Willi Achten

Geboren am 21. März 1958 in Mönchengladbach

Willi Achten – Autorenporträt
(c) Willi Achten

„Schreiben kommt beim Schreiben.“

Willi Achten

Interview

Fun Facts

  • Mit dem Ensemble „Herrenlose Zungen“ machte er aus einer üblichen Lesung ein Stimmenorchester: Vier Schriftsteller traten mit einem Musiker wie Instrumente einer Jazzband auf.
  • Für „Die Einmaligkeit des Lebens“ verarbeitete Achten eigene familiäre Erfahrungen mit schwerer Krankheit, erfand die Krankenhausszenen aber bewusst neu: Die Fiktion sollte ihn und seinen Bruder schützen.
  • In Aachen entwickelte er die literarische Aufführung „Die Karls-schreibung. Eine Polemik“, die 2014 entstand.
  • Für seinen Roman „Die florentinische Krankheit“ wählte er eine ungewöhnliche Versuchsanordnung: Ein Neurologe erforscht extreme Schlaflosigkeit und gerät im Florenz der Renaissancekunst in eine Mordgeschichte.

Werke von Willi Achten

Buchcover: Die wir liebten

Die wir liebten

Roman und Edgar wachsen in einer von Gewalt und Verschweigen geprägten Familie auf. Die Brüder suchen Nähe und Orientierung, während sich die Spannungen ihrer Jugend mit den politischen Konflikten der siebziger Jahre verschränken. Achten fragt, wie sehr ein Mensch durch das bestimmt wird, was in der Kindheit unausgesprochen blieb. Aus wechselnden Erinnerungen und widersprüchlichen Gefühlen entsteht ein Familienroman, der gesellschaftliche Umbrüche nicht als Dekoration benutzt, sondern bis in die Beziehungen seiner Figuren hinein verfolgt.

Buchcover: Rückkehr

Rückkehr

Jakob Kilv kehrt nach vielen Jahren in das Tal seiner Kindheit zurück. Dort begegnet er der Landschaft seiner Jugend und den Folgen eines alten Konflikts, in dem Protest gegen touristische Erschließung, Freundschaften und Schuld ineinandergriffen. Die vertraute Bergwelt ist ihm zugleich fremd geworden. Achten erzählt den Roman als Annäherung an ein Geschehen, dessen Auswirkungen niemand einfach hinter sich lassen kann. Zugvögel, Erinnerung und die Veränderungen einer Region verbinden die persönliche Geschichte mit Fragen nach Natur und Zugehörigkeit.

Buchcover: Die Einmaligkeit des Lebens

Die Einmaligkeit des Lebens

Zwei Brüder stehen vor einer Lebensphase, für die es keine Vorbereitung gibt. Als eine schwere Krankheit die bisherige Ordnung auflöst, wird aus familiärer Nähe eine manchmal schmerzhafte Aufgabe: Was lässt sich noch aussprechen, was bleibt unversöhnt, und wie begegnet man einem Abschied? Achten interessiert sich dabei weniger für große Gesten als für das Ringen um Würde im Alltag. Seine Erzählung über Verletzlichkeit und Geschwisterbindung verbindet Gegenwartsszenen mit der Frage, welchen Platz gemeinsame Erinnerungen im eigenen Leben behalten.