
Welche literarische Figur wären Sie selbst gerne für einen Tag?
Oblomow für gute Erholung.
Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der Sie jemals geschrieben haben?
In einer Vorlesung oder auf dem Beifahrersitz eines Saab.
Welches Buch hätten Sie gerne selbst geschrieben?
Im Kurzgeschichtenband „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“ gibt es zwei Kurzgeschichten, die mich ein wenig neidisch gemacht haben. Zum einen „Das Bad“ und dann natürlich „Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden“. Gerade die zweite der beiden Geschichten hat Gefühle von mir schriftlich festhalten können, die ich zuvor nicht richtig benennen konnte.
Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?
Dass wir verschrobene Einzelgänger:innen sind. Ich bin ein sehr geselliger Mensch!
Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet Sie beim Schreiben?
Ich schreibe gerne mit dem Fernseher im Hintergrund. Außerdem sitze ich fast immer im Schneidersitz, das ist nicht besonders ergonomisch.
Welche Kritik an Ihren Büchern hat Sie besonders getroffen oder überrascht?
Jemand hat mir nach einer Lesung mal gesagt, ich würde wie ein Mann schreiben.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würden Sie gerne einen Abend verbringen?
Vladimir Nabokov.
Sie sind im Weltall: Elon hat Sie auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, Sie durften aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?
„Die Bäckereiüberfälle“ von Haruki Murakami, „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez und die Tagebücher von Sylvia Plath.

