David Baldacci: „Zero Day“

Von Minerva

Inhalt:
Oberst Matthew Reynolds wird samt seiner Familie im ländlichen West Virginia ermordet. Da Reynolds Angehöriger des Militärs und dort beim Geheimdienst war, wird der hochdekorierte Militärpolizist und Army-Veteran John Puller beauftragt, zum Tatort zu fahren und den Fall zu untersuchen. 

Puller soll den Fall in der ökologisch zerstörten Kohleabbauregion mit hoher Arbeitslosigkeit und komplexer Sozialstruktur zusammen mit Samantha Cole, der vor Ort zuständigen Polizistin, bearbeiten. Als er im kleinen, verschlafenen Ort Drake ankommt, ist bereits ein weiterer Mord geschehen – es soll nicht der letzte bleiben. Als sich die Situation zuspitzt wird das Ermittlerduo an seine Grenzen gebracht und plötzlich steht weit mehr auf dem Spiel, als nur eine abgelegene Bergbauregion…

Rezension:

John Puller, die neue Figur Baldaccis, gefällt mir zwar nicht so gut wie sein Duo King-Maxwell, doch der in Afghanistan und Irak kampferprobte Militärpolizist mit komplexer Familiengeschichte, der lieber in Mordfällen ermittelt als beim Militär aufzusteigen, ist interessant und vielschichtig. Gewisse Ähnlichkeiten mit Lee Childs „Jack Reacher“ sind augenfällig.

Trotz der grausamen Morde wirkt die erste Hälfte des Buches etwas ereignisarm, obwohl ich mit Interesse von Puller, Cole und den ersten Ermittlungen gelesen habe. Da erinnerte mich das Buch mehr an eine klassische Detektivgeschichte als an einen Thriller. Die gesamte Story ist komplex mit mehreren Wendungen aufgebaut, auch wenn die grobe Richtung früh klar ist. Ob zu konstruiert, muss jeder für sich entscheiden.

Baldacci schreibt wie immer sprachlich ansprechend, mit kleinen humorvollen Schmankerln. Kenntnisreich lässt er komplizierte Sachverhalte einfließen und schafft es fast durchweg die Spannung aufrechtzuerhalten.

Fazit:

Guter und zumeist spannender Thriller mit Baldaccis neuem Protagonisten John Puller, einem Militärpolizisten allà Jack Reacher.

Bewertung:

4 von 5 Sternen

Die Stimmen der Anderen:

„Zero Day ist ein paranoider Thriller, der sich zunächst als Mordmysterium ausgibt. Baldacci liefert uns hier einen schnellen Plot mit einem interessanten Mix aus Intrige, versteckten Hinweisen und den üblichen Explosionen…“ (Richmond Times)

„Leser erwarten Aufregung wenn sie David Baldaccis Bücher lesen und Zero Day ist hier keine Ausnahme. Während Baldaccis neuer Star nur mit Mühe ein ums andere Mal den Anschlägen auf sein Leben entgeht, wartet auf den Leser ein aufregender Ritt durch des Autors Fantasie.“ (The Free Lance Star)

Info:

  • Webseite des Verlags zum Buch
  • David Baldacci wurde 1960 in Virginia, USA, geboren und arbeitete lange Jahre als Jurist in Washington. Bekannt wurde er mit dem Buch „Der Präsident“, verfilmt mit Clint Eastwood unter dem Originaltitel „Absolute Power“. Mit über 100 Millionen verkauften Büchern ist Baldacci einer der erfolgreichsten Autoren der Welt (Offizielle Webseite)
  • Internetseite Gastrezensorin Minerva (anderslernenblog.blogspot.de)

zero_day


  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.