
Welche literarische Figur wärst du selbst gerne für einen Tag?
Pippi Langstrumpf.
Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der du jemals geschrieben hast?
Ich schrieb an meinem Roman über die Schwäbische Alb und die Enge dort und saß dabei auf der Terrasse einer Jugendherberge mit Blick über den Lac d’Annecy.
Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?
„Die Wut die bleibt“ von Mareike Fallwickl.
Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet dich beim Schreiben?
Ich sammle schöne Wörter und Sätze und schreibe sie irgendwo hin. Manchmal finde ich sie nach Jahren wieder und freue mich dann.
Welche Kritik an deinen Büchern hat dich besonders getroffen oder überrascht?
Vor vielen Jahren schickte ich eine frühe Fassung meines ersten Romans an einen Agenten. Er schrieb zurück, dass die Figuren flach sind und die Story lahm ist. Ich schrie und heulte zwei Stunden lang. Dann löschte ich alles und schrieb es besser. Der Mann hatte recht.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?
Frank Mc Court.
Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?
Alle Gefühle sind echt. Die Figuren haben Aspekte von mir, oder sie sind so, wie ich gerne sein möchte oder wie ich genau nicht sein will.
Was kannst du uns schon über dein nächstes Projekt verraten?
Ich schreibe einen satirischen Roman über Bürokratie und Behördenwahnsinn. Meine Protagonistin ist Songwriterin und Schlagzeugerin einer erfolglosen Band. Sie muss einen Brotjob in einer Behörde annehmen, um über die Runden zu kommen.

