Daniel Höra

* 1965 in Hannover · deutscher Jugendbuchautor

Daniel Höra – Autorenporträt
(c) D. Höra

„Als Schriftsteller ist es vor allem wichtig, seine eigene Stimme zu finden.“

Daniel Höra

Interview

Fun Facts

  • Mitten in den Vorbereitungen zum nachgeholten Abitur ging er für ein Jahr nach Israel, um dort zu leben und zu arbeiten.
  • Er boxte über viele Jahre und verglich das Schreiben mit einem Boxkampf: Man muss zugleich aufmerksam sein, angreifen und sich verteidigen.
  • Sein Debüt „Mora!“ erschien noch unter dem Pseudonym Daniel Knillmann. Ein Leser bemerkte ausgerechnet die Ähnlichkeit mit dem berühmten Vorbild, das er nachahmen wollte.
  • Ponyhof-Geschichten will er nicht schreiben: Im FaBü-Interview nannte er Pferde und Tiergeschichten als Stoffe, mit denen er sich überhaupt nicht anfreunden kann.

Werke von Daniel Höra

Buchcover: Gedisst

Gedisst

Alex, Schädel, Rocco und ihre Freunde verbringen ihre Tage zwischen Hochhäusern und einer Bank im Wohnviertel. Als eine ältere Frau überfallen wird und später stirbt, steht für die Umgebung der Schuldige rasch fest: Alex. Gerüchte und Vorurteile wachsen zu einer bedrückenden Gewissheit, während die Freundschaften der Jugendlichen unter Druck geraten. Höra beschreibt die Dynamik einer Gruppe, die ihre eigenen Regeln entwickelt und zugleich von außen abgestempelt wird. Der Jugendroman macht sichtbar, wie schnell Verdächtigungen zu sozialer Gewalt werden können.

Buchcover: Das Schicksal der Sterne

Das Schicksal der Sterne

Adib ist vor Krieg und Verfolgung aus Afghanistan geflohen. Karl musste einst seine schlesische Heimat verlassen. Als sich ihre Wege in Berlin kreuzen, liegen Jahrzehnte zwischen den beiden, doch das Erleben von Verlust, Angst und Entwurzelung verbindet sie. Was zunächst wie eine unwahrscheinliche Begegnung erscheint, wird zu einer Freundschaft über Generationen und Kulturen hinweg. Höra erzählt von Flucht ohne einfache Parolen; seine Figuren müssen einander kennenlernen, bevor sie Gemeinsamkeiten entdecken. Gerade die unterschiedlichen Erinnerungen eröffnen neue Sichtweisen auf Heimat und Zugehörigkeit.