Fabian Wollgast

* 1990 in Berlin; Berliner Autor, der nicht nur auf Social Media "@lyrischgutdrauf" ist

Fabian Wollgast – Autorenporträt
© Verlag Stelling

„Ich könnt Romane schreiben. Doch ich tu' es nicht. Ich bin die Zuversicht. Und schreibe ein Gedicht.“

Fabian Wollgast

Interview

Fun Facts

  • Ich schreibe gern, bin aber lesefaul. Die Bücher, die ich bisher gelesen habe, kann ich an einer Hand abzählen.
  • Im Deutschunterricht der Oberschule habe ich von einer Vielzahl im Unterricht behandelter Werke nur ein einziges gelesen: "Woyzeck" von Georg Büchner, das erschien' mir kurz genug.
  • Aus Faulheit und naiver Selbstüberschätzung habe ich mich im Deutsch-Abitur nur auf eine von fünf möglichen Prüfungskomponenten vorbereitet: Analyse und Interpretation von Gedichten. Glück gehabt.
  • Ich habe habe meine Lyrik jahrelang für mich behalten. Erst 2025 habe ich angefangen, meine Zeilen zu teilen. Mein direktes Umfeld hat von meiner Schreibe nicht vor den ersten Veröffentlichungen in Anthologien und Magazinen Kenntnis genommen.
  • Eine chronische Erkrankung hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Vieles ging verloren, manches habe ich gewonnen. Der Lyrik hätte ich ohne Erkrankung vermutlich nicht den Raum gegeben, den sie verdient.
  • Wären meine Großeltern nicht gewesen, wäre ich wahrscheinlich nie Autor geworden. Würden sie heute noch leben jedoch auch nicht. Aus dem Leben spricht die Ironie.

Werke von Fabian Wollgast

Buchcover: Ich könnt Romane schreiben

Ich könnt Romane schreiben

Das Leben erzählt Geschichten - ich könnt Romane schreiben. Mach ich aber nicht. Dauert mir viel zu lang. Ich bin der Lyrik verschrieben. Zeilen in Versform erzählen vom Leben, wie es eben ist. Ich schreibe über Menschen, die fehlen. Über Kinder, die wachsen, die Liebe und was sie hält, über Erinnerungen, die tragen und eine Zeit, die viel zu schnell vergeht, über Sorgen genauso wie über Freuden des Alltags und wie nah diese beiden häufig beieinander liegen. Denn auch wenn sich meine Lyriksammlung an Tod, Angst und Verlust traut, ist "Ich könnt Romane schreiben" kein trauriges Buch. Ich lade ein, den schweren Seiten des Lebens mit Zuversicht, Sprachwitz und einer Leichtigkeit, die zwischen ernsten Zeilen immer wieder ironisch hindurchgreift, im Trotz der Lebensfreude zu begegnen. Die 56 Gedichte dieser Sammlung sind mal nachdenklich, mal direkt, sie sind verspielt oder trocken. Und irgendwo dazwischen geht es immer wieder um dieselbe Frage: Wie wollen wir eigentlich leben, solange wir sind? 56 Gedichte für einen lyrisch guten Alltag.

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