Michael Grant – „Gone 5. Fear“

Rezension von Lisa

The Darkness is coming…

Inhalt  

Night is falling in the FAYZ. It has been nearly a year since everyone over the age of fifteen disappeared. And even though everything changed, the sun continued to shine on those left in Perdido Beach.

But now the gaiaphage has blotted out the sun and plunged the FAYZ into perpetual gloom. Divided and dispirited, the survivors face their greatest enemy yet – the darkness of their own minds.

Auf den ersten Blick  

Die schlichten UK Cover sind wirklich viel viel besser als die bunten amerikanischen! Einziger Wermutstropfen: seit dem dritten Band ist der Buchschnitt nicht mehr farbig, sondern nur noch ganz normal. Schade – die neonfarbenen Seiten waren ein Eyecatcher der Extraklasse! 🙁 

Ermüdungserscheinungen  

Hier ist er also, der langersehnte fünfte Band von Michael Grants dystopisch-fantastisch-horror-science-fiction-mäßiger Gone Serie. Hat sich das Warten gelohnt? JEIN.

Ja, weil das Buch ein echter Page-Turner ist und es sogar einige Kapitel gibt, die außerhalb den Wänden der FAYZ spielen. Im Gegensatz zu vorherigen Bänden wie z.B. Lies bekommt jeder der Charaktere einen Auftritt und darf für kurze Zeit glänzen. Auch die persönliche Weiterentwicklung der Charaktere gefiel mir ausgesprochen gut.

Die Barriere der FAYZ färbt sich langsam, aber unaufhaltsam schwarz und alsbald sitzen die Kinder und Teenager im Dunklen da. Da ohne Licht keine Pflanzen wachsen, muss schleunigst eine Lösung für das Problem gefunden werden, denn sonst… na, ihr könnt es euch sicherlich denken 😉 … Tod, Zerstörung, Weltuntergang, Blablabla… Im Gegensatz zu den vorherigen Teilen wollte sich die große Begeisterung jedoch nicht einstellen. Dies hat einen bestimmten Grund…

Stellt euch vor, ihr dürftet nur noch eure Leibspeise (und sonst gar nichts) essen:  

– Am ersten Tag wärt ihr mit Sicherheit begeistert und kämt euch wie im Paradies vor (Gone)  

– Auch am zweiten Tag erfreut ihr euch noch immer an dem Essen (Hunger)  

– Am dritten und vierten Tag geht es euch weder besonders gut, noch besonders schlecht (Lies und Plague)  

– Am fünften Tag stellt sich langsam eine Unzufriedenheit ein (Fear)  

– …und am sechsten Tag hängt euch euer Lieblingsessen zum Hals heraus (Light – hoffentlich nicht!)

Versteht ihr, was ich meine? Die kulinarische Qualität der Speise hat sich an sich nicht verändert, dafür aber eure Einstellung und Erwartungshaltung. Dieses Beispiel lässt sich auch ohne Weiteres auf Michael Grants Bücher übertragen.   Die Gone Serie ist immer noch fantastisch, ganz ohne Frage. Das Konzept ist innovativ und macht neugierig, die Figuren sind sehr gut charakterisiert und wissen zu überzeugen, die Actionszenen sind klasse etc., etc. – ich bin ein Fan der ersten Stunde und könnte hier noch stundenlang die Vorzüge der Reihe aufzählen.

Dennoch sollte man die Redewendung „Zu viel des Guten kann manchmal schädlich sein.“ nicht außer Acht lassen.   Sam, Astrid, Caine, Diana und der Rest der Truppe werden am Anfang des Bandes mit einem haarsträubenden Problem konfrontiert, das alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Die Kinder und Jugendlichen bekämpfen sich erst untereinander, merken dann, dass sie alleine keine Chance haben, tun sich daraufhin zusammen und treten der Gaiaphage gemeinsam in den Arsch. Im nächsten Band ist die FAYZ erneut dem Untergang geweiht und das ganze Spiel geht von vorne los. 😉

Mittlerweile ist die Geschichte einfach nicht mehr so frisch und unverbraucht wie noch im ersten Band, auch wenn sich der Autor redlich Mühe gibt und die Story getreu dem Motto: „noch brutaler, noch bizarrer und noch verstörender“ aufbaut. In Fear wird wieder kräftig verprügelt, gefoltert, verstümmelt, einbetoniert, zerfleischt, bloßgestellt, mutiert, massakriert – größtenteils gehen die Schandtaten auf das Konto von Penny (neben der selbst Caine und Diana wie zwei Unschuldslämmer wirken oO)   Die Reihe ist und war schon immer nichts für schwache Nerven und beweist dies im fünften Band einmal mehr. Als Film hätte Fear wohl mindestens ein 16ner Rating verdient… 

Fazit  

Fear ist nicht unbedingt schlechter als seine vier Vorgänger; die inhaltlichen Wiederholungen und Parallelen zu den vorherigen Bänden haben mir den Lesespaß jedoch ein wenig vergällt.   Ich bin ein recht „kritischer“ Leser und zudem auch schnell gelangweilt, daher kann es durchaus sein, dass ich ein wenig überreagiere. Vielen Fans gefiel Fear sogar besser als die meisten anderen Bände der Reihe. Also: lasst euch von diesem Review nicht abschrecken, sondern bildet euch selbst ein Urteil! 😉

Lisas Bewertung: 4,0 von 5 Sternen!
(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Redaktion von Beste Bücher

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.