Bevor George R. R. Martin um den Eisernen Thron schreiben konnte, ließ er als Kind Schildkröten in einer Spielzeugburg um die Herrschaft kämpfen. Aus solchen frühen Fantasien wurde später Das Lied von Eis und Feuer: eine düstere Saga, in der Macht, Loyalität und Familienbande immer neue Konflikte auslösen. Martin veröffentlichte zunächst Science-Fiction-Erzählungen, arbeitete für Fernsehserien und wurde mit der HBO-Adaption Game of Thrones weltberühmt. Der Erfolg brachte allerdings auch einen Konflikt zwischen dem enormen Erwartungsdruck der Fans und seinem langsamen, detailverliebten Schreiben mit sich. An seinem eigenwilligen Arbeitsstil hält er trotzdem fest. Martin zeigt politische Machtspiele aus wechselnden Blickwinkeln. Seine Figuren können aufrichtig handeln und trotzdem schwerwiegende Fehler begehen. Der weltweite Erfolg brachte den Druck mit sich, eine komplexe, noch unvollendete Romanfolge fortzusetzen. (Der Arme. Muss einen Bestseller nach dem anderen schreiben...).
„I still write my books on WordStar, on a DOS computer.“
Seine ersten großen Fantasiekriege ließ Martin Schildkröten um eine Krone austragen, die in einer Spielzeugburg lebten.
Er schrieb seine Romane mit dem antiquierten DOS-Programm WordStar, das in den Verlagen kaum noch jemand verwendete.
Martin kaufte ein geschlossenes Kino in Santa Fe, um es für Filme, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen wieder zu öffnen.
Er verweigerte während des Vietnamkriegs aus Gewissensgründen den Militärdienst.
Bei der Fernsehfassung seiner Saga bedauerte Martin besonders das Weglassen der Figur Lady Stoneheart.
Werke von George R. R. Martin
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Das Lied von Eis und Feuer 1 – Die Herren von Winterfell
Eddard Stark regiert Winterfell im kalten Norden von Westeros. Als König Robert ihn an seinen Hof ruft, zieht er in eine Welt, in der Höflichkeit und Intrige oft kaum auseinanderzuhalten sind. Seine Familie wird in die politischen Machtkämpfe hineingezogen, während jenseits der Mauer eine ganz andere Bedrohung wächst. Martin erzählt aus vielen Perspektiven und lässt seine Figuren zwischen Familie, Ehre und Ehrgeiz entscheiden. Der erste Teil eröffnet eine Fantasywelt, in der selbst Nebenfiguren eigene Interessen besitzen und jeder vermeintliche Sieg einen hohen Preis haben kann.
Das Lied von Eis und Feuer 2 – Das Erbe von Winterfell
Als Hand des Königs muss Eddard Stark Entscheidungen treffen, die weit über sein eigenes Haus hinausreichen. Doch die Regeln des Hofes sind ihm fremd. Während andere mit Gerüchten und Versprechen um Macht kämpfen, versucht er seiner Vorstellung von Ehre treu zu bleiben. Auch seine Kinder geraten in bedrohliche Situationen, die sie selbst kaum überblicken. Martin entwickelt die vielen Erzählstränge weiter und zeigt, wie kompliziert es ist, sich in einer Welt widersprüchlicher Bündnisse zu orientieren. Hinter freundlichen Gesichtern können gefährliche Pläne verborgen sein.
Das Lied von Eis und Feuer 4 – Die Saat des goldenen Löwen
Die Machtkämpfe in Westeros ziehen immer weitere Kreise. Die Familien Lennister und Stark stehen vor Entscheidungen, die zahlreiche andere Menschen mitreißen. Bündnisse verlieren ihre Gültigkeit, neue Feindschaften entstehen und selbst unscheinbare Nachrichten können das Schicksal ganzer Häuser verändern. Martin wechselt zwischen Schlachten und vertraulichen Gesprächen, zwischen Herrschern und Menschen ohne politische Macht. Gerade dadurch wird deutlich, wie viele persönliche Tragödien hinter den großen Plänen der Mächtigen stehen. Der Band lässt Leser fortwährend hinterfragen, welchen Figuren sie überhaupt vertrauen können.
Das Lied von Eis und Feuer 5 – Sturm der Schwerter
Der Krieg um Westeros eskaliert, und immer mehr Menschen leiden unter den Rivalitäten der großen Adelshäuser. Robb Stark, Tyrion Lennister und andere Figuren versuchen persönliche Ziele mit politischen Pflichten zu vereinbaren. Neue Bündnisse bieten Hoffnung, sind aber selten verlässlich. Gleichzeitig wird die Gefahr jenseits der Mauer drängender. Martin erzählt keine einfache Geschichte über gute und böse Herrscher. Er zeigt, wie Ehre, Angst, Liebe und Verrat in widersprüchlichen Entscheidungen zusammenkommen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge erzeugen ein dichtes, zunehmend unübersichtliches Netz aus Erwartungen und Bedrohungen.
Dieser reich illustrierte Band erzählt nicht die Handlung eines neuen Romans, sondern die erfundene Geschichte von Westeros. Gemeinsam mit Elio M. García Jr. und Linda Antonsson beschreibt Martin frühe Völker, die Eroberung durch Drachenreiter und den Aufstieg großer Dynastien. Karten, Bilder und historische Darstellungen fügen sich zu einer Chronik, wie sie in der Fantasywelt selbst entstanden sein könnte. Das Buch lädt dazu ein, Verbindungen zwischen den Ereignissen der Romane und den viel älteren Konflikten zu entdecken. Gerade für Fans eröffnen sich neue Zusammenhänge.