Michael Grant – „Gone 3: Lies“

Rezension von Lisa

Ist der Albtraum bald zu Ende – oder ist alles eine Lüge?
Inhalt

Sieben Monate sind vergangen, seit alle Erwachsenen plötzlich verschwunden sind. Sieben Monate leben Sam und seine Freunde nun schon in der abgeschotteten FAYZ.

Sieben Monate, seitdem die ersten Kinder übernatürliche Kräfte entwickelt haben. Inzwischen ist viel geschehen.

Die Hungersnot ist überwunden und die Gaiaphage (scheinbar) besiegt, Ruhe will in Perdido Beach aber dennoch nicht einkehren…

 

Unterhaltsamer Lückenbüßer  

Wenn man innerhalb eines Monats drei Bücher der selben Serie liest spricht das wohl für den Autor. Gone hat mich begeistert und auch Hunger war für einen zweiten Band spitzenmäßig. Leider muss ich sagen, dass der dritte Band der Serie (für mich) bis jetzt der Schwächste ist. Das soll nicht heißen, dass Lies schlecht wäre, aber man merkt dem Buch eben an, dass es sich nur um ein Übergangsband handelt. Lies ist nicht nur deutlich kürzer als seine Vorgänger, sondern lässt auch faszinierende Bösewichter und Kämpfe missen.  

Nachdem der Gaiaphage und dem Psychopathen Drake im letzten Band der Garaus gemacht wurde (Oder doch nicht? Wer weiß…) müssen nun Zil und seine Human Crew als Haupt-Bösewichter herhalten. Leider sind diese Zeitgenossen aufgrund ihrer völlig irrationalen Handlungsweise, ihrem überschwänglichen Hass auf die Freaks und ihrer Unfähigkeit nur bedingt als Ersatz geeignet, da sie weder charismatisch noch authentisch wirken. Caine und Diana hingegen wandern dieses Mal als hungernde Vogelscheuchen ^^ durchs Land und bringen mit ihren nur halbfertig gedachten Plänen höchstens sich selbst in Gefahr… Etwas enttäuschend!   In der gesamten Gone Serie gibt es ziemlich viele Charaktere, was manchmal zu Problemen führt. Einige Figuren kann man nicht gleich richtig zuordnen und muss erst einmal überlegen, um wen es sich eigentlich handelt / welche Kräfte er hat. In diesem Band ist mir zudem die Abwesenheit einiger interessanter Charaktere aufgefallen. Computer Jack und Brianna bekommen nur Kurzauftritte; die Heilerin Lana sitzt nur noch apathisch in ihrer Bude und raucht Zigaretten usw.  

Stattdessen werden neue Charaktere eingeführt: eine Hand voll adoptierter Kinder, die mit ihren stinkreichen Eltern auf einer der Insel in der FAYZ gelebt haben und jetzt aufs Festland „übersiedeln“ wollen. So spannend sind dieses Abschnitte leider nicht, zumal die Kinder auch keine Kräfte oder eine bemerkenswerte Persönlichkeit haben.  Schön hingegen ist die Tatsache, dass Sam und Astrid wieder mehr Zeit eingeräumt wird als im letzten Band und sich die beiden weiterentwickeln.

Fazit  

Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch um Lies nicht herumkommen. Neue Erkenntnisse gewinnt der Leser zwar nicht, aber die Story ist nach wie vor unterhaltsam (auch wenn sich einige Elemente wiederholen und sich mehrere faszinierende Figuren eine Auszeit nehmen) Die nächsten drei Bücher kaufen werde ich mit 100%iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls.

Lisas Bewertung: 3,5 von 5 Sternen! (Der bisher „schwächste“ Teil der Serie)

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Redaktion von Beste Bücher

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