Georg Bydlinski

* 30. Mai 1956 in Graz; österreichischer Schriftsteller

Georg Bydlinski – Autorenporträt
© Birgit Bydlinski

„Bestenlisten spiegeln quantifizierbare Objektivität vor, die es in der Literatur nie wirklich geben kann.“

Georg Bydlinski

Interview

Fun Facts

  • Ausgerechnet als Libero stand Bydlinski für die österreichische Autoren-Fußballnationalmannschaft auf dem Platz. Literatur und Abwehrarbeit gehörten für ihn zeitweise zum selben Lebenslauf.
  • Bydlinski kommt zu Lesungen oft mit seiner Gitarre: Er hat eigene Texte sowohl für Kinder als auch für Erwachsene vertont und gestaltet Auftritte mit eigenen Liedern.
  • Autofahren ist für den vielfach reisenden Schriftsteller keine Routine: Im FaBü-Interview bezeichnete er sich ausdrücklich als Nichtautofahrer, der Fahrzeugdetails für Geschichten recherchieren muss.
  • Wenn ein Gedicht entsteht, kann der Arbeitsplatz ein Zugabteil oder ein Wanderweg sein. Längere Erzählungen schreibt er dagegen möglichst in regelmäßigem Vormittagsrhythmus.

Werke von Georg Bydlinski

Buchcover: Der himbeerrote Drache

Der himbeerrote Drache

Ein kleiner Drache ist von Anfang an anders: Statt grün ist er rot gesprenkelt wie die Himbeeren, die er am liebsten ganz allein verspeist. Die anderen Drachen lachen ihn aus; verletzt verlässt er das Drachenland. Erst in der Fremde merkt er, dass ihm Gesellschaft fehlt und der Beerengenuss mit Freunden schöner wäre. Georg Bydlinski erzählt von Ausgrenzung, Eigensinn und der Freude am Teilen. Louisa Kron setzt die Geschichte in verspielte Bilder um, die dem Außenseiter ein unverwechselbares Gesicht geben.

Buchcover: Der Zapperdockel und der Wock

Der Zapperdockel und der Wock

Der Zapperdockel und der Wock sind keine Tiere, die man im Bestimmungsbuch findet. Gerade deshalb können sie alles erleben, was in Freundschaften vorkommt: Sie necken einander, verletzen sich mit unbedachten Worten und suchen einen Weg zurück. Als der Wock über Aussehen und Größe seines Gegenübers spottet, wird aus der Albernheit bitterer Ernst. Der Zapperdockel weint, während der andere zunächst gar nicht versteht, was geschehen ist. Mit verspielter Sprache und den Bildern von Jens Rassmus erzählt Bydlinski eine kleine Geschichte über Kränkung und Versöhnung.

Buchcover: Triestiner Mosaik

Triestiner Mosaik

Triest ist eine Stadt zwischen Sprachen, Bergen und Meer. In diesen Gedichten betrachtet Georg Bydlinski Plätze, Stimmen und Landschaftsausschnitte, die erst zusammengenommen ein Bild ergeben. Der Band funktioniert wie das Mosaik des Titels: Jedes Stück hält eine Beobachtung fest, ohne die ganze Stadt erklären zu wollen. Begegnungen und sprachliche Eigenheiten werden zu kleinen Verdichtungen von Erinnerung und Gegenwart. Zeichnungen von Linda Wolfsgruber begleiten den Gang durch einen Ort, der sich einfachen Zuschreibungen entzieht. Selbst das Vermessen der Stadt wird am Ende zum poetischen Widerspruch.