Marcus Stiglegger – Autorenporträt
(c) Danilo Vogt / Pressenutzung frei

Prof. Dr. Marcus Stiglegger (*1971) lehrt Film- und Medienkulturwissenschaft in Regensburg und Ludwigsburg, PD an der Universität Mainz. Studium der Ethnologie, Film- und Theaterwissenschaft in Mainz; Dissertation zum Thema Geschichte, Film und Mythos (SadicoNazista. Geschichte – Film – Mythos, Hagen: Eisenhut 2014, 3.

Welche literarische Figur wären Sie selbst gerne für einen Tag?

Philip Marlowe

Welches Buch hätten Sie gerne selbst geschrieben?

Blood Meridian

Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?

Das Schreiben einsam macht.

Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet Sie beim Schreiben?

Ich höre dabei immer Musik.

Welche Kritik an Ihren Büchern hat Sie besonders getroffen oder überrascht?

Jene von Leuten, die das Buch nicht gelesen haben und ihre eigenen Defizite darauf projizieren.

Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würden Sie gerne einen Abend verbringen?

Cormac McCarthy

Wie autobiografisch sind Ihre Bücher? Wie viel von Ihnen selbst fließt dort ein?

„Body Politics“ ist teilweise autobiografisch. Meine „Grenze-Trilogie“ ist autobiografisch motiviert.

Was können Sie uns schon über Ihr nächstes Projekt verraten?

Es wird um das Fortleben der Mythen gehen.

Sie sind im Weltall: Elon hat Sie auf den Mars geschossen. Die Reise dauert lang, Sie durften aber nur drei Bücher mitnehmen, weil jedes Kilo zählt. Welche wären das?

Moby Dick, Blood Meridian, L’erotisme

Team Klassiker oder Team Gegenwartsliteratur – was inspiriert Sie mehr und warum?

Klassiker, viele gegenwärtige Bücher sind modische Schimären.

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