HGB – Handelsgesetzbuch: Handelsgesetzbuch

Kaufleute, Justiziare und einschlägige Behördenvertreter landauf und landab haben neben dem BGB auch eine aktuelle Ausgabe des HGB im Regal stehen. Als Nachschlagewerke sind die Gesetzessammlungen für Praktiker wie auch für Studenten weiterhin unabdingbar.

Das Handelsgesetzbuch, kurz HGB, enthält dabei die wichtigsten Vorschriften des deutschen Handelsrechts. Selbst das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) gilt für Kaufleute nur subsidiär. Das HGB arbeitet insbesondere auch mit dem sogenannten Rechtsschein* und schafft damit die Basis für vorzunehmende Geschäfte.

Die hier rezensierte Rechtssammlung des Verlags MGJV enthält neben der vollständigen Textausgabe des HGB auch das HGBEG, das WpHG und das ScheckG. Das spart im Zweifel die zusätzliche Anschaffung dieser Gesetze als Einzeltitel. Die Qualität, die Verarbeitung und die Schriftgröße/Lesbarkeit sind völlig zufriedenstellend und dem Preis angemessen. Zu Bedenken ist, dass diese Ausgabe ohnehin nicht jahrelang halten müssen, da bei jeder maßgeblichen Gesetzesänderung auch neue Gesetzessammlungen angeschafft werden müssen. Auch das ist ein Grund dafür, dass wichtige Rechtsnormen wie das HGB auf Dauer ein Bestseller im Buchbereich sein wird.


 

*Der Rechtsschein, das an dieser Stelle nur kurz zur Erläuterung, ist der äußerliche Anschein des Bestehens eines Rechts. Er ist kein Recht und gewährt insoweit auch keines, schützt aber das Recht einer an den Schein glaubenden Person, sofern die Person berechtigt darauf vertrauen durfte, dass eine bestimmte Rechtslage vorliegt. Der Rechtsschein wird so zur Rechtswirklichkeit – lapidar gesagt: ganz im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.