Giovanni Boccaccio: Das Decameron

Boccaccio’s Il Decamerone ist eine Novellensammlung aus dem 14. Jahrhundert. Was sucht eine solche Sammlung in der Liste der 100 wichtigsten Bücher? Die Tatsache, dass es nicht irgendeine Novellensammlung ist, sondern – modern gesprochen – die Mutter aller Novellensammlungen. Stilbildend wurde das Decameron zum Vorbild der überwältigenden Mehrheit aller künftigen Novellen.

Es ist das Jahr 1348, Ort der Handlung ist ein Landhaus in den Hügeln des italienischen Florenz. Drei junge Männer und sieben junge Frauen sind vor der Pest geflüchtet, die in der Stadt wütet. So ganz ohne Kino, youtube und sonstige jugendgerechte Möglichkeiten, sich zu unterhalten, erfinden die Jugendlichen eine eigene Unterhaltungsform: Sie bestimmen untereinander jeden Tag ein Oberhaupt, das ein Thema vorgibt, zu dem nun alle Anwesenden eine Geschichte erzählen. Nach so gefundenen 10 mal 10 Geschichten geht dieses höchst unterhaltsame Werk zu Ende und die 10 Protagonisten gehen nach 10 Tagen auseinander. Daher das „Dekameron“ aus dem grischischen „deka“ für „10“. Wer sich der filmischen Adaption zuwendet, wird feststellen, dass die Mischung aus drei Jungs und sieben Mädchen die Filmschaffenden zu zahlreichen Erotik-Adaptionen animiert hat…

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Unsere Bewertung

(Rang 1: Irrelevant – Rang 5: Höchstrelevant)

Historischer Wert: 1

Spannung: 5

Lesefreundlichkeit: 5

Ratgeber: 1

Muss-man-gelesen-haben: 3