Stefan Holtkötter

* 1973 in Münster · deutscher Kriminalschriftsteller

Stefan Holtkötter – Autorenporträt
(c) Mascha Lohe

„Ich war als Debütant in der SuperIllu, das war toll.“

Stefan Holtkötter

Interview

Fun Facts

  • Für eine „Schützenlesung“ organisierte er mit drei anderen Krimiautoren ein Programm mit Marschmusik, Schnaps und Vogelschießen – statt einer üblichen stillen Wasserglaslesung.
  • Beim literarischen Debüt erschien ausgerechnet in der Zeitschrift „SuperIllu“ ein Beitrag über ihn, obwohl er später vor allem regionale Krimis schrieb.
  • Holtkötter ließ für „Düstermühle“ verdrängte Verbrechen an Zwangsarbeitern und Vertriebenen auf westfälischen Höfen in einen heutigen Brandanschlag hineinwirken.
  • Er hat einen deutlich anderen Umgang mit Schreibfristen als viele Autoren: Mal beginnt er früh, mal erst nachts, doch die Abgabetermine hält er ein

Werke von Stefan Holtkötter

Buchcover: Schützenbrüder

Schützenbrüder

Beim Schützenfest in Buddenbeck stirbt der Kassenwart des Vereins an vergiftetem Kirsch-Aufgesetztem. Die Polizei verdächtigt seine Tochter, die angeblich auf ein Erbe gehofft hat. Der pensionierte Bauer Tönne Oldenkott kennt die Beteiligten jedoch seit Jahrzehnten und zweifelt an dieser schnellen Lösung. Gemeinsam mit der jungen Polizistin Gül beginnt er, die eingespielten Beziehungen des Dorfes zu durchleuchten. Holtkötter verbindet ein klassisches Rätsel um Gift und Geld mit dem Reiz einer ungewöhnlichen Ermittlerfreundschaft und der Frage, wie viel Wahrheit sich hinter dörflicher Vertrautheit verbirgt.

Buchcover: Dreikönigssingen

Dreikönigssingen

Eine Sturmnacht endet auf dem Hof von Alfons Kerkering mit einem Mord. Während die Polizei an einen Einbrecher denkt, erinnert sich Tönne Oldenkott daran, dass der Getötete ein Windparkprojekt verhindert hatte. Mehrere Nachbarn hätten von dem Vorhaben profitieren können. Kurz vor dem Dreikönigstag nutzt Tönne eine ungewöhnliche Gelegenheit: Als Fahrer einer Sternsingergruppe kann er Höfe besuchen, ohne Fragen zu provozieren. Holtkötter inszeniert das als westfälischen Ermittlerwitz und zeigt, wie finanzielle Hoffnungen, Nachbarschaft und alte Rechnungen ineinandergreifen.

Buchcover: Düstermühle

Düstermühle

Auf einem Gutshof im Münsterland brennt ein Nebengebäude; zwei ältere Männer kommen ums Leben. Doch die naheliegende Erklärung trägt nicht: Der vermeintliche Brandstifter war kaum in der Lage, den anderen Mann zuvor zu töten. Kommissar Bernhard Hambrock und sein Kollege Henrik Keller suchen nach Motiven und geraten immer tiefer in die Dorfgeschichte. Alte Familienkonflikte und der Umgang mit Zwangsarbeitern und Flüchtlingen nach dem Krieg werden bedeutsam. Holtkötter verbindet einen heutigen Kriminalfall mit einer unruhigen Vergangenheit, die viele Beteiligte lieber vergessen hätten.