Klaus Ebner

* 1964 in Wien; Österreichischer Schriftsteller in Deutsch und Katalanisch

Klaus Ebner – Autorenporträt
(c) Klaus Ebner (Selfie)

„Wenn niemand mehr Bücher schriebe und läse, was bliebe dann von der Menschheit noch übrig?“

Klaus Ebner

Interview

Fun Facts

  • Zuerst muss Klaus Ebner die Struktur eines werdenden Buches ganz genau festlegen, also etwa die präzise Kapitelanzahl oder wie viele Gedichte ein Lyrikband am Ende enthalten wird; erst dann kann er mit dem Schreiben beginnen.
  • Bereits drei Romane wurden innerhalb von jeweils zwei Monaten geschrieben – aber an einem anderen Roman schrieb er sage und schreibe fünfunddreißig Jahre!
  • Konträr zur landläufigen Meinung kann er nicht schreiben, wenn es ihm wirklich schlecht geht. Es muss ihm zumindest einigermaßen gut gehen, damit er auch ein gutes Buch zustande bringt.
  • Texte werden am Computer geschrieben. Aber viele Gedichte entstehen zuerst handschriftlich.
  • Romane entstehen immer auf Deutsch. Aber Gedichte tauchen eher katalanisch auf – obwohl das nicht Ebners Muttersprache ist.
  • Klaus Ebner möchte, dass die Titel seiner Bücher jeweils nur aus einem einzigen Wort bestehen. (Einzelne Ausgaben, die das nicht berücksichtigen, sind frühe Publikationen, oder der Titel wurde vom Verlag bestimmt.) Dass die Einworttitel bei Übersetzungen in andere Sprachen nicht immer möglich sind, wurmt ihn.

Werke von Klaus Ebner

Buchcover: GLUT. Legende vom Woher und Wohin

GLUT. Legende vom Woher und Wohin

Unsere Geschichte zeigt, wie oft Religionen von den Mächtigen zu einem Werkzeug ihres Machtmissbrauchs umfunktioniert wurden. Dennoch gibt es zu allen Zeiten Menschen, welche die Essenz, die darin ruht, das »Gute« und die »Liebe«, wie eine ewige GLUT in sich aufnehmen und für die Nachwelt weitertragen. Auf diese Weise bewahren sie die Vorstellung eines übernatürlichen Wesens, einer schöpferischen Kraft oder einer allumfassenden Energie. GLUT führt als Episodenroman aus grauer Vorzeit in eine nicht allzu ferne Zukunft. Historisch-archäologische Erkenntnisse über antike Kulturen, Religionsgeschichte, Philosophisches und spirituelle Ansätze bilden das Herz der Erzählungen, und es ist auch eine Geschichte des geschriebenen Wortes und des Buches. Sprachliche und gesellschaftliche Entwicklungen werden behutsam nachgezeichnet, und die schillernden Figuren skizzieren eine faszinierende Legende vom Woher und Wohin.

Buchcover: Berührung

Berührung

Dieses Buch ist ein Gedichtzyklus über eine wunderbare und ganz einmalige Beziehung. Eine Hymne an die Liebe, die so bunt, reichhaltig und auch kompliziert ist, wie sie in diesem Leben nur sein kann. Alle Gedichte – 100 Gedichte und ein 16strophiger Epilog – sind im Buch zentriert gesetzt und enthalten Zeichnungen und Fotos des Autors.

Buchcover: Fünfzig

Fünfzig

Es ist der fünfzigste Geburtstag des Erzählers. Ein Geburtstag, den er sich so nicht vorgestellt hat, den er sich, genau genommen, überhaupt nicht vorgestellt hat, denn eigentlich findet er, dass es gar nichts zu feiern gäbe. Aber eben dieser – vielleicht einzige – Wunsch wird ihm prompt nicht erfüllt, denn seine Frau, Angritt, hat schon alles organisiert, Freunde und Familie zur großen Feier ins gemeinsame »Lieblingsgasthaus« eingeladen, und dem Erzähler bleibt wohl gar keine andere Wahl als … nun, wenn da seine Eingeweide nicht verrückt spielten, so wenige Stunden vor dem grandiosen Festschmaus. Und was eignet sich jetzt besser zur seelischen Vorbereitung, als einmal übergründlich in sich zu gehen und die gesamte bisherige Lebensgeschichte Revue passieren zu lassen, bevor ein völlig neuer Abschnitt beginnt? Denn die Fünfzig markiert wohl einen Wendepunkt, so viel ist klar …

Buchcover: Hominide

Hominide

Vor vier Millionen Jahren: Der Australopithecus Pitar erzählt von sieben Tagen im Leben seiner Sippe, von Macht, Liebe und dem Erwachen des menschlichen Geistes. Eine ebenso ironische wie anspielungsreiche Geschichte über die Anfänge der Menschheit.

Buchcover: Schwarzlicht

Schwarzlicht

Den Gedichten dieses Zyklus liegt erzählerisch ein Raumflug zugrunde, bei dem der Mond umrundet wird. Während des Hin- und Rückflugs besteht Funkkontakt zur Bodenstation; bei der Umrundung des Mondes ist dieser Kontakt gänzlich unterbrochen, solange sich das Kommandomodul hinter der erdabgewandten Seite des Trabanten befindet – die Wissenschaft bezeichnet diesen Zustand als Blackout. In der Raumkapsel befindet sich eine einzige Person, deren Gedanken und Aussprüche die Gedichte ergeben. Dieses lyrische Ich kann ebenso einer Frau wie einem Mann zugeordnet werden – die Gedichte können daher entweder »weiblich« oder »männlich« gelesen werden. Die Reise zum Mond und wieder zurück mündet in eine Betrachtung der Erde, jenes »blassen, blauen Punktes« im All, der unsere einzige Heimat ist; die Erschütterung der raumfahrenden Person über die Umweltschäden, die der Planet bereits erlitten hat, wird sichtbar. Und dann, im Blackout auf der erdabgewandten Seite des Mondes, tritt eine Wende ein, es kommt zu einer überraschenden Zweisamkeit und zu: neuer Hoffnung.

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