
Welche literarische Figur wären Sie selbst gerne für einen Tag?
Perry Rhodan, gern auch länger als einen Tag. Ansonsten Pu der Bär.
Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der Sie jemals geschrieben haben?
Auf meinem Handy in einer Achterbahn in Nordkorea. Beim Warten auf weitere Mitfahrer. Die waren aus statischen Gründen nötig, damit die Bahn in den Schienen blieb. Alle möglichen einheimischen Besucher des Themenparks waren jedoch zu den berüchtigtsen Massenspielen abkommandiert. Um uns ausländische Besucher zufriedenzustellen, wurde schließlich extra ein Bus mit genügend Mitfahrenden zur Verfügung gestellt.
Welches Buch hätten Sie gerne selbst geschrieben?
Das Parfüm
Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?
Dass irgendein Autor mit seinem ersten Text erfolgreich war. Stephen King sammelte noch immer Ablehnungen, als „Carrie“ bereits in seiner Schublade lag.
Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet Sie beim Schreiben?
Ich schreibe am prokrastinationsfreiesten im Nachtdienst als Krankenpfleger, während ich auf der Schnarchen meiner Bewohner lausche.
Welche Kritik an Ihren Büchern hat Sie besonders getroffen oder überrascht?
Nach 10 Jahren erfolgreicher Kurzgeschichten über künstliche Intelligenzen muss ich immer wieder beteuern, meine Geschichten selbst zu schreiben.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würden Sie gerne einen Abend verbringen?
Jules Verne
Wie autobiografisch sind Ihre Bücher? Wie viel von Ihnen selbst fließt dort ein?
Ich verschleiere die realen Vorbilder so gut ich kann, weil ich niemanden kompromittieren möchte. Andererseits stecken in jeder Figur und Situation eigene Erlebnisse.
Welche Frage wird Ihnen in Interviews nie gestellt, obwohl Sie sie gerne beantworten würden – und wie lautet Ihre Antwort?
Sind sie der Urheber des Witzes über die Gründung neuer McDonalds-Lokale in Bagdad nach dem Golfkrieg? In dem das Schweinefleisch durch Ziegenfleisch ersetzt werden sollte. Der Name wäre McMäck gewesen. Antwort: Ja, den habe ich mir 1990 ausgedacht und hoffe, dass ihn mir eines Tages jemand wiedererzählt.
Was können Sie uns schon über Ihr nächstes Projekt verraten?
Ich arbeite an einem Roman über Weltraummüll und die nächsten 10 Jahre der Raumfahrt. Das Projekt ist weit fortgeschritten und mir fehlt ein passender Publikumsverlag.
Sie sind im Weltall: Elon hat Sie auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, Sie durften aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?
Ich hätte einen eBook Reader. Ansonsten vielleicht die drei oberen meiner SuB. Was von Heinrich Mann, Ursula K. Le Guin und eine Schlingensief Biografie.
Team Klassiker oder Team Gegenwartsliteratur – was inspiriert Sie mehr und warum?
Klassiker und SciFi.

