Alexandra Bleyer: Waidmannsdank

Rezension von frida

Einen gut versteckten und perfekt gelegenen Hochsitz hat er sich gebaut – zumindest war Sepp Flattacher, bis zu dem Zeitpunkt als er dort den toten Huber entdeckt, felsenfest davon überzeugt. Dass der Huber ihm damit die Eröffnung der Jagdsaison verdorben hat ist das Eine, aber dass der Flattacher damit gleich zum Mörder abgestempelt werden soll ist entschieden zu viel des Guten.

Da zwingt sich schon eher der Verdacht auf, dass das eigentliche Opfer der Flattacher selbst hätte sein sollen. Mögliche Feinde gäbe es ja genug, den beliebt ist der ewige Grantler im Dorf wirklich nicht. Aber der Sepp Flattacher hat einen schon lange gehegten Verdacht zu dem es ihm bisher aber noch an Beweisen mangelt. Ein Zustand, den es schleunigst zu ändern gilt.

Aber auch der erst kürzlich in seine Heimat zurückgekehrte Polizist Martin Schober, hat erhebliche Zweifel an den landläufigen Theorien zu Täter und Motiv. Er ist sich sicher, da steckt mehr dahinter. Doch die Mitglieder des Jagdvereins schweigen und auch Flattacher ist alles andere als kooperativ. Im Gegenteil, mit seinem Verhalten macht er sich zunehmend verdächtiger und als es zu einen weiteren Mord kommt, kann es eigentlich nur einen Täter geben.

Fazit

Ein kurzweiliger Krimi, der vor allem durch seine in Mundart geschriebenen Dialoge, die sich dank des umfangreichen Glossars leicht entschlüsseln lassen, lebt. Mit vielen überaus eigenwilligen Charakteren, die dem typischen Klischee einer ländlichen Dorfgemeinschaft entsprechen, ist „Waidmannsdank“ daher auch für Nichtjäger eine unterhaltsame Lektüre.

Bewertung

Historischer Wert: 0
Spannung: 2
Lesefreundlichkeit: 3
Ratgeber: 0
Muss-man-gelesen-haben: 3
(1-kaum zutreffend / 5-besonders zutreffend)