
Welche literarische Figur wärst du selbst gerne für einen Tag?
Melanie aus meinen Sonnengeschichten, die Frau mit dem gesunden Menschenverstand.
Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der du jemals geschrieben hast?
Auf einem Berg in Niederbayern das Murnthalgedicht, dass jetzt großflächig auf die Wand in der Alten Glasschleife im Murnthal kalligrafiert ist.
Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?
Per Anhalter durch die Galaxis
Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?
Das er im stillen Kämmerlein schreibt. Gibt es sicher auch. Ich brauche die Öffentlichkeit, die Cafés, das Pulsierende drumherum.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?
Günter Eich. Sein Hörspiel „Träume“ fasziniert mich.
Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?
Beim Schreiben denke ich gar nichts, beim Wiederlesen fällt mir viel ein. Eigentlich hat alles Bezug zu mir. Frei nach Güter Eich: Alles, was geschieht, betrifft Dich.
Was kannst du uns schon über dein nächstes Projekt verraten?
Ein Roman. Das Orkelschleh, das aus dem „Murnthalgedicht“ erwachsen ist, ruht seit Jahren – und will jetzt geboren werden. Eine Vorgeschichte dazu gibt es schon.

