Wolfgang Brunner

* 13. Dezember 1964 in Freising · deutscher Schriftsteller und Lektor

Wolfgang Brunner – Autorenporträt
© Wolfgang Brunner

„Persönlich ist immer noch besser als Internetkontakt.“

Wolfgang Brunner

Interview

Fun Facts

  • Die Grundidee für seinen Horrorroman „Nachtzug“ entstand, als Brunner am 5. Januar 2010 in einem wegen Schnee und Eis feststeckenden Zug saß. Während er Richard Laymons „Der Keller“ las, verwandelte er die Panne gedanklich in eine Attacke durch Mensch-Hyänen-Hybriden.
  • Eine persönliche Begegnung mit Michael Ende in den späten achtziger Jahren gab den Ausschlag, Schriftsteller werden zu wollen. Ein persönlicher Brief von Ende gehörte später zu Brunners besonderen Erinnerungsstücken.
  • Für jedes neue Buch stellt Brunner eine eigene Musikauswahl zusammen, die er während der Arbeit am Manuskript hört. Den Roman „Der Schmetterlingsmann“ führte er sogar mit der Elektronikband Pyramid Peak als Hörspiel-Konzert auf.
  • Aus einer Nebenrecherche für „Nachtzug“ entstand ein neuer Roman: Die Legende der Weißen Frau von Schloss Ringenberg war zunächst nur ein möglicher Hintergrund für einen fiktiven Krimiautor und wurde dann zur eigenständigen Geschichte.
  • Für die „Weiße Frau“ ließ er einen Kurzfilm direkt an den historischen Schauplätzen von Schloss Ringenberg drehen; der Film entstand als Begleitprojekt zum Roman.

Werke von Wolfgang Brunner

Buchcover: Nachtzug

Nachtzug

Ein ICE bleibt in einer eisigen Winternacht auf der Strecke zwischen Berlin und Düsseldorf liegen. Während Schriftsteller Thomas Kassner unter den Passagieren auf die Weiterfahrt wartet, entkommen in der Nähe von Gütersloh genmanipulierte Kreaturen aus einem Forschungsinstitut. Die Kreuzungen aus Mensch und Hyäne finden in dem festsitzenden Zug leichte Beute. Plötzlich wird aus einer alltäglichen Reise eine Belagerung ohne Ausweg. Brunner verwandelt die Enge der Waggons und den stillen Schnee in eine klaustrophobische Horrorbühne, auf der die Reisenden ebenso sehr gegeneinander wie gegen die Monster kämpfen.

Buchcover: Scharlachrot und dunkel wie gefrorenes Blut

Scharlachrot und dunkel wie gefrorenes Blut

Rote Tropfen fallen vom Himmel. Zuerst scheint es nur ein fremdartiges Naturereignis zu sein, doch bald verändern sich Menschen, Landschaften und die Regeln der Wirklichkeit. Martin, Hester und Alexander versuchen, in einer Welt Orientierung zu behalten, deren Zeit und Wahrnehmung aus den Fugen geraten. In Greyhaven verdichtet sich die Bedrohung durch eine uralte Präsenz, die nicht einfach vernichtet, sondern alles neu ordnet. Brunners illustrierter Horrorroman greift Motive von H. P. Lovecraft und H. G. Wells auf und macht den Verlust des eigenen Ichs zum eigentlichen Schrecken.