Silvia Friedrich – Autorenporträt
Neugierig bleiben! (c) S. F.

eboren in Niedersachsen, in Berlin und Umgebung heimisch geworden. Journalistisch und als Autorin tätig seit 20 Jahren. Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband Land Brandenburg

Welches Buch hättest du gerne selbst geschrieben?

Kater Musch von Ellis Kaut und Wir Untertanen von Bernt Engelmann.

Was ist der größte, aber falsche Mythos, den Menschen über das Leben als Schriftsteller glauben?

Dass man sich hinsetzt morgens wie ein Sachbearbeiter im Finanzamt und es fließt. Oft fließt gar nichts. Die Ideen kommen zu Zeiten, wo man nicht damit rechnet.

Welche Marotte oder Angewohnheit begleitet dich beim Schreiben?

Ich muss Kaugummi kauen, das belebt meine Gedanken.

Welche Kritik an deinen Büchern hat dich besonders getroffen oder überrascht?

Dass man mir bei einer Lesung in den neuen Bundesländern nicht glaubte, dass es im Westen so ärmlich zuging, wie ich es beschrieb in „Kurz vor Woodstock“ und ich schwöre, es ist die Wahrheit. Wir holten Wasser von der Pumpe und das Klo war draußen.

Mit welchem Schriftsteller – lebend oder verstorben – würdest du gerne einen Abend verbringen?

Friedrich Schiller.

Wie autobiografisch sind deine Bücher? Wie viel von dir selbst fließt dort ein?

Sie sind zum größten Teil sehr autobiografisch. Weil sie dann extrem authentisch werden. Es fließt sehr viel von mir ein. Manchmal aber auch nicht, dann sind es von mit beobachtete Menschen, die ich beschreibe oder lebendig werden lasse.

Welche Frage wird dir in Interviews nie gestellt, obwohl du sie gerne beantworten würdest – und wie lautet deine Antwort?

Warum schreibst du?

Antwort: Ich will euch erreichen und berühren.

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