* 1965 · deutsche Schriftstellerin und Werbetexterin
(c) Ivonne Ntatis
Wenn Heike Abidi an einem Text zweifelt, schreibt sie erst einmal in grüner Schrift weiter. Diese kleine List passt zu einer Autorin, die Unsicherheiten gern mit Humor begegnet. Die studierte Sprachwissenschaftlerin arbeitet auch als Werbetexterin und schreibt für Jugendliche und Erwachsene. Mal geht es um Henriettes turbulente Pubertät, mal um einen Sommer in Marokko oder die Kunst, anderen Menschen Grenzen zu setzen. Dabei wechselt Abidi zwischen Roman, Ratgeber und Gemeinschaftsprojekten. Im Gespräch mit Fabelhafte Bücher erzählt sie von ihren genau geplanten Handlungen, ihren literarischen Vorbildern und einer ungewöhnlichen Hilfe beim Schreiben: Fußball im Hintergrund. Einige ihrer Bücher veröffentlichte Abidi unter Pseudonymen, darunter Emma Conrad sowie gemeinsam mit Tanja Janz die Namen Jana Fuchs und Maya Seidensticker. Ihre Jugendbücher nehmen alltägliche Peinlichkeiten ernst, ohne die Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben.
„Mein Lieblingstrick gegen Selbstzweifel sind „Gilt-noch-nicht-Texte“.“
Bei Schreibzweifeln färbt Abidi den Entwurf grün. Was zunächst ausdrücklich 'noch nicht gilt', erweist sich am nächsten Morgen oft als brauchbarer Text.
Besonders gut kommt sie nach eigener Aussage in Schreibfluss, wenn im Hintergrund Fußball läuft.
Neben ihrem eigenen Namen nutzte sie die Namen Emma Conrad, Jana Fuchs und Maya Seidensticker; die letzten beiden entstanden in Zusammenarbeit mit Tanja Janz.
Abidi skizziert nach eigener Aussage vor dem ersten Satz meist nicht nur die Handlung, sondern auch Kapitel und einzelne Szenen.
Werke von Heike Abidi
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Tatsächlich 13
Henriette steht kurz vor ihrem dreizehnten Geburtstag und findet, dass das Leben endlich romantischer werden sollte. Doch wie funktionieren Liebe, Jungs und die eigene Familie, wenn man selbst kaum weiß, was man möchte? Um Antworten zu finden, sammelt sie Beobachtungen, startet Experimente und schreibt darüber in einem Blog. Dabei läuft vieles anders als geplant. Heike Abidi erzählt die Unsicherheit am Übergang zur Pubertät mit Witz und ohne belehrenden Ton. Gerade die kleinen Missverständnisse zwischen Schule, Elternhaus und Freundeskreis machen Henriettes Abenteuer glaubwürdig.
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Marrakesh Nights
Leonie träumt von einem Partyurlaub in Spanien, möglichst in der Nähe ihres Schwarms Daniel. Ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll Verwandte ihres marokkanischen Vaters in Agadir besuchen. Für die Siebzehnjährige klingt das zunächst nach einer Strafe. Als ihre Freundin Maja mitreisen darf, beginnt jedoch ein Sommer, der beide aus ihren vertrauten Vorstellungen herausführt. Heike Abidi verbindet die Geschichte einer ersten großen Verliebtheit mit Fragen nach Herkunft, Familie und vorschnellen Urteilen. Der Schauplatz bleibt dabei mehr als eine exotische Kulisse.
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Ab heute mach ich's mir selber recht
Wer stets nett sein möchte, übernimmt schnell Aufgaben, die eigentlich andere erledigen müssten. Heike Abidi schaut in diesem Sachbuch auf Menschen, die sich aus Rücksicht, Pflichtgefühl oder Angst vor Ablehnung verbiegen. Mit Alltagsszenen und humorvollen Beobachtungen untersucht sie, warum ein Nein so schwerfallen kann und wie sich eigene Grenzen deutlicher zeigen lassen. Ihr Ziel ist kein rücksichtsloser Egoismus, sondern ein gelassenerer Umgang mit den Erwartungen anderer. Das Buch richtet sich an Leser, die sich allzu häufig für alle zuständig fühlen.
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Unglaubliche 12
Tessa ist zwölf und findet, dass dieses Alter gründlich unterschätzt wird. Zu Hause stößt ihre Begeisterung fürs Schlagzeug nicht unbedingt auf Gegenliebe; in der Schülerband sorgen die Jungs für weitere Verwirrung. Besonders Noel bringt sie ins Grübeln. Zum Glück kann sie ihre ältere Schwester Henriette um Rat fragen, die mit eigenen Pubertätsgeschichten längst Erfahrung gesammelt hat. Heike Abidi kehrt mit Tessa in die Welt ihrer Jugendbuchreihe zurück und erzählt von Selbstbehauptung, den ersten Schmetterlingen im Bauch und dem Wunsch, endlich ernst genommen zu werden.