
Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?
Viele sind – oft unbewusst – der Ansicht, dass der Autor Eigenschaften des Erzählers haben müsse oder legen ihm Worte seiner Figuren in den Mund.
Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet dich beim Schreiben?
Ich schreibe mit einem reinen Texteditor, erst am Ende kopiere ich die fast fertige Fassung in ein Textverarbeitungssystem.
Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?
Mary Shelley (Frankenstein).
Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?
Da ich primär gesellschaftskritische und oft dystopische Science-Fiction schreibe, was das Setting betrifft, eher weniger (wobei: leider immer mehr, jede Dystopie wird von der Realität eingeholt). Allerdings sind viele meiner Figuren Antitheisten, Antispeziesisten, Antifaschisten usw. wie ich und begegnen entsprechend ethisch Minderbemittelten mit Wahnvorstellungen.
Was kannst du uns schon über dein nächstes Projekt verraten?
Derzeit schreibe ich vor allem Mikrostorys (mit maximal 500 Zeichen), ich schätze, Anfang nächsten Jahres werden es genug sein für ein Buch. Außerdem möchte ich, nach nun zwei antitheistischen Erzählsammlungen eine antispeziesistische folgen lassen; veröffentlichte Storys dafür habe ich genügend, aber es sollen natürlich auch wieder unveröffentlichte enthalten sein, einige müssen also geschrieben werden.
Du bist im Weltall: Elon hat dich auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, du durftest aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?
E-Books wiegen nicht so viel, daher ist die Beschränkung auf drei wenig sinnvoll. Lediglich Mars-Survival-Handbücher auf Papier im Fall eines Stromausfalls könnten theoretisch hilfreich sein, praktisch würden sie aber auch nichts mehr nützen.

