Marcus Stiglegger

* 1971; österreichisch-deutscher Autor, Film- und Kulturwissenschaftler und Musiker

Marcus Stiglegger – Autorenporträt
(c) Danilo Vogt / Pressenutzung frei

„Film ist ein Medium der Verführung.“

Marcus Stiglegger

Interview

Fun Facts

  • M.S. unterrichtete an der Filmhochschule, die seine Bewerbung als Student einst abgelehnt hatte.
  • M.S. wollte mit 19 Jahren eigentlich Filmemacher werden, wurde aber schließlich Musiker mit über 15 veröffentlichten Alben seit 2005, darunter auch Filmsoundtracks.
  • Als M.S. seine Dissertation über Faschismus und Sexualität im Film einreichte, wurde er gewarnt, dass das Thema seiner Karriere schaden könnte. Heute ist das eines seiner bekanntesten und langlebigsten Bücher mit 4. Auflagen und Teilübersetzungen in andere Sprachen.

Werke von Marcus Stiglegger

Buchcover: Film als Medium der Verführung. Einführung in die Seduktionstheorie des Films

Film als Medium der Verführung. Einführung in die Seduktionstheorie des Films

Die Seduktionstheorie definiert den Film im weiteren Sinne als ein Medium der Verführung, basierend auf dem französischen Begriff der séduction. Es handelt sich um einen von kontinentaler Philosophie und klassischer Filmtheorie geprägten theoretischen Ansatz, mit dem ein dreistufiges Analysemodell verknüpft ist. Das Buch führt in die theoretischen Grundlagen ein und stellt anhand unterschiedlicher klassischer und aktueller Beispiele aus der Filmgeschichte mögliche Analyseansätze vor.

Buchcover: Mediale Projektionen des Anderen. Indigene Kulturen im Genrekino

Mediale Projektionen des Anderen. Indigene Kulturen im Genrekino

Wie entstehen die Bilder, die wir von „den Anderen“ haben – und warum sind sie so wirkmächtig? Dieses Buch untersucht die mediale Konstruktion indigener Kulturen im populären Kino und führt aktuelle Debatten zu Dekolonisierung und Othering für die Genretheorie weiter. Anstatt einseitiger Kritik bietet es eine historisch differenzierte Analyse des Genrekinos und zeigt anhand prägnanter Beispiele, welche filmischen Formen diese Bilder hervorgebracht und bis heute geprägt haben. Im Zentrum stehen Western und Abenteuerfilm als global wirkmächtige Schlüsselgenres. Von frühen Stummfilmen bis zu europäischen Varianten wird deutlich: Die Darstellungen sind keine neutralen Abbilder, sondern Ausdruck kultureller Mythen und kolonialer Machtverhältnisse. Die Studie eröffnet neue Perspektiven für die Filmwissenschaft und richtet sich an alle, die sich für mediale Repräsentation und kulturelle Identität interessieren.

Social Media