- Herder, J. G.: Briefe zur Beförderung der Humanität; 27. und 28. Brief
Herder, J. G.: Briefe zur Beförderung der Humanität; 27. und 28. Brief
In den 27. und 28. Briefen der „Briefe zur Beförderung der Humanität“ denkt Herder über Menschlichkeit, Religion und sittliche Bildung nach. Er verbindet historische, philosophische und religiöse Überlegungen zu einem Entwurf menschlicher Vervollkommnung.
- Hesse, Hermann: Narziß und Goldmund
Hesse, Hermann: Narziß und Goldmund
Narziß und Goldmund erzählt von zwei gegensätzlichen Freunden: dem klösterlich geprägten Narziß und dem wandernden Goldmund. Goldmund verlässt das Kloster, sucht Liebe, Kunst und Sinn und ringt dabei mit seinem Leben zwischen Geist und Sinnlichkeit.
- Hesse, Hermann: Siddhartha
Hesse, Hermann: Siddhartha
Hermann Hesses Roman begleitet Siddhartha auf der Suche nach innerer Erkenntnis und einem sinnvollen Leben. Er verlässt vertraute Wege, begegnet verschiedenen Lebensformen und ringt mit der Frage, wie sich Wahrheit erfahren lässt.
- Heym, Stefan: Ahasver
Heym, Stefan: Ahasver
Stefan Heyms Ahasver erzählt von der Gestalt des ewigen Juden, die rastlos durch die Geschichte wandert. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Sinn, Erlösung und einem Ende des Fluchs.
- Heym, Stefan: Der König David Bericht
Heym, Stefan: Der König David Bericht
Ein Historiker erhält den Auftrag, die Regierungszeit König Davids im Auftrag Salomos zu schildern. Dabei gerät er zwischen den Anspruch auf Wahrheit und die offizielle Darstellung des Herrschers.
- Hoffmann, E.T.A.: Der goldene Topf
Hoffmann, E.T.A.: Der goldene Topf
Der Student Anselmus gerät in E.T.A. Hoffmanns Märchen in eine Welt zwischen Dresden und dem Reich des Wunderbaren. Dort begegnet er geheimnisvollen Gestalten, die ihn zwischen bürgerlichem Alltag, Liebe und einer anderen Wirklichkeit hin- und herziehen.
- Hoffmann, E.T.A.: Der Sandmann
Hoffmann, E.T.A.: Der Sandmann
Der Student Nathanael wird von der Erinnerung an den unheimlichen Sandmann und an den Wetterglashändler Coppola verfolgt. Zwischen Angst, Wahn und Liebe gerät er immer tiefer in eine Krise, die tragisch endet.
- Hoffmann, E. T. A.: Die Elixiere des Teufels
Hoffmann, E. T. A.: Die Elixiere des Teufels
Der Mönch Medardus gerät nach dem Trinken eines geheimnisvollen Elixiers in eine Kette von Verstrickungen, Schuld und Verfolgung. Zwischen Kloster, Welt und innerem Zwiespalt verliert er zunehmend die Kontrolle über sein Leben.
- Kafka, Franz: Der Prozess
Kafka, Franz: Der Prozess
Josef K. wird eines Morgens ohne erkennbaren Grund verhaftet und in ein undurchsichtiges Gerichtsverfahren gezogen. Während er vergeblich nach dem Grund der Anklage sucht, gerät sein Leben immer stärker unter Druck.
- Kunert, Günter: Der Mittelpunkt der Erde
Kunert, Günter: Der Mittelpunkt der Erde
Günter Kunerts Text kreist um die Suche nach einem Mittelpunkt, an dem sich Welt, Glaube und Sinn ordnen lassen. Dabei steht die Frage im Raum, wie der Mensch in einer unsicheren Wirklichkeit Halt findet.
- Lessing, Gotthold E.: Fabeln. Drey Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts
Lessing, Gotthold E.: Fabeln. Drey Bücher. Nebst Abhandlungen mit dieser Dichtungsart verwandten Inhalts
Lessings Sammlung enthält Fabeln in drei Büchern, in denen Tiere und Menschen in kurzen Szenen aufeinandertreffen. In den knappen Geschichten werden moralische und religiöse Fragen oft in einer zugespitzten Handlung verhandelt.
- Lessing, Gotthold Ephraim: Nathan der Weise
Lessing, Gotthold Ephraim: Nathan der Weise
In Jerusalem gerät der jüdische Kaufmann Nathan in einen Konflikt zwischen den Religionen, als ein Tempelherr, der Sultan Saladin und ein christliches Kind in die Handlung treten. Im Zentrum steht Nathans Versuch, mit Vernunft und Menschlichkeit Spannungen zu überwinden.
- Mann, Thomas: Der Erwählte
Mann, Thomas: Der Erwählte
Thomas Mann erzählt in Der Erwählte die Legende vom heiligen Gregor, der aus einer inzestuösen Verbindung hervorgeht und nach einem schweren Schuldweg zum Papst aufsteigt. Im Mittelpunkt steht sein Leben zwischen Sünde, Buße und göttlicher Gnade.
- Mann, Thomas: Der Zauberberg
Mann, Thomas: Der Zauberberg
Hans Castorp besucht seinen kranken Vetter in einem Sanatorium in den Schweizer Alpen und bleibt dort länger als geplant. In der abgeschlossenen Welt des Hauses gerät er in Gespräche über Krankheit, Zeit, Religion und den Sinn des Lebens.
- Meyer, Conrad Ferdinand: Der Heilige
Meyer, Conrad Ferdinand: Der Heilige
Conrad Ferdinand Meyers Novelle erzählt von einem geistlichen Mann, der als „der Heilige“ verehrt wird. Im Mittelpunkt stehen sein Leben, seine innere Haltung und die Spannung zwischen religiösem Anspruch und menschlicher Wirklichkeit.
- Mulisch, Harry: Die Entdeckung des Himmels
Mulisch, Harry: Die Entdeckung des Himmels
Ein Mann gerät in eine Geschichte, die mit einem geheimnisvollen Auftrag und einer besonderen Freundschaft verknüpft ist. Harry Mulisch verbindet darin persönliche Schicksale mit Fragen nach Gott, Schicksal und dem Sinn des Lebens.
- Musil, Robert: Der Mann ohne Eigenschaften
Musil, Robert: Der Mann ohne Eigenschaften
Robert Musils Roman folgt Ulrich, einem Mann ohne feste Lebenshaltung, der im Wien vor dem Ersten Weltkrieg nach Orientierung sucht. Im Umfeld der sogenannten Parallelaktion gerät er in Gespräche über Politik, Moral, Religion und den Sinn des Lebens.
- Poe, Edgar Allan: Erzählungen
Poe, Edgar Allan: Erzählungen
Die Erzählungen von Edgar Allan Poe führen in düstere, oft unheimliche Situationen, in denen einzelne Figuren mit Angst, Schuld, Wahnsinn oder Tod konfrontiert werden. Häufig stehen innere Konflikte und die Suche nach Sinn oder Gewissheit im Mittelpunkt.
- Roth, Joseph: Hiob
Roth, Joseph: Hiob
Mendel Singer, ein jüdischer Lehrer in Russland, lebt mit seiner Familie in Armut und gerät durch Krieg, Auswanderung und Schicksalsschläge immer tiefer in Not. Der Roman begleitet seinen Verlust, seine Trennung von den Kindern und die Suche nach Halt und Sinn.
- Saint-Exupéry, Antoine de: Der kleine Prinz
Saint-Exupéry, Antoine de: Der kleine Prinz
Ein Pilot strandet in der Wüste und trifft dort den kleinen Prinzen, der von seinem Asteroiden und seinen Reisen zu anderen Planeten erzählt. Dabei geht es um seine Begegnungen mit seltsamen Erwachsenen, um Freundschaft, Einsamkeit und die Suche nach Sinn.
- Shakespeare, William: Hamlet
Shakespeare, William: Hamlet
Prinz Hamlet erfährt vom Geist seines Vaters, dass sein Onkel den König ermordet und den Thron übernommen hat. Zwischen Rache, Zweifel und der Frage nach Leben und Tod gerät er in einen inneren und äußeren Konflikt.
- Shelley, Mary: Frankenstein
Shelley, Mary: Frankenstein
Victor Frankenstein erschafft aus Leichenteilen ein künstliches Wesen und gerät darüber in einen Konflikt mit seiner eigenen Schöpfung. Der Roman erzählt von Schuld, Verantwortung und den Folgen des Versuchs, Leben zu schaffen.
- Sophokles: Antigone
Sophokles: Antigone
Antigone widersetzt sich dem Befehl des Königs Kreon und will ihren gefallenen Bruder Polyneikes bestatten. Der Konflikt zwischen staatlichem Gesetz, familiärer Pflicht und göttlichem Gebot führt zur Katastrophe.
- Sophokles: König Ödipus
Sophokles: König Ödipus
König Ödipus ist die Tragödie eines Herrschers, der in Theben nach der Ursache einer Seuche sucht. Bei seiner Untersuchung stößt Ödipus auf die Wahrheit über seine Herkunft und sein Schicksal.
- Stifter, Adalbert: Turmalin
Stifter, Adalbert: Turmalin
In Adalbert Stifters Erzählung „Turmalin“ steht eine Frau im Mittelpunkt, deren Leben von innerer Sammlung, religiöser Prägung und stillen Spannungen bestimmt ist. Das Werk zeichnet ihr Schicksal in einer zurückhaltenden, genau beobachteten Form nach.
- Tieck, Ludwig: Der blonde Eckbert
Tieck, Ludwig: Der blonde Eckbert
Eckbert lebt mit seiner Frau Bertha zurückgezogen im Wald und erfährt von ihrer geheimnisvollen Vergangenheit. Als ein alter Freund auftaucht, geraten Schuld, Angst und Wirklichkeit zunehmend aus dem Gleichgewicht.
- Weiss, Peter: Das Gespräch der drei Gehenden
Weiss, Peter: Das Gespräch der drei Gehenden
Drei Gehende kommen ins Gespräch und sprechen über Glauben, Zweifel und die Suche nach Sinn. Das Werk entfaltet dabei in knapper Form ein philosophisch-religiöses Nachdenken im Dialog.
- Wilde, Oscar: Das Bildnis des Dorian Gray
Wilde, Oscar: Das Bildnis des Dorian Gray
Der junge Dorian Gray lässt sich von seinem Porträt faszinieren und wünscht sich, dass es für ihn altert, während er selbst jung bleibt. Als sein Leben von Schuld und Verfall geprägt wird, zeigt das Bild die Folgen seiner Taten.
Literatur über Literatur, Kunst und Bildung 56 Werke
Zeitgenössische Werke
- Barnes, Julian: Flauberts Papagei
Barnes, Julian: Flauberts Papagei
Julian Barnes folgt einem englischen Arzt und Flaubert-Liebhaber, der auf der Suche nach dem echten Papagei aus Flauberts Leben ist. Dabei verbindet der Roman biografische Spurensuche, Literaturgeschichte und die Frage, was an einem Autor überhaupt sicher zu wissen ist.
- Cunningham, Michael: Die Stunden
Cunningham, Michael: Die Stunden
Michael Cunninghams Roman verknüpft drei Frauenleben in unterschiedlichen Zeiten, die alle mit Virginia Woolfs „Mrs Dalloway“ verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen ihre alltäglichen Entscheidungen, inneren Konflikte und die Frage, wie Literatur in ihr Leben hineinwirkt.
- Damm, Sigrid: Christiane und Goethe. Eine Recherche
Damm, Sigrid: Christiane und Goethe. Eine Recherche
Sigrid Damm folgt in ihrer Recherche der Beziehung zwischen Christiane Vulpius und Johann Wolfgang von Goethe. Im Mittelpunkt steht Christiane als Frau an Goethes Seite und ihr Platz in seinem Leben und Umfeld.
- Damm, Sigrid: Cornelia Goethe
Damm, Sigrid: Cornelia Goethe
Sigrid Damm zeichnet in Cornelia Goethe das Leben von Goethes Schwester nach. Im Mittelpunkt steht ihre Rolle in der Familie, ihre Bildung und ihr begrenzter Handlungsspielraum im Umfeld des 18. Jahrhunderts.
- Damm, Sigrid: Vögel, die verkünden Land. Das Leben des Jacob Michael Reinhold Lenz
Damm, Sigrid: Vögel, die verkünden Land. Das Leben des Jacob Michael Reinhold Lenz
Sigrid Damm erzählt das Leben des Dichters Jacob Michael Reinhold Lenz. Im Mittelpunkt stehen sein Weg als Schriftsteller und seine schwierige Existenz zwischen Kunst, Bildung und persönlichem Scheitern.
- Funke, Cornelia: Tintenblut
Funke, Cornelia: Tintenblut
Meggie und ihr Vater Mo leben mit der Fähigkeit, Figuren aus Büchern in die Wirklichkeit zu lesen. In Tintenblut geraten sie erneut in eine gefährliche Welt zwischen Buch und Wirklichkeit, in der Mo und andere um ihr Schicksal kämpfen.
- Funke, Cornelia: Tintenherz
Funke, Cornelia: Tintenherz
Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, der Bücher vorlesen kann, sodass Figuren aus Geschichten in die Wirklichkeit treten. Als der finstere Capricorn aus einem Buch auftaucht, gerät ihr Leben in Gefahr und die beiden müssen um ein anderes Ende kämpfen.
- Härtling, Peter: Hölderlin. Ein Roman
Härtling, Peter: Hölderlin. Ein Roman
Peter Härtling erzählt in diesem Roman das Leben Friedrich Hölderlins als literarische Annäherung an den Dichter. Im Mittelpunkt stehen seine inneren Konflikte, seine Beziehungen und der Weg in die geistige Krise.
- Härtling, Peter: Hoffmann oder Die vielfältige Liebe. Eine Romanze
Härtling, Peter: Hoffmann oder Die vielfältige Liebe. Eine Romanze
Peter Härtling erzählt in Hoffmann oder Die vielfältige Liebe von E. T. A. Hoffmann, dessen Leben von Kunst, Fantasie und wechselnden Liebesbeziehungen geprägt ist. Der Roman folgt ihm als Schriftsteller und Musiker zwischen Alltag, Leidenschaft und innerer Zerrissenheit.
- Handke, Peter: Publikumsbeschimpfung
Handke, Peter: Publikumsbeschimpfung
Peter Handkes Stück zeigt eine Gruppe von Sprechern auf der Bühne, die das Publikum direkt anreden und beschimpfen. Eine eigentliche Handlung gibt es nicht; im Mittelpunkt steht das Spiel mit Sprache, Theater und der Rolle der Zuschauer.
- Hettche, Thomas: Herzfaden
Hettche, Thomas: Herzfaden
Thomas Hettches „Herzfaden“ verknüpft die Geschichte der Augsburger Puppenkiste mit einer erzählten Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen Figuren, die in die Welt des Theaters und seiner Erinnerungen eintauchen.
- Kehlmann, Daniel: Lichtspiel
Kehlmann, Daniel: Lichtspiel
Daniel Kehlmann erzählt in Lichtspiel von einem Filmregisseur, der im Schatten des Nationalsozialismus mit seiner Arbeit und seiner Rolle ringt. Der Roman folgt seinem Weg durch Macht, Anpassung und künstlerische Abhängigkeit.
- Nickel, Eckhart: Spitzweg
Nickel, Eckhart: Spitzweg
Eckhart Nickels „Spitzweg“ kreist um die Figur des Malers Carl Spitzweg und verbindet Kunst, Erinnerung und literarische Reflexion. Das Werk folgt dabei weniger einer geradlinigen Handlung als einem Blick auf Leben und Werk des Künstlers.
- Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt
Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt
Der römische Dichter Ovid wird nach Tomi verbannt, und sein Freund Cotta reist ihm nach, um ihn zu suchen. In einer von Verfall und Verwandlung geprägten Welt stößt er auf Spuren von Ovids Leben und Werk.
- Ruiz Zafón, Carlos: Der Schatten des Windes
Ruiz Zafón, Carlos: Der Schatten des Windes
Der junge Daniel Sempere entdeckt in Barcelona ein vergessenes Buch von Julián Carax und will mehr über dessen Autor erfahren. Seine Suche führt ihn in ein Netz aus Geheimnissen, Erinnerungen und gefährlichen Verwicklungen.
- Schneider, Robert: Schlafes Bruder
Schneider, Robert: Schlafes Bruder
In Robert Schneiders Roman folgt man dem musikalisch begabten Elias Alder, der in einem abgelegenen Bergdorf aufwächst. Seine Liebe zur Musik und zu Elsbeth führt ihn in einen Konflikt mit seiner Umgebung und seinem eigenen Schicksal.
Klassiker
- Arnim, Bettina von: Die Günderode
Arnim, Bettina von: Die Günderode
Bettina von Arnim gestaltet in Die Günderode ein literarisches Gespräch mit der früh verstorbenen Dichterin Karoline von Günderrode. Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, geistiger Austausch und die Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und gesellschaftlichen Grenzen.
- Bernhard, Thomas: Der Untergeher
Bernhard, Thomas: Der Untergeher
Ein Erzähler erinnert sich an seine Begegnung mit Glenn Gould und an die Zeit mit zwei Freunden, die als Pianisten an ihren Ansprüchen und am Vergleich mit Gould zerbrechen. Im Zentrum steht die Fixierung auf Kunst, Leistung und das Scheitern an der eigenen Maßlosigkeit.
- Bernhard, Thomas: Holzfällen
Bernhard, Thomas: Holzfällen
Ein Erzähler sitzt bei einem Abendessen in Wien und beobachtet eine Künstlergesellschaft. Während er auf einen berühmten Schauspieler wartet, steigert sich seine innere Abrechnung mit dem Milieu und den Anwesenden.
- Böll, Heinrich: Bekenntnis zur Trümmerliteratur
Böll, Heinrich: Bekenntnis zur Trümmerliteratur
Heinrich Böll reflektiert in diesem Text über die sogenannte Trümmerliteratur der Nachkriegszeit. Er beschreibt die literarische Situation nach dem Krieg und die Bedingungen, unter denen neue Texte entstehen.
- Borges, Jorge Luis: Die Bibliothek von Babel
Borges, Jorge Luis: Die Bibliothek von Babel
In Borges’ Erzählung lebt die Menschheit in einer unendlichen Bibliothek aus hexagonalen Räumen, die alle möglichen Bücher enthält. Ein Erzähler beschreibt die Suche nach Sinn, Ordnung und dem einen Buch, das die Wahrheit über diese Welt enthalten könnte.
- Brecht, Bertolt: Die Straßenszene. Grundmodell einer Szene des epischen Theaters
Brecht, Bertolt: Die Straßenszene. Grundmodell einer Szene des epischen Theaters
Brecht beschreibt in „Die Straßenszene“ eine Alltagssituation auf der Straße, in der ein Vorfall von einem Zeugen vorgeführt und nacherzählt wird. An diesem Beispiel erklärt er das Grundmodell einer Szene des epischen Theaters.
- Brecht, Bertolt: Kleines Organon für das Theater
Brecht, Bertolt: Kleines Organon für das Theater
Bertolt Brechts „Kleines Organon für das Theater“ ist ein theoretischer Text über seine Vorstellungen vom Theater. Er beschreibt, wie Schauspiel, Bühne und Publikum im epischen Theater zusammenwirken sollen.
- Bruyn, Günter de: Märkische Forschungen. Erzählung für Freunde der Literaturgeschichte
Bruyn, Günter de: Märkische Forschungen. Erzählung für Freunde der Literaturgeschichte
Günter de Bruyn erzählt von einem Erzähler, der in märkischer Landschaft Spuren der Literaturgeschichte verfolgt. Dabei verbindet sich die Suche nach historischen Zeugnissen mit Beobachtungen über Schreiben, Erinnerung und Herkunft.
- Conrady, Karl Otto (Hg.): Der Neue Conrady. Das große deutsche Gedichtbuch von den Anfängen bis zur Gegenwart
Conrady, Karl Otto (Hg.): Der Neue Conrady. Das große deutsche Gedichtbuch von den Anfängen bis zur Gegenwart
Der Band versammelt deutsche Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Er ordnet die Texte chronologisch und bietet einen Überblick über die Entwicklung der Lyrik.
- Echtermeyer: Deutsche Gedichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Echtermeyer: Deutsche Gedichte: Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Die Sammlung versammelt deutsche Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Sie ordnet Texte verschiedener Epochen und Autoren in einen historischen Überblick über die Lyrik.
- Eco, Umberto: Das Foucaultsche Pendel
Eco, Umberto: Das Foucaultsche Pendel
Drei Freunde in Mailand beginnen aus Spiel mit Verschwörungstheorien, aus verstreuten historischen und esoterischen Stoffen ein geheimes Weltsystem zu entwerfen. Das Gedankenspiel gerät außer Kontrolle und zieht sie immer tiefer in eine gefährliche Suche nach Sinn und Zusammenhang.
- Eco, Umberto: Der Name der Rose
Eco, Umberto: Der Name der Rose
Im Jahr 1327 untersucht der Franziskanermönch William von Baskerville in einer abgelegenen Abtei eine Reihe rätselhafter Todesfälle. Gemeinsam mit seinem Novizen Adson stößt er auf ein verborgenes Netz aus Macht, Wissen und Glaubenskonflikten.
- Enzensberger, Hans Magnus: Gemeinplätze, die Neueste Literatur betreffend
Enzensberger, Hans Magnus: Gemeinplätze, die Neueste Literatur betreffend
Enzensberger versammelt in kurzen, pointierten Texten Beobachtungen und Urteile zur zeitgenössischen Literatur. Dabei geht es um literarische Formen, Rollen von Autoren und Lesern sowie um den Umgang mit Sprache und Kritik.
- Fühmann, Franz: Das mythische Element in der Literatur
Fühmann, Franz: Das mythische Element in der Literatur
Franz Fühmann untersucht in diesem Essay, welche Rolle mythische Motive und Denkformen in der Literatur spielen. Er verbindet literarische Beispiele mit Überlegungen zu Sprache, Dichtung und Bildung.
- Fühmann, Franz: Das Ohr des Dionysios
Fühmann, Franz: Das Ohr des Dionysios
Franz Fühmann erzählt in Das Ohr des Dionysios von einer Begegnung mit Kunst und Macht, die sich an der berühmten Höhle des Tyrannen Dionysios in Syrakus entzündet. Im Mittelpunkt steht das Nachdenken über Hören, Wahrnehmen und die Wirkung von Sprache.
- Goethe, Johann Wolfgang: Wilhelm Meisters Lehrjahre
Goethe, Johann Wolfgang: Wilhelm Meisters Lehrjahre
Wilhelm Meister verlässt das bürgerliche Kaufmannsmilieu und sucht seinen Platz im Leben. Auf seinem Weg durch Theater, Liebe und Begegnungen mit Künstlern und Denkern reift er allmählich zu einer eigenen Haltung.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (Auszüge)
Goethe, Johann Wolfgang von: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (Auszüge)
Goethes autobiografische Rückschau schildert seine Kindheit und Jugend, seine ersten Bildungswege und die prägenden Erfahrungen seiner frühen Jahre. In den Auszügen verbindet er persönliche Erinnerungen mit der Entstehung seines dichterischen Selbstverständnisses.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Faust I
Goethe, Johann Wolfgang von: Faust I
Georg Faust, ein Gelehrter, ist von seinem Wissen enttäuscht und schließt einen Pakt mit Mephisto. Die Handlung folgt seinem Streben nach Erkenntnis, Lust und Erfüllung und führt in die Tragödie um Gretchen.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Faust I und II (in Auszügen)
Goethe, Johann Wolfgang von: Faust I und II (in Auszügen)
Goethes „Faust“ erzählt von dem Gelehrten Heinrich Faust, der mit seinem Wissen unzufrieden ist und einen Pakt mit Mephisto eingeht. In den Auszügen aus Teil I und II stehen seine Suche nach Erkenntnis, Liebe und Erfüllung sowie die Folgen dieses Bündnisses im Mittelpunkt.
- Goethe, Johann W. von: Faust. Der Tragödie zweiter Teil
Goethe, Johann W. von: Faust. Der Tragödie zweiter Teil
Faust kehrt in Goethes zweitem Teil als Suchender in eine weit gespannte Welt aus Hof, Antike und Natur zurück. Zwischen Macht, Kunst und Erkenntnis gerät er erneut in Konflikte, während Mephisto ihn begleitet.
- Grass, Günter: Beim Häuten der Zwiebel
Grass, Günter: Beim Häuten der Zwiebel
In seiner Autobiografie blickt Günter Grass auf Kindheit, Jugend und die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. Er erzählt von Erinnerungen, Selbstbefragung und dem schrittweisen Freilegen der eigenen Vergangenheit.
- Grass, Günter: Das Treffen in Telgte
Grass, Günter: Das Treffen in Telgte
Im Westfälischen Frieden treffen sich 1647 in Telgte mehrere deutsche Dichter zu einem fiktiven Barocktreffen. In Gesprächen, Streit und poetischen Wettstreiten verhandeln sie die Lage der Literatur und ihre Rolle in einer kriegsgezeichneten Zeit.
- Grillparzer, Franz: Der arme Spielmann
Grillparzer, Franz: Der arme Spielmann
In Grillparzers Erzählung berichtet ein Ich-Erzähler von dem armen Spielmann Jakob, einem einfachen Geiger, der in bescheidenen Verhältnissen lebt. Seine Musik, seine Einsamkeit und sein Scheitern im Alltag stehen im Mittelpunkt.
- Hein, Christoph: Weiskerns Nachlass
Hein, Christoph: Weiskerns Nachlass
Christoph Heins Roman folgt dem Literaturwissenschaftler Weiskern, dessen Nachlass nach seinem Tod geordnet und ausgewertet wird. Dabei treten Fragen nach seinem Leben, seiner Arbeit und dem Verhältnis von Literatur, Bildung und persönlicher Erinnerung in den Vordergrund.
- Heine, Heinrich: Die romantische Schule
Heine, Heinrich: Die romantische Schule
Heine zeichnet in diesem Werk die romantische Bewegung in Deutschland nach und verbindet literarische Darstellung mit Kritik. Er stellt zentrale Autoren und Strömungen vor und ordnet sie in ihre Zeit ein.
- Hesse, Hermann: Klingsors letzter Sommer
Hesse, Hermann: Klingsors letzter Sommer
Der Maler Klingsor verbringt seinen letzten Sommer in einer südlichen Landschaft, von Krankheit und Todesnähe geprägt. In Gesprächen, Erinnerungen und Beobachtungen kreisen seine Gedanken um Kunst, Leben und Vergänglichkeit.
- Hoffmann, E. T. A.: Rat Krespel
Hoffmann, E. T. A.: Rat Krespel
Rat Krespel erzählt von einem exzentrischen Juristen und Geigenliebhaber, der sich ganz der Musik verschreibt. Im Mittelpunkt steht seine Beziehung zu einer jungen Sängerin und die Spannung zwischen Kunst, Gefühl und Lebensführung.
- Kafka, Franz: Der Hungerkünstler
Kafka, Franz: Der Hungerkünstler
Ein Hungerkünstler tritt in einem Käfig als Attraktion auf und fastet unter den Augen des Publikums. Mit der Zeit verliert das Publikum das Interesse, und sein Leben und seine Kunst enden in Einsamkeit und Verfall.
- Lessing, Gotthold Ephraim: Hamburgische Dramaturgie (Auszüge)
Lessing, Gotthold Ephraim: Hamburgische Dramaturgie (Auszüge)
Lessings Auszüge aus der „Hamburgischen Dramaturgie“ enthalten kurze kritische Betrachtungen zu einzelnen Stücken und zur Theaterpraxis. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Aufbau, Wirkung und den Regeln des Dramas.
- Mann, Thomas: Der Tod in Venedig
Mann, Thomas: Der Tod in Venedig
Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach reist nach Venedig und begegnet dort dem Knaben Tadzio. Von einer inneren Krise und der Cholera in der Stadt bedrängt, verliert er zunehmend die Kontrolle über sich.
- Mann, Thomas: Tonio Kröger
Mann, Thomas: Tonio Kröger
Tonio Kröger erzählt von einem Schriftsteller zwischen bürgerlicher Herkunft und künstlerischem Leben, der sich fremd und zerrissen fühlt. In Rückblicken und Begegnungen wird sein Verhältnis zu Kunst, Bildung und Zugehörigkeit sichtbar.
- Mörike, Eduard: Mozart auf der Reise nach Prag
Mörike, Eduard: Mozart auf der Reise nach Prag
Eduard Mörikes Novelle begleitet Wolfgang Amadeus Mozart auf der Reise nach Prag, wo er zu einer Aufführung erwartet wird. Unterwegs begegnet er Menschen und Situationen, die einen Einblick in seine Persönlichkeit und die Welt der Kunst im 18. Jahrhundert geben.
- Müller, Heiner: Die Hamletmaschine
Müller, Heiner: Die Hamletmaschine
Heiner Müllers Stück zerlegt Shakespeares „Hamlet“ in eine Folge von Bildern und Monologen. Im Zentrum steht eine Figur, die zwischen politischer Gewalt, persönlicher Lähmung und dem Zerfall von Sprache und Identität steht.
- Novalis: Heinrich von Ofterdingen
Novalis: Heinrich von Ofterdingen
Der junge Heinrich von Ofterdingen sucht nach dem geheimnisvollen „blauen Blume“-Bild und begibt sich auf eine Reise. Dabei begegnet er Dichtern, Künstlern und Gelehrten und reift zu einer poetischen Figur heran.
- Schiller, Friedrich: Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet
Schiller, Friedrich: Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet
Schiller beschreibt die Schaubühne als Ort, an dem Schauspiel nicht nur unterhält, sondern auf das sittliche Empfinden der Zuschauer wirkt. Der Text entfaltet diese Rolle des Theaters im Spannungsfeld von Kunst, Bildung und moralischer Wirkung.
- Schiller, Friedrich: Über die ästhetische Erziehung des Menschen
Schiller, Friedrich: Über die ästhetische Erziehung des Menschen
In seinen Briefen entwickelt Schiller die Idee, dass der Mensch durch ästhetische Bildung zu innerer Freiheit und Ausgleich zwischen Sinnlichkeit und Vernunft gelangen kann. Ausgangspunkt sind Überlegungen zur politischen und moralischen Lage des Menschen nach der Französischen Revolution.
- Süskind, Patrick: Der Kontrabass
Süskind, Patrick: Der Kontrabass
Ein Kontrabassist spricht allein in seinem Zimmer über sein Instrument, seinen Alltag im Orchester und seine Abhängigkeit von der Musik. Dabei kreisen seine Gedanken um Frust, Einsamkeit und die unerfüllte Liebe zu einer Sängerin.
- Walser, Martin: Tod eines Kritikers
Walser, Martin: Tod eines Kritikers
Ein berühmter Literaturkritiker verschwindet, und der Schriftsteller Hans Lach gerät unter Verdacht. Der Roman folgt den Folgen dieses Falls in der literarischen Öffentlichkeit und im Umfeld von Kritik und Ruhm.
- Wolf, Christa: Kein Ort. Nirgends
Wolf, Christa: Kein Ort. Nirgends
Christa Wolf lässt in „Kein Ort. Nirgends“ Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode aufeinandertreffen. In einem fiktiven Gespräch sprechen sie über ihre Einsamkeit, ihre Kunst und die Enge ihrer Zeit.
- Zweig, Stefan: Buchmendel
Zweig, Stefan: Buchmendel
Ein Erzähler erinnert sich an den jüdischen Buchhändler Jakob Mendel, der in einem Wiener Kaffeehaus als wandelndes Lexikon für Bücher galt. Nach dem Ersten Weltkrieg gerät Mendel in Vergessenheit und wird durch seine Unbeirrbarkeit und seine Abhängigkeit von der alten Welt tragisch aus seinem Leben gedrängt.
Abenteuer, Reise und Weltbegegnung 33 Werke
Zeitgenössische Werke
- Adams, Douglas: Per Anhalter durch die Galaxis
Adams, Douglas: Per Anhalter durch die Galaxis
Arthur Dent wird unvermittelt aus seinem gewohnten Leben gerissen, als die Erde zerstört wird und er mit seinem Freund Ford Prefect durchs All reist. Auf ihrer Flucht geraten sie in absurde Abenteuer, begegnen fremden Welten und suchen nach dem Sinn des Ganzen.
- Bärfuss, Lukas: Parzival
Bärfuss, Lukas: Parzival
Lukas Bärfuss erzählt in Parzival die Geschichte einer Figur, die sich auf eine Reise durch eine fremde Welt begibt. Im Mittelpunkt stehen Suche, Begegnungen und die Entwicklung des Helden auf seinem Weg.
- Boyle, T. C.: Wassermusik
Boyle, T. C.: Wassermusik
T. C. Boyles Roman folgt dem schottischen Entdecker Mungo Park und dem deutschen Abenteurer Friedrich von Humboldt auf ihren Reisen durch Afrika. Im Mittelpunkt stehen ihre gefährlichen Expeditionen, Begegnungen mit fremden Kulturen und das Scheitern ihrer Pläne.
- Buchholz, Simone: Unsterblich sind nur die anderen
Buchholz, Simone: Unsterblich sind nur die anderen
Der Roman folgt einer Figur, die sich auf eine Reise begibt und dabei mit fremden Orten, Begegnungen und der eigenen Verletzlichkeit konfrontiert wird. Im Mittelpunkt steht eine Suche nach Orientierung, bei der sich Abenteuer und existenzielle Erfahrung verbinden.
- Ende, Michael: Die unendliche Geschichte
Ende, Michael: Die unendliche Geschichte
Der Junge Bastian Balthasar Bux entdeckt ein geheimnisvolles Buch und gerät in die Geschichte von Phantásien hinein. Dort begleitet er Atréju auf einer Reise gegen das drohende Nichts und wird selbst Teil des Geschehens.
- Funke, Cornelia: Herr der Diebe
Funke, Cornelia: Herr der Diebe
In Venedig schließen sich zwei Waisenjungen einer Diebesbande an und leben versteckt in der Stadt. Als ein geheimnisvoller Auftrag sie auf eine Insel führt, gerät ihre Gemeinschaft in Gefahr.
- Gabaldon, Diana: Feuer und Stein
Gabaldon, Diana: Feuer und Stein
Claire Randall gerät nach einem Aufenthalt in Schottland in das 18. Jahrhundert und muss sich in einer fremden, gefährlichen Welt zurechtfinden. Dort wird sie in politische Konflikte und eine leidenschaftliche Beziehung hineingezogen.
- Gordon, Noah: Der Medicus
Gordon, Noah: Der Medicus
Der junge Rob Cole verliert früh seine Familie und schließt sich einem Bader an. Auf der Suche nach Wissen reist er bis nach Persien, um dort Medizin zu lernen.
- Kehlmann, Daniel: Die Vermessung der Welt
Kehlmann, Daniel: Die Vermessung der Welt
Daniel Kehlmann erzählt in Die Vermessung der Welt von den Lebenswegen des Naturforschers Alexander von Humboldt und des Mathematikers Carl Friedrich Gauß. Der Roman folgt ihren Reisen, Forschungen und Begegnungen mit der Welt und zeigt zwei sehr unterschiedliche Arten, sie zu vermessen.
- Kehlmann, Daniel: Tyll
Kehlmann, Daniel: Tyll
Daniel Kehlmanns Roman folgt Tyll Ulenspiegel, der im Dreißigjährigen Krieg als Gaukler und Wanderer durch ein zerrissenes Europa zieht. In Episoden begegnet er Herrschern, Soldaten und einfachen Menschen, während Krieg, Gewalt und Überleben den Weg bestimmen.
- Kerkeling, Hape: Ich bin dann mal weg
Kerkeling, Hape: Ich bin dann mal weg
Hape Kerkeling schildert in Ich bin dann mal weg seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Dabei berichtet er von den körperlichen Strapazen, den Begegnungen unterwegs und seinen persönlichen Gedanken während der Reise.
- Kracht, Christian: Imperium
Kracht, Christian: Imperium
Christian Krachts Roman folgt dem Aussteiger August Engelhardt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Südsee reist und auf einer Insel ein eigenes Leben nach seinen Vorstellungen aufbauen will. Dabei gerät sein Vorhaben zunehmend in Konflikt mit der Wirklichkeit und seinen eigenen Vorstellungen.
- Murakami, Haruki: Kafka am Strand
Murakami, Haruki: Kafka am Strand
Der fünfzehnjährige Kafka Tamura läuft von zu Hause weg und sucht in Japan nach seiner Mutter und Schwester. Parallel folgt der Roman dem alten Nakata, der nach einem rätselhaften Vorfall mit Katzen spricht und auf eine eigene Reise gerät.
- Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit
Der Roman erzählt das Leben des Seefahrers und Polarforschers John Franklin, der schon als Kind langsamer und bedächtiger ist als andere. Er folgt seinem Weg durch Ausbildung, Reisen und Expeditionen und zeigt, wie er mit dieser Langsamkeit in einer auf Tempo ausgerichteten Welt ringt.
- Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Stein der Weisen
Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter erfährt an seinem elften Geburtstag, dass er ein Zauberer ist, und verlässt das Leben bei seinen Verwandten, um nach Hogwarts zu gehen. Dort gerät er mit Freunden in ein Abenteuer um den Stein der Weisen und stößt auf einen gefährlichen Gegner.
- Tolkien, J. R. R.: Der Herr der Ringe
Tolkien, J. R. R.: Der Herr der Ringe
Der Hobbit Frodo trägt den Einen Ring aus dem Auenland fort, damit er nicht in die Hände Saurons fällt. Auf seiner Reise durch Mittelerde wird er von Gefährten begleitet und muss sich immer neuen Gefahren stellen.
Klassiker
- Anonym: Das Nibelungenlied
Anonym: Das Nibelungenlied
Das Nibelungenlied erzählt von Siegfried, Kriemhild und dem Streit um Macht, Ehre und Rache. Nach Siegfrieds Tod eskaliert der Konflikt am Hof der Burgunden und führt in eine verhängnisvolle Reise ins Hunnenland.
- Brentano, Clemens: Das Märchen von Gockel und Hinkel
Brentano, Clemens: Das Märchen von Gockel und Hinkel
Clemens Brentanos Märchen erzählt von Gockel und Hinkel, die sich auf eine abenteuerliche Reise durch eine wunderliche Welt begeben. Dabei geraten sie in seltsame Begegnungen und erleben Prüfungen, die ihren Weg bestimmen.
- Carroll, Lewis: Alice im Wunderland
Carroll, Lewis: Alice im Wunderland
Alice folgt einem weißen Kaninchen in eine wunderliche Welt, in der die Regeln der Wirklichkeit außer Kraft gesetzt scheinen. Dort begegnet sie seltsamen Figuren und gerät von einer überraschenden Situation in die nächste.
- Defoe, Daniel: Robinson Crusoe
Defoe, Daniel: Robinson Crusoe
Der Kaufmann Robinson Crusoe gerät auf einer Seereise in einen Schiffbruch und strandet allein auf einer Insel. Dort muss er überleben, sich eine neue Existenz aufbauen und mit der Einsamkeit umgehen.
- Eichendorff, Joseph von: Aus dem Leben eines Taugenichts
Eichendorff, Joseph von: Aus dem Leben eines Taugenichts
Ein junger Müllerbursche, der sich selbst als Taugenichts bezeichnet, verlässt das Elternhaus und zieht mit seiner Geige in die Welt. Auf seiner Reise erlebt er Begegnungen, Irrwege und eine Liebesgeschichte, die ihn immer weiter fortführt.
- Eschenbach, Wolfram von: Parzival
Eschenbach, Wolfram von: Parzival
Wolfram von Eschenbach erzählt in Parzival von einem jungen Mann, der sich auf die Suche nach dem Gral macht. Auf seinem Weg durch Abenteuer und Begegnungen muss er lernen, was Rittertum, Schuld und Verantwortung bedeuten.
- Fühmann, Franz: Saiäns-Fiktschen
Fühmann, Franz: Saiäns-Fiktschen
In Franz Fühmanns Saiäns-Fiktschen begegnen sich Reise, Abenteuer und fremde Welten in einer spielerischen Erzählform. Das Werk folgt dabei einer Figur oder einem Erzähler, der mit den Erfahrungen der Weltbegegnung konfrontiert wird.
- Goethe, Johann Wolfgang von: Italienische Reise
Goethe, Johann Wolfgang von: Italienische Reise
Goethe schildert in der Italienischen Reise seine Fahrt durch Italien und die Begegnungen mit Landschaft, Kunst und Menschen. Der Text folgt seinen Beobachtungen, Eindrücken und Erlebnissen auf der Reise.
- Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Der abenteuerliche Simplicissimus
Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von: Der abenteuerliche Simplicissimus
Der Roman erzählt von Simplicius Simplicissimus, der im Dreißigjährigen Krieg aus seinem einfachen Leben gerissen wird. Auf seinen Irrfahrten erlebt er Krieg, Gewalt und wechselnde Rollen in einer zerrissenen Welt.
- Heine, Heinrich: Deutschland. Ein Wintermärchen
Heine, Heinrich: Deutschland. Ein Wintermärchen
Heinrich Heine schildert in seinem Versepos eine Reise durch Deutschland, auf der er Land und Leute, Politik und Alltag beobachtet. Dabei verbindet er persönliche Eindrücke mit satirischen Kommentaren und kritischen Blicken auf die Verhältnisse seiner Zeit.
- Heine, Heinrich: Die Harzreise
Heine, Heinrich: Die Harzreise
Heinrich Heine schildert in der „Harzreise“ eine Wanderung durch den Harz, bei der er Landschaft, Menschen und Begegnungen unterwegs beobachtet. Aus den Reiseeindrücken entsteht ein persönlicher Bericht zwischen Naturerlebnis, Reflexion und satirischem Blick.
- Hemingway, Ernest: Der alte Mann und das Meer
Hemingway, Ernest: Der alte Mann und das Meer
Ein alter kubanischer Fischer fährt allein aufs Meer hinaus, um endlich wieder einen großen Fang zu machen. Nach langem Kampf mit einem riesigen Marlin muss er sich auch gegen Haie behaupten.
- Raabe, Wilhelm: Die schwarze Galeere
Raabe, Wilhelm: Die schwarze Galeere
Wilhelm Raabes Novelle spielt im niederländischen Krieg des 16. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle schwarze Galeere, deren Auftauchen das Leben der Menschen am Rhein und die Spannungen zwischen den Lagern bestimmt.
- Rosenlöcher, Thomas: Die Wiederentdeckung des Gehens beim Wandern. Harzreise
Rosenlöcher, Thomas: Die Wiederentdeckung des Gehens beim Wandern. Harzreise
Thomas Rosenlöcher erzählt in „Die Wiederentdeckung des Gehens beim Wandern. Harzreise“ von einer Reise durch den Harz, die zum genauen Beobachten von Landschaft und Weg führt. Im Mittelpunkt steht das Unterwegssein zu Fuß und die Begegnung mit der Umgebung.
- Schlegel, Dorothea: Florentin
Schlegel, Dorothea: Florentin
Der Roman begleitet Florentin auf seinen Reisen und Begegnungen in der Welt. Dabei stehen seine Erfahrungen, Beobachtungen und die Suche nach Orientierung im Mittelpunkt.
- Wassermann, Jacob: Das Gold von Caxamalca
Wassermann, Jacob: Das Gold von Caxamalca
Jacob Wassermanns Erzählung spielt vor dem Hintergrund der spanischen Eroberung Perus und der Gefangennahme des Inka-Herrschers Atahualpa. Im Mittelpunkt steht die Gier nach dem versprochenen Gold von Caxamalca und die Gewalt, die daraus entsteht.
- Zweig, Stefan: Sternstunden der Menschheit
Zweig, Stefan: Sternstunden der Menschheit
Stefan Zweigs Erzählband versammelt historische Momente, in denen einzelne Entscheidungen, Zufälle oder Entschlüsse den Verlauf der Geschichte prägen. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Figuren und Situationen aus Entdeckung, Reise, Krieg und Politik.


