Reinhard Pelte: Inselgötter

Rezension von frida

Vier Menschen sind spurlos verschwunden. Alle wollten sie nach Sylt, auf die Insel der Schönen und Reichen. Alle telefonierten von Niebüll aus das letzte Mal mit ihren Angehörigen. Kriminalrat Tomas Jung und Charlotte Bakkens machen sich auf die Suche. Von Anfang an wird ihre Arbeit von höchster Stelle aufmerksam verfolgt. Sie fühlen sich kontrolliert. Wer hat ein gesteigertes Interesse an der Aufklärung der verworrenen Geschehnisse? Bis zum Schluss werden die Fragen immer drängender und die Antworten scheinen in immer weitere Ferne zu rücken.

Rezension

Kriminaloberrat Tomas Jung bekommt von seinem Chef den Auftrag sich eines Falles anzunehmen, der eigentlich nicht in seinen Bereich fällt. Die Erklärung ist einfach, die Anweisung kommt von ganz oben und ist demzufolge ziemlich brisant. So führen die Ermittlungsarbeiten Jung und seine Assistentin Charlotte Bakkens in eine Welt von Korruption und Seilschaften. Während den Ermittlungsarbeiten, bekommt man das Gefühl, dass im Grunde genommen eigentlich nichts aufgeklärt werden soll, vor allem darf nichts publik werden, was am Lack bestimmter Personen kratzen könnte. Alles ist ziemlich undurchsichtig und wirkt reichlich verworren.

Sehr eigen wird auch die Figur Tomas Jung gezeichnet, der aus einer Ansammlung merkwürdiger Verhaltensweisen zu bestehen scheint. Man kann ihn nicht recht einordnen und außer seiner Liebe zu Flensburg und gutem Essen und Trinken, die ihn sympathisch machen könnte, wird man mit ihm nicht warm. Die Lösung des Falles ist nicht wirklich überraschend und wirkt zudem wenig überzeugend, zumal so manches im Dunkeln bleibt.

Fazit

Nicht besonders spannend und zu konstruiert wirkend, bleibt dieser Krimi leider weit hinter seinen Erwartungen zurück.

Bewertung

Historischer Wert: 1
Spannung: 2
Lesefreundlichkeit: 2
Ratgeber: 1
Muss-man-gelesen-haben: 2
(1-kaum zutreffend / 5-besonders zutreffend)