Carsten Maschmeyer: Die Millionärsformel

Rezension von Annemarie

maschmeyer milliardär bestsellerWas ist das Geheimnis des Reichwerdens? Wie schafft man es, möglichst viel Geld zu bekommen? – und warum ist das überhaupt erstrebenswert? Und auf welche Weise kann man am besten dafür sorgen, dass sich das Geld quasi von selbst vermehrt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich einer, der es wissen muss: Der Selfmade-Milliardär Carsten Maschmeyer.

Das 335 Seiten dicke Buch ist in 18 Kapitel unterteilt, die wiederum in mehrere Unterkapitel unterteilt sind. Schön ist, dass es zwei Inhaltsverzeichnisse gibt: Ein kurzes übersichtliches, in dem nur die Kapitel genannt sind, und ein längeres ausführliches, in dem auch die Unterkapitel stehen.

Maschmeyer beschreibt zunächst, warum Reichtum erstrebenswert ist. Dann erläutert er, wie man es schafft, reich zu werden. Er geht dabei auf das berufliche Leben ein, also darauf, wie man an mehr Geld kommt und, wie man weniger Geld ausgibt. Auch die Ebene des Sparens wird behandelt. Ausführlich erklärt Maschmeyer, welche Anlagenarten in der heutigen Zeit am sinnvollsten sind und welche weniger Sinn machen. Im Laufe des Buches geht er auch noch auf weitere Themen, wie Schulden, Versicherungen, sowie Erbschaft und Testamente ein.

Rezension

Aha. Ein Buch von Carsten Maschmeyer, dem Milliardär, der was mit Veronica Ferres hat (oder hatte?). So einer muss ja wissen, wie man schnell reich wird, dachte ich mir. Der Titel klang sehr überzeugend und vielversprechend. Allerdings hätte es mich schon sehr gewundert, wenn er tatsächlich hält, was er verspricht. Wer schafft es schon allein durch ein Buch zum Millionär?

Und tatsächlich: Das Geheimnis, reich zu werden, ist verblüffend einfach. Nur anders, als ich dachte. Was Maschmeyer als Revolution anpreist, sind folgende Ideen: 1. Man muss monatlich eine möglichst große Menge Geld anlegen und sparen. 2. Man sollte mit seinem Geld gut haushalten, möglichst viel sparen und nur sehr wenig ausgeben. 3. Man soll versuchen, ein möglichst hohes Gehalt zu bekommen, und sich – soweit möglich – einen Zweitjob suchen, um sein Gehalt zu erhöhen.

All diese revolutionären Neuigkeiten stehen in den Kapiteln 2 bis 5, den laut Maschmeyer Entscheidenden des ganzen Buches. Nur: Diese tollen Ratschläge sind mir, seit ich zwölf Jahre alt bin, bekannt und ich bin trotzdem kein Millionär (zumindest nicht, dass ich wüsste…). Weiter ging es mit dem tollen Tipp, man müsse seinen Job lieben, denn nur wenn man seine Arbeit mag, wird man gut darin. Wenn einem der Job nicht gefällt, muss an halt den Job wechseln, auch in einen schlechter bezahlten. Aha – damit man noch länger bis zum Millionär braucht. Schulden soll man natürlich nicht machen und wenn man welche macht, soll man sie so schnell wie möglich wieder abbezahlen, koste es, was es wolle. Im Anschluss daran erklärt Maschmeyer, dass die Zinsen auch der Bank zurzeit so niedrig sind, dass man kein Geld dort anlegen solle, stattdessen aber in Aktien investieren solle. Immobilien seien auch nicht so schlecht, aber nicht so sicher wie Aktien. Unterfuttert ist der ganze Kram mit ellenlangen Rechnungen, wie viel Geld man bei unterschiedlichen Anlagebeträgen, Zinssätzen und Anlagezeiträumen erzielen kann.

Bitte versteht mich nicht falsch, einige Ideen von Maschmeyer fand ich wirklich gut. Das Buch war gut lesbar und leicht verständlich geschrieben, die Tipps plausibel, logisch und verständlich. Nur – obwohl ich in Sachen Finanzen ein ziemlicher Laie bin, habe ich aus der „Millionärsformel“ nur wenig Neues mitgenommen.

Fazit

Für alle, die sich in Sachen Finanzen und Vermögensaufbau überhaupt nicht auskennen und sich etwas Geld ansparen wollen, ein guter, sinnvoller Ratgeber, der sich sehr gut als Einstiegsliteratur eignet. Für alle anderen: Das Buch bietet leider nicht viel Neues. Wer also einen wirklich ausführlichen Ratgeber mit Hintergrundinformationen sucht, ist mit einem anderen Buch wohl besser bedient.