Robin Wasserman – „Wired“

Rezension von Lisa

Sie hatte eine neue Familie: Mechs wie sie. Und ein neues Leben eines, das für immer währen sollte. Das dachte sie zumindest …

Doch nun stellt sich alles, was man ihr erzählt hat, als Lüge heraus. Jemand beginnt, die Mechs zu zerstören, sie einen nach dem anderen auszulöschen. Lia geht jedes Risiko ein, um sich selbst und die zu schützen, ohne die sie nicht sein kann. Aber sie muss sich der Wahrheit stellen: Alle kann sie nicht retten.

Rezension

Wired zeichnet sich durch die selben Qualitäten wie seine beiden Vorgänger aus: Glaubwürdige, plastische Charaktere. Tiefgründige und nachdenklich machende Dialoge. Erschütternde Enthüllungen. Eine geballte Ladung Emotionen. Ein wunderschöner und poetischer Schreibstil. Es mag sich übertrieben anhören, aber für mich ist Wired (ebenso wie Skinned undCrashed) mehr als ein Bestseller. Es fühlt sich ECHT an. Mit Worten kann man diese Bücher nur unzulänglich beschreiben. Die Gripping-Trilogie muss man einfach selbst gelesen haben!

Mehr muss an dieser Stelle gar nicht über die Stärken des Bücher gesagt werden. Jeder, der bis zum letzten Band einer Serie vorgedrungen ist, weiß vermutlich, warum er selbst immer noch dabei ist. 😉 Deshalb möchte ich den anderen Teil der Rezension dem Abschluss der Trilogie widmen.

Dazu sei gesagt: Ich hätte dem Buch volle 5 Sterne vergeben, er hat wirklich klares Potenzial zum Bestseller. Aber dann kam das Ende. Das gehetzte, abrupte und meiner Meinung nach völlig unwürdige Ende. Mein erster Gedanke nach dem Lesen des letzten Kapitels war: WAS? WAR DAS ETWA ALLES? Also habe ich den Abschnitt erneut gelesen. Natürlich wurde es nicht besser. 😉 Einerseits verstehe ich, was die Autorin mit diesem Schluss bezwecken wollte. Er ist – genau wie der Rest der Trilogie – ergreifend, tiefgründig, beinahe schon philosophisch.

Andererseits ist das Ende für den Leser total unbefriedigend. Es gibt die Phrase: Der Weg des geringsten Widerstands. Das trifft auf Wired voll und ganz zu. Die Autorin hat den einfachsten Weg gewählt, um die vorhandenen Probleme zu lösen. Von einem Buch mit Bestsellerpotenzial erwartet man mehr. Alle vorhandenen Konflikte werden mir nichts dir nichts vom Tisch gefegt und zurück bleibt nur eine Reihe unbeantworteter Fragen. Nach über 1.200 Seiten des Mitfieberns und Mitleidens ist das ein äußerst karger Lohn! Zweifellos wird das Finale der Gripping-Trilogie auch seine Fans haben. Ich gehöre nicht dazu. Ich war enttäuscht. Wütend. Frustriert. Verwirrt. Überrumpelt….

Fazit

Die Gripping-Trilogie gehört zu meinen Lieblingsserien. Dennoch kann ich zu meinem größten Bedauern nicht mehr als 4,3 Sterne vergeben. Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Buch in Unzufriedenheit zu beenden und dabei genau zu wissen, dass das der Ausgang endgültig ist. Lias Geschichte ist abgeschlossen und es wird keine Fortsetzung geben.*heul* Als unzufriedener Leser wird man also notgedrungen mit diesem Ende leben müssen… 🙁 Ein paar Worte zum Abschluss : Ich habe schon so einige Fantasy und Science-Fiction Bücher für Jugendliche gelesen. Dennoch ist es nicht gelogen, wenn ich sage, dass die Gripping-Trilogie zu den ergreifendsten, philosophischten und einfühlsamsten Erzählungen gehört, die ich in jemals dieser Sparte gelesen habe.

Jeder, der auf gefühlvolle und tiefgründige Jugendliteratur steht, sollte diese Reihe gelesen haben!

Lisas Bewertung: 4,4 von  5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

 


Redaktion von Beste Bücher

 

Ein Gedanke zu „Robin Wasserman – „Wired““

  1. Ich schließe mich der Meinung an. Die Bücher haben mich sehr fasziniert, ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.

    ABER: Das Ende war einfach schlimm.
    Irgendwie als würde es nicht in die Geschichte passen.
    Schnell irgendwas geschrieben damit das Buch fertig wird.
    So etwas erwartet man nicht.

    Es hätte sicher noch genug Stoff für einen vierten Teil gegeben.

    Echt schade.

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