Janika Nowak – „Das Lied der Banshee“

Rezension von Lisa

Inhalt

Aileen ist siebzehn und ein ganz normaler Teenager. Weniger normal ist, dass sie eines Abends von vier kräftigen Männern überfallen wird. Noch weniger normal ist, dass sie die Situation unbeschadet übersteht  – im Gegensatz zu dem vier Kerlen. Wie kann das sein?

Aileen weiß nur, dass irgendwie ihre Instinkte die Kontrolle übernommen haben. Als sie noch darüber nachdenkt und grübelt, findet sie sich unwillkürlich in eine Welt der Magie und des Zaubers wieder, in der sie nur überleben kann, wenn sie schnell – sehr schnell – ihre wahre Identität findet. Gefahr ist bereits in Verzug…

Rezension

Gelungener Debüt-Roman

Das Erstlingswerk der deutschen Autorin Janika Nowak ist ein bunter Lesespaß und kann vor allem durch seine authentische und neuwertige Mythologie überzeugen. Bei der Vielzahl an fantastischen Wesen bleiben eigentlich keine Wünsche offen! Es gibt Banshees (ja nee!), Sirenen, Nixen, Gargoyles, Wassermänner, Satyrn (ich habe gegoogelt, die Mehrzahl von Satyr ist wirklich Satyrn), Onis, Drachen, Vampire Lamien und vieles mehr… Die einzelnen Götterkinder sind alle wunderbar in Szene gesetzt und überzeugen durch ihre Einzigartigkeit (oder in bestimmten Fällen auch durch ihre Eigenheiten. ^^)

Die Protagonistin Aileen hat ein ziemlich loses Mundwerk und ihre flapsigen Sprüche bringen einem das ein oder andere Mal zum Schmunzeln. Bis auf ein paar wenige Aussetzer wie Schwärmereien ist sie eine erträgliche und sympathische Zeitgenossin. Als unlogisch empfand ich allerdings die Tatsache, dass Aileen schon in kürzester Zeit so mächtig wird und selbst Götterkinder mit jahrhundertlanger Erfahrung einfach so überflügelt. Das Buch verliert so ein Stück weit an Spannung, da man als Leser eh weiß, wie sämtliche Kämpfe ausgehen werden…

Aileens menschlichem Freund und Arbeitskollegen Thomas hätte ein wenig mehr Profil gutgetan. Zudem scheint er das Dasein der Götterkinder ziemlich schnell wegzustecken. Ganz ehrlich, wer würde die die Existenz von übernatürlichen Wesen einfach so mit einem Kopfnicken quittieren? 😉 Bei der Optik kann der Roman dagegen voll und ganz überzeugen. Das herbstliche Cover ist wirklich schön anzusehen und erzeugt eine romantisch-mysteriöse Atmosphäre. Auch die Tatsache, dass das abgebildete braunhaarige Mädchen mit den Rehaugen nicht das richtige Aussehen von Aileen widerspiegelt, tut dem keinen Abbruch. Seine wahren Qualitäten entfaltet der Roman aber erst im Innenteil. Die zahlreichen Illustrationen sind ein wahrer Augenschmaus und fügen sich perfekt in das Gesamtbild des Romans ein. Ich gebe zu, dass dies letztendlich auch ausschlaggebend für die Anschaffung des Buches war… (Das Auge kauft eben mit! ^^)

Fazit

Trotz einiger Ungereimtheiten ist Das Lied der Banshee ein gelungener Auftakt, der durch eine interessante Mythologie, vielversprechende Charaktere und eine opulente Ausstattung glänzen kann. Bestseller-Potenzial, würde ich mal sagen. Der zweite Teil wird sich der asiatischen Mythologie widmen. Ich kann es kaum erwarten 😉

Lisas Bewertung: 4,5 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

 

Redation von Beste Bücher

 

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