Arne Dessaul – Autorenporträt
Schreiben ist grundsätzlich überall möglich. | © Roberto Schirdewahn

Eine Weile dachte ich, ich könne nur Krimis. Das stimmt nicht. Neben elf Krimis habe ich mittlerweile einen Gesellschaftsroman (mit hohem Coming-of-Age-Anteil), eine Dystopie und einen humorvollen Zeitreise-Roman (auch mit Coming-of-Age-Elementen) geschrieben.

Welche literarische Figur wärst du selbst gerne für einen Tag?

Nick Carraway.

Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

Mein Herz so weiß.

Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?

Dass das Schreiben der wesentliche Prozess ist. Bei den meisten Autoren, die ich kenne, mich eingeschlossen, ist es das Überarbeiten.

Welche Kritik an deinen Büchern hat dich besonders getroffen oder überrascht?

Bei den Krimis die fehlende Spannung.

Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?

Philip Kerr.

Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?

Häufig schreibe ich über das Leben von nebenan. Ich bin dann auch in der Geschichte eher die beobachtende Figur und dadurch allenfalls eine Nebenfigur.

Was kannst du uns schon über dein nächstes Projekt verraten?

Zurzeit steckt Band 1 der Reihe „Das Café am Bodensee“ in den letzten Zügen des Lektorats. Es ist der Beginn einer Reihe mit Liebesgeschichten in einer fiktiven Universitätsstadt am Bodensee, in der ein kleines Café eine zentrale Rolle spielt. Der Band soll im März 2027 erscheinen.

Du bist im Weltall: Elon hat dich auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, du durftest aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?

Mein Herz so weiß

Der Markisenmann

Tschick

Team Klassiker oder Team Gegenwartsliteratur – was inspiriert dich mehr und warum?

Gegenwartsliteratur, die aber gern historisch sein darf, vor allem die Zwanziger- bis Fünfzigerjahre interessieren mich sehr.

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