James Dashner: Die Auserwählten – Kill Order

Rezension von Marion

In diesem Roman behandelt der Autor die Welt 13 Jahre vor seiner Erfolgsreihe „Die Auserwählten“, die mittlerweile schon ihre Wege ins Kino gefunden hat. Mark musste gemeinsam mit seiner Freundin Trina und diversen Leuten vor einer Sonneneruption fliehen. Die Welt gerät aus den Fugen, die Technik fällt aus und es herrscht unerträgliche Hitze. Viele Menschen sterben, und so ist es um so wichtiger, eine sichere Umgebung zu finden.

Nach einem Jahr finden sie einen Ort der sicher erscheint, und sie vorerst aufatmen lässt. Als dann der Sergeant Alec mit der Gruppe die nähere Umgebung absuchen möchte, erscheint ein Berk, ein Flugzeug. Sie vermuten Nahrungslieferungen, da sie das aus anderen Städten so kennen gelernt haben. Doch aus dem Berk schießen Menschen, die in Schutzanzügen stecken auf Mark und seine Freunde. Alle geraten in Panik und Alec verteidigt mit Mark die Gruppe und sie schaffen es in das Berk vorzudringen.

Währenddessen wird klar, dass die getroffenen Menschen nicht tot sind, sondern in Ohnmacht gefallen sind. Mark findet im Berk Kisten, die klar machen, dass die Menschen mit einem Virus infiziert sind. Doch was dieses Virus anrichtet ist noch unklar. Die Pilotin des Berks fliegt in den Tod, doch Mark und Alec können sich retten und stoßen wieder zur Gruppe.

Der Hauptcharakter Mark wird als sehr mutig beschrieben, dennoch entwickelt sich dieser Charakter und er verändert sich durch die Erfahrungen die er erlebt. Dies alles gefiel mir sehr gut, da es stimmig war und gut zusammenpasste. Trina bereichert die Geschichte durch ihre freundliche und kluge Art. Sie ist das komplette Gegenteil von Alec, der eher ruppig wirkt. Doch trotz seiner Verschlossenheit hat er einen weichen Kern. Alle weiteren Charaktere entwickeln sich erst im weiteren Verlauf der Geschichte, und sind teilweise auch nicht so präsent.

Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass es endlich Antworten auf diverse Fragen gibt, die die ersten drei Teile nicht lieferten. Somit erfährt der Leser nun etwas mehr über die Entstehung des Brandes, und lernt neue liebenswerte Charaktere kennen. Das Ende ist offen und legt den Schluss nahe, dass es noch einen weiteren Teil geben wird, der an diesen anknüpft.

Der Verlauf der Geschichte wechselt sehr häufig zwischen der Zeit während der Flucht und dem neuen Teil hin und her. Dadurch kommt der Leser nicht zur Ruhe, wird permanent von einem Geschehen ins nächste katapultiert. Auch wenn es manchmal hektisch erscheint, ist es für den Spannungsaufbau aber sehr vorteilhaft.

Meine Leseempfehlung richtet sich in erster Linie an Liebhaber der anderen Bände, da Kill Order die Vorgeschichte beschreibt. Meiner Meinung nach wäre ein Leser ohne Vorkenntnisse der anderen Teile ein wenig überfordert.

Das Buch selbst hat mir sehr gut gefallen, so dass ich bemessen an einer 5 Sternebewertung 4,5 Sterne verteilen würde.