
Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der du jemals geschrieben hast?
In einem thailändischen Internetcafé – als ich einmal ohne Laptop unterwegs war.
Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?
„Die Revolution entlässt ihre Kinder“ von Wolfgang Leonhard.
Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?
Dass Autoren Bücher schreiben, um damit reich zu werden. Selbst wenn, wie bei mir, einige Bücher Bestseller geworden sind: Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum finanziellen Ergebnis, da könnte man anderweitig mehr verdienen. Bücher schreibt man, weil man etwas mitteilen möchte.
Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet dich beim Schreiben?
Das Gedächtnis hat sich bei mir als großartiges Sieb erwiesen. Natürlich mache ich auch Notizen, wenn ich unterwegs bin, und nehme meine Interviews auf. Doch die interessantesten Geschichten und Zitate sind die, die im Kopf hängen bleiben.
Welche Kritik an deinen Büchern hat dich besonders getroffen oder überrascht?
Ich sei gegen China oder Russland. Mit Menschen aus beiden Ländern bin ich eng verbunden, viele meiner Freundinnen und Freunde kommen von dort. Kritik an Regierungen richtet sich nicht gegen die jeweiligen Völker.
Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?
In meine Bücher fließt sehr viel von mir selbst ein. Sie beruhen auf meinen eigenen Erlebnissen.

