
Welche literarische Figur wärst du selbst gerne für einen Tag?
Der Fischer in Hemingways "Der alte Mann und das Meer".
Was ist die ungewöhnlichste Situation, in der du jemals geschrieben hast?
Umgeben von Affen auf einem Felsen im südindischen Dschungel.
Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?
"Der Fremde" von Albert Camus.
Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?
Dass der kommerzielle Erfolg ein Kriterium für literarische Qualität sei.
Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet dich beim Schreiben?
Zwischen den Zeilen nasche ich Schokolade.
Welche Kritik an deinen Büchern hat dich besonders getroffen oder überrascht?
Die positive.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?
Mit Henry Miller.
Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?
Ich bin das Wort.
Welche Frage wird dir in Interviews nie gestellt, obwohl du sie gerne beantworten würdest – und wie lautet deine Antwort?
Frage: "Warum hast du ein Pseudonym?" Antwort: "Um meine Eltern zu schützen."
Was kannst du uns schon über dein nächstes Projekt verraten?
Ich arbeite an einem Buch über meine Herkunftsfamilie.
Du bist im Weltall: Elon hat dich auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, du durftest aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?
Ich lass mich doch von diesem Grössenwahnsinnigen nicht ins Weltall schiessen!
Team Klassiker oder Team Gegenwartsliteratur – was inspiriert dich mehr und warum?
Die zeitgenössische Literatur ist ein Rohdiamant, die klassische ein durch Jahrzehnte und Jahrhunderte geschliffener Brillant.

