Andreas Brendt: Boarderlines

Rezension von lea 

Spontan reist Andy in den Semesterferien nach Bali. Eigentlich surft nur sein Freund gerne, doch schon bald wird der von dem Surfvirus angesteckt. Von nun an steht fest, dass er sich auf eine längere Reise begeben wird. Eine Reise ohne Ende.

Meine Meinung

Humorvoll berichtet Andreas Brendt von seinen Erlebnissen und scheut nicht davor, auch weniger schöne Momente zu beschreiben. Damit schafft er es, ein authentisches Buch zu schreiben, in dem sich wohl jeder Reisende wiederfindet. Oft hat man das Gefühl, dass Weltreisende ohne einen Plan B reisen und nicht an die Zukunft denken. Umso bemerkenswerter finde ich es, dass Andreas nebenbei sein Studium beendet hat. Gerade dieser Aspekt hat mich sehr beeindruckt und zeigt, wie viel man schaffen kann, wenn man nur möchte.

Auch wenn ich mich eher weniger für das Surfen interessiere, steckt Andys Leidenschaft an. Bildlich beschreibt er die Natur, die ihn während seiner Reisen umgibt und schafft es somit, den Leser versinken zu lassen. Aber nicht nur die positiven Seiten seiner Reiselust werden beschrieben. Die Schattenseiten: Sehnsucht nach der Familie und nach dem Zuhause, lassen einen mit Andy trauern. Trotz dieser Aspekte schafft er es, einen von seinem Lebensstil zu überzeugen.

Fazit

Obwohl Andreas mit einer Leichtigkeit durchs Leben geht, die absolut ansteckend ist, verliert er nicht aus den Augen, dass es noch ein Leben nach dem Reisen gibt. Das hebt „Boarderlines“ von ähnlichen autobiografischen Werken ab. Mit seinem bildhaften Schreibstil holt er den Leser Zuhause ab und nimmt ihn mit auf seine Reisen. Man wird von seiner Leidenschaft angesteckt und möchte ihm am liebsten nacheifern.

Für ein absolut gut geschriebenes, interessantes und vielseitiges Buch, gibt es von mir 10 von 10 Punkten!