Cassandra Clare – „Chroniken der Schattenjäger 2“

Rezension von Lisa
Love and lies can corrupt even the purest heart…

Inhalt  und Rezension

Nichts Neues unter der Sonne… aber unterhaltsam! Cassandra Clare glänzt in letzter Zeit nicht unbedingt durch Kreativität und Einfallsreichtum; eines muss man ihr allerdings lassen: sie weiß, wie man ein unterhaltsames Buch schreibt. Clockwork Prince ist der zweite Teil der Infernal Devices Trilogie und setzt die Geschichte rund um die junge Schattenweltlerin Tessa und ihre Schattenjäger Freunde fort. Der Inhalt des Buches lässt sich relativ einfach beschreiben. Es geht wie so oft um die Frage: Wem gehört Tessas Herz? Wen wird sie wählen? Will oder Jem? Jem oder Will?

Diese verfahrende Situation ist die Grundlage für eine Geschichte voller Drama, Herzschmerz, Seelenpein, und Missverständnisse. Oh ja – Missverständnisse! Ein Roman von Cassandra Clare kommt nicht ohne eine gehörige Portion Missverständnisse aus, das habe ich inzwischen gelernt.

schattenjäger2Bezüglich der Geschichte und den Charakteren an sich gibt es nicht viel zu bemerken.   Kennt man eine Reihe von Cassandra Clare, kennt man alle. Das klingt zwar ein wenig fies, ist aber war. Die Autorin recycelt ihren alten Stoff wieder und wieder (und das Ganze ist ihr noch nicht einmal peinlich.)   Gerade bei den Protagonisten der Prequel Trilogie habe ich mich verdächtig an die Charaktere der Mortal Instruments Serie erinnert gefühlt: Tessa=Clary, Will=Jace, Jem=Alec+Simon, Jessamine=Isabelle usw. – Bei Clockwork Prince tritt diesbezüglich eine kleine Verbesserung ein. Die Figuren entfernen sich langsam von ihren „Vorbildern“ und agieren eigenständiger.

Dennoch wird Will für mich immer nur eine Kopie von Jace bleiben. Obwohl beide völlig unterschiedliche Beweggründe für ihr Verhalten haben (wie die Enthüllung von Wills Vergangenheit (← Achtung – äußerst plump! – beweist ), sind die beiden sich verdammt ähnlich.   Auch aus diesem Grund schlage ich mich auf die Seite von Jem. Nicht, weil ich ihn jetzt so viel besser finden würde als Will, sondern weil mich die Kombination Tessa/Will viel zu sehr an die ausgelutschte Kombination Clary/Jace erinnert. Abwechslung schadet schließlich nie!  Noch eine kleine Anmerkung zu der Dreiecksbeziehung: Aufgrund einiger unglücklicher (aber unvermeidbarer) Entscheidungen werden die drei Protagonisten gegen Ende hin in eine ziemlich prekäre Situation „katapultiert“- Die Auflösung im dritten Band dürfte HÖCHST dramatisch werden…

Fazit  

Das Buch ist kein Vergleich zu den ersten drei Mortal Instruments Bänden, aber immerhin noch nette Kost für zwischendurch. In typischer Clare Manier gibt es wieder haufenweise lustige Szenen, mitreißende Momente und überraschende Wendungen. Der Schreibstil driftet manchmal ins Schwülstig-Kitschige ab, ist aber dennoch sehr flüssig zu lesen. Ferner mochte die Nebencharaktere wie zB. Charlotte und Henry und die zarten Liebesbande, die sich zwischen Sophie und Gideon entwickeln, waren ebenfalls eine nette Ergänzung.

Den letzten Teil der Trilogie wird aller Voraussicht nach ebenfalls gelesen; allzu eilig habe ich es damit aber nicht.

Lisas Bewertung: 3,3 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Auf den ersten Blick  

Neuerdings (siehe rechts: City of Fallen Angels) werden die Gesichter der Charaktere immer ganz auf den Covern abgebildet. Bei dem eben erwähnten Buch haben sie die Darstellung ziemlich vermasselt (Clary sah aus wie ein Zombie! ;p ); Clockwork Prince ist zum Glück besser gelungen

Infos

Titel: Clockwork Prince  Übersetzung: –   Autor/in: Cassandra Clare Reihe: The Infernal Devices #2  Verlag: Walker Books   


Redaktion von Beste Bücher

 

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