Marissa Meyer – „Cinder“

Rezension von Lisa

– Dies ist nicht das Märchen, an das Du Dich erinnerst. Aber es ist eines, das Du nicht vergessen wirst… –

Inhalt  

Humans and androids crowd the raucous streets of New Beijing. A deadly plague ravages the population. From space, a ruthless lunar people watch, waiting to make their move. No one knows that Earth’s fate hinges on one girl. . . .

Cinder, a gifted mechanic, is a cyborg. She’s a second-class citizen with a mysterious past, reviled by her stepmother and blamed for her stepsister’s illness. But when her life becomes intertwined with the handsome Prince Kai’s, she suddenly finds herself at the center of an intergalactic struggle, and a forbidden attraction. Caught between duty and freedom, loyalty and betrayal, she must uncover secrets about her past in order to protect her world’s future.

Auf den ersten Blick

Der rote Schuh wird im Buch kein einziges Mal erwähnt, dennoch passt das Motiv sehr gut zur Geschichte, da man es automatisch mit dem Märchen Cinderella assoziiert.   Was wohl auf den Covern der nächsten 3 Bände zu sehen sein wird?

Rezension

Konzept: großartig – Ausführung: so lala  

Von all den Neuerscheinungen im Jahr 2012 besitzt Cinder eines der Konzepte, die mich am meisten angesprochen haben. Man stelle sich vor: Eine futuristische Nacherzählungen von Aschenputtel, in der Cinderella ein Cyborg ist.   Äh.. wow! (Gebt es zu: Auf so etwas haben wir nach gefühlten 1000 Twilight Kopien doch alle gewartet. 😉 ) Und abgesehen von der originellen Grundidee kann Marissa Meyers Debüt auch sonst mit einige interessante Ansätzen aufwarten:  Eine futuristische Metropole, ein bevorstehender Krieg mit den Bewohnern des Mondes, eine gefährliche Seuche, ein Königshaus, ein Ball … und mittendrin ein Mädchen namens Cinder, deren Körper zu einem Drittel aus Metall und Kabeln besteht.  

Selbstverständlich borgt sich der Roman einige Elemente von seinem literarischen BestsellerVorbild aus. Gleichzeitig bietet er aber immer noch genügend Neues , um den Leser bei der Stange zu halten.   Dabei muss wohl erwähnt werden, dass Cinder nicht ganz das hält was es verspricht. (Wahrscheinlich könnte das aber kein Roman.) Das kreative Konzept sorgt einfach dafür, dass die Erwartungen ins Unermessliche steigen und daher wäre es beinahe unmöglich gewesen, den Anforderungen gerecht zu werden.   Ich will damit keinesfalls sagen, dass das Buch schlecht ist. Cinder hat seine Qualitäten.  Es ist unterhaltsam, abwechslungsreich, erfrischend anders und allemal besser als der durchschnittliche Jugendroman. Die Charaktere sind wie bei einem Märchen eher klassisch gehalten, wachsen einem mit der Zeit aber dennoch richtig ans Herz. Die Handlung ist nicht originell, weiß aber dennoch zu fesseln und mitzureißen, etc.  Cinder ist kurz gesagt ein Roman, den man gerne liest.  

Das allgemeine Problem ist, dass Cinder (wie so viele Jugendromane) lediglich an der Oberfläche „kratzt“. Das Konzept an sich ist echt klasse und daher ich hätte mir noch viel mehr Hintergrundinformationen über Cinders Welt und ihre Funktionsweise gewünscht. Leider, leider muss man sich mit wenigen oberflächlichen Erklärungen zufrieden geben.(Vielleicht ja im nächsten Band…)   Ein anderer Punkt, der mich gestört hat war Cinders Vorhersehbarkeit. Man muss nicht mal ein besonders aufmerksamer Leser sein, um das Ende zu erahnen. Die Hinweise waren zu offensichtlich, sodass man das „Geheimnis“ spätestens nach einem Drittel erraten hatte…!  

Zusatzinfo: Glitches ist ein kostenloses Prequel, dass ca. 5 Jahre vor dem ersten Band spielt. Darin erfährt der Leser, wie Cinder adoptiert wurde und zum ersten Mal auf ihre neue Familie trifft.  Wer Interesse an der Buchreihe hat und sich vorab einen kleinen Einblick verschaffen möchte, kann sich die relativ kurze Geschichte online ergoogeln. Übrigens: Wer französisch liest, bekommt das Buch (im Moment zumindest) als kostenloses eBook bei Amazon.

Fazit  

Marissa Meyers Debüt hat mich gut unterhalten und ich werde mir mit Sicherheit auch die übrigen drei Bände zulegen. Andererseits wird die oberflächliche Ausarbeitung dem tollen Konzept nicht gerecht.  Sprich: Cinder ist ein „guter und netter“ Roman, aber wenn die Autorin das Potenzial voll ausgenutzt hätte, wäre es ein „großartiger“ Roman geworden.

Lisas Bewertung: 4,1 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Titel: Cinder
Übersetzung: –
Autor/in: Marissa Meyer
Reihe: The Lunar Chronicles #1
Genre: Science Fiction, Märchen
Zielgruppe: Jugendliche
Verlag: Feiwel & Friends
Format: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 390 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.01.12
Preis: 13,70€
ISBN: 0312641893

 

Redaktion von Beste Bücher

 

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