Ulrich Land

* 1956 in Köln; deutscher Romanautor, Radiomacher und Creative-Writing-Dozent

Ulrich Land – Autorenporträt
Foto von André Symann, Copyright: Ulrich Land

„"Er sah sie bloß an. Mit seinen großen alten Augen. Während sie nah, viel zu nah vor ihm stand." (aus: Die Leiden der jungen Weiber - Das Goethe-Komplott)“

Ulrich Land

Interview

Fun Facts

  • Ich schreibe am liebsten im Zug und, es ist nicht zu fassen, immer noch mit Füller. Und zwar mit dem, den ich im zarten Alter von 31 als Literaturpreis in Wuppertal abgestaubt hab. Kann quasi dabei zusehen, wie die Tinte aufs Papier fließt. Danach wird die Chose in die Tastatur geklappert - das ist dann schon die erste Korrekturphase.
  • Mein Schreibtisch ist einfach großartig. Er ist, seit ich 20 bin, in treuen Diensten, besteht aus einer schlecht furnierten Pressspanplatte und acht schrägstehenden Stützen. Die Tintenkleckse und Teetassenränder werden mehr als aufgewogen durch die Wahnsinnsaussicht rüber bis zum Hochschwarzwald. El Dorado der Schreiberei.
  • Ich stehe nach wie vor auf Bücher aus Pappe und Papier. So gesehn bin ich sicher ein Fossil. Und ich nehme auch für mein Leben gern das ganz normal lineare Radio- und Fernsehprogramm der öffentlich Rechtlichen zur Kenntnis. Lande ich mal in einem Hotelzimmer, bin ich stets die erste halbe Stunde damit beschäftigt, aus dem Wust von Sendern ARD und ZDF rauszupicken. Warum muss das Leben so mühsam sein, wenn es doch so einfach sein könnte.
  • Aber ich bin nicht nur (wert)konservativ. Politisch immer sponti-links, bis auf den heutigen Tag, entsetzt vom Raum greifenden rechtsradikalen, verdammt gefährlichen Schwachsinn, multikulti-begeistert und seit Jahrzehnten WG-erprobt. Und dabei bleibt's - mit gradezu konservativer Hartnäckigkeit.
  • Auch wenn das womöglich wieder nicht gerade mega zeitgeist-modern wirken mag: Ich hasse KI. Vor allem wenn irgendwelche Bots und Avatare mich anmailen, sie würden sooo gern meine ach so faaantastischen Bücher promoten, würde mich auch nur ein paar hundert Euros kosten. Bloß für die Recherche, da ist KI zugegebenermaßen wirklich hilfreich.

Werke von Ulrich Land

Buchcover: Und die Titanic fährt doch

Und die Titanic fährt doch

14. April 1912, 2339 Uhr. William M. Murdoch, Erster Offizier der Titanic, steht schockstarr auf der Außenbrücke. Vor ihm der Eisberg! Murdoch weiß um die Gefahren eines Ausweichmanövers und entscheidet sich für die Frontalkollision! Mit dem Erfolg, dass er zwar anderthalbtausend Menschen das Leben rettet, nun aber von den aufgebrachten Reederei-Oberen attackiert wird, weil der elegante Bug des Luxusdampfers demoliert wurde! Murdoch's Gedanken schlagen Kapriolen! Und wieso grinst ihn der Revolver so auffordernd an, der da vor ihm auf dem Tisch der Haftkabine liegt?

Buchcover: Hölderlins Filmriss

Hölderlins Filmriss

1807. Im beschaulichen Tübingen sind drei unnatürliche Todesfälle in verdammt kurzer Folge zu beklagen. Oder sind es vier? Ein Drucker, ein Verleger, ein Fremder. Und der Schlosserlehrling etwa auch? Und was haben die Toten mit der Verskunst Hölderlins zu schaffen? Jenes Dichters, der sein Dasein am Rande des Wahnsinns in einem Turmzimmer fristet und traumschöne Poesie verfasst – und inhaltsleere Briefe an die Mutter.

Buchcover: Dating Tucholsky

Dating Tucholsky

Südschweden, Ende 1935. Kurt Tucholsky stirbt im Exil. An einer Überdosis Schlafmittel. Aber kann man das glauben? Der messerscharfe Satiriker und hartnäckige Nazi-Gegner soll einen derart banalen Tod gestorben sein? Im Obduktionsbericht ist von der unerklärlichen Einstichstelle einer Spritze die Rede ... Wird Zeit, dass dem mal einer nachgeht!

Buchcover: Die Leiden der jungen Weiber - Das Goethe-Komplott

Die Leiden der jungen Weiber - Das Goethe-Komplott

Goethe gab es nicht, hat es nie gegeben. Er ist nichts als das Produkt einer Verschwörung von Frauen, die Ende des 18. Jahrhunderts durchweg miese Erfahrungen mit Männern gemacht haben. Diese Schlechtigkeiten schnüren sie zu einem Sündenbock zusammen, den sie als Dichter mit Namen Johann Wolfgang von Goethe in die Welt hinausschicken. – Und entfachen damit ein Rodeo, aus dem sie nicht mehr rauskommen. Das kann nicht gut gehn!

Buchcover: Lieber reich leben als arm sterben - Ein Else-Lasker-Schüler-Krimi

Lieber reich leben als arm sterben - Ein Else-Lasker-Schüler-Krimi

Eine feinsinnige Dichterin als Racheengel. Else Lasker-Schüler, die mit expressionistischer, tiefgründiger Poesie aufwartet und keiner Fliege was zu leide tun kann, rastet aus. Der jahrelang aufgestaute Schmerz um ihren viel zu früh verstorbenen Sohn kocht plötzlich über. Also erdichtet sie ihren Tod, um sich inkognito auf die Suche nach einem Schuldigen zu machen. In Jerusalem, Berlin und Elberfeld. – Und mit einem Mal weiß sie: Der Sohn ihres Ex-Mannes hatte die Finger im üblen Spiel! Glaubt sie zu wissen.

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