Ulrike Blatter

* 1962 in Köln; deutsche Ärztin und Schriftstellerin

Ulrike Blatter – Autorenporträt
(c) Ulrike Blatter

„Ich möchte Kindern dabei helfen, die Welt zu verstehen.“

Ulrike Blatter

Interview

Fun Facts

  • Die künftige Krimiautorin promovierte in der Rechtsmedizin und arbeitete als Ärztin in psychiatrischen Einrichtungen. Das Wissen über menschliche Verletzlichkeit prägt auch ihre Ermittlergeschichten.
  • Fast fünf Jahre verbrachte sie in Slowenien. Mehr als zwei Jahrzehnte engagierte sie sich ehrenamtlich für Prävention und psychosoziale Unterstützung von Menschen, die die Kriege auf dem Balkan erlebt hatten.
  • Ihre allerersten Kinderbücher bastelte sie eigenhändig und ließ sie im Copyshop vervielfältigen, um sie Freunden und Nachbarn zu schenken.
  • Für ein Kinderbuch über Demenz wurde eine erstaunliche Episode wichtig: Ihre fünfjährige Tochter und ein anderes Kind wollten einer schreienden alten Nachbarin helfen und kletterten deshalb auf einen Stuhl, um zu ihr zu gelangen.
  • Bei ihrer Arbeit helfen manchmal ungewöhnliche sinnliche Reize: Einen Roman schrieb sie begleitet vom Duft nach Grapefruit und Blutorange.

Werke von Ulrike Blatter

Buchcover: Vogelfrau

Vogelfrau

Ein Mord im Museum führt den Bodensee-Ermittler Erich Bloch in ein ungewöhnliches Umfeld. Ein Professor ist mit einer steinzeitlichen Axt erschlagen worden; der einzige Zeuge könnte ausgerechnet ein Mops sein, der sich nicht befragen lässt. Während Bloch die Spuren ordnet, verstrickt sich auch seine Tochter Eva in die Folgen des Verbrechens. Ulrike Blatter nutzt die Kulisse des Museums nicht für eine bloße Rätselgeschichte: Die Figuren bringen Eifersucht, wissenschaftlichen Ehrgeiz und private Verletzungen mit. Der Fall verbindet psychologische Beobachtung mit einem eigensinnigen, beinahe absurden Detail.

Buchcover: Der Mann, der niemals töten wollte

Der Mann, der niemals töten wollte

Ein schwerkrankes kleines Mädchen verschwindet, ein Mitarbeiter des Jugendamtes gerät ins Visier, und ein Toter taucht an einem Ort auf, an dem ihn niemand erwartet hätte. Erich Bloch und Hanna Kronawitter ermitteln in einem Fall, der private Verzweiflung mit den Grenzen sozialer Institutionen verknüpft. Hinter den scheinbar widersprüchlichen Ereignissen verbergen sich belastete Familiengeschichten und Entscheidungen, die sich nicht in einfache Schuldfragen auflösen lassen. Blatter erzählt das Verbrechen mit dem genauen Blick einer Ärztin auf seelische Verletzungen, ohne den Figuren ihre Widersprüche zu nehmen.