Sabi Kasper – Autorenporträt
© Friedrich Lötz

Was, wenn ein Nashorn den ganzen Tag nur an Einhörner denkt? Oder ein Hexenwettstreit völlig aus dem Ruder läuft? Oder zwei Superheld*innen-Schüler*innen ganz andere Superkräfte als Feuer, Eis oder Telekinese bekommen?

Welche literarische Figur wärst du selbst gerne für einen Tag?

Luna Lovegood, denn ich mag ihre Sicht auf die Welt. Und Nelli Nashorn, dann würde ich endlich ein Einhorn treffen. :-)

Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

Märchenmond, denn ich weiß noch, wie sehr mich das Buch als Kind berührt hat.

Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?

Oh, da gibt es viele. Z.B. dass man als Schriftsteller*in geboren wird, sprich, einem das Talent in die Wiege gelegt wird. Und ja, es hilft, ein Gespür für Sprache zu haben und gerne mit Worten zu jonglieren. Aber Schreiben ist (auch) Handwerk. Außerdem denken Menschen oft, dass wir reich sind und sind geschockt, wenn sie erfahren, was man an einem Buch verdient, wenn es kein Bestseller ist. Mein Lieblingsfalschmythos ist jedoch: Dass mit dem Wort "Ende" unter dem Manuskript alles erledigt ist. Im Gegenteil: Dann fängt die Arbeit richtig an, denn erst das Überarbeiten bringt die Geschichten zum Strahlen.

Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?

Mit Jane Austen und Ursula Poznanski (wenn ich zwei wählen dürfte)

Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?

In jedem Buch steckt etwas Autobiographisches. Und wenn es nur damit zu tun hat, warum ein bestimmtes Thema aufgegriffen wird. In meinen Büchern fließen eigene Erfahrungen ein, aber auch vieles, was ich von den Kindern und Jugendlichen, mit denen ich bisher gearbeitet hat, lernen durfte.

Du bist im Weltall: Elon hat dich auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, du durftest aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?

Lelebum von Binette Schroeder, eines meiner Lieblingsbücher aus der Kindheit Die gesammelten Werke von Jane Austen (in einem Buch), denn schließlich dauert die Reise zum Mars laaaaang ;-) How to look for a lost dog by Ann M. Martin, mein absolutes Lieblingsbuch

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