Alyson Noel – „Evermore. Die Unsterblichen“

Rezension von Lisa

Wahre Liebe ist unsterblich…

Inhalt

Ever hat es nicht leicht: seit dem Autounfall, bei dem sie ihre Eltern und ihre Schwester Riley verloren hat, kann sie die Auren anderer Menschen sehen und ihre Gedanken lesen. Was zunächst praktisch klingt und sich der ein oder andere für den Alltagsgebrauch noch dringender wünscht als eine Google-Brille, hat durchaus auch Nachteile.

Aus Angst vor Kontakt zu anderen hat sich die 16-Jährige immer mehr von den anderen abgekapselt und führt ein Leben als Außenseiterin. Doch alles ändert sich, als sie den geheimnisvollen Damen trifft… Wer ist er? Und was verschweigt er?

Rezension

Einfach nur plump

Genauso klischeehaft wie sich die Inhaltsangabe anhört, ist das Buch auch. Die arme, vom Schicksal gebeutelte Protagonistin trifft auf attraktiven und mysteriösen Ihn.

Gut, dieses Motiv kommt auch in Tausend anderen paranomalen Teenieromanen vor. Warum dann nur ein Stern für Evermore? Ganz einfach: das Buch ist plump bis zum Geht-nicht-mehr. Hier werden wirklich alle Klischees ausgenutzt, die derzeit auf dem Markt vorhanden sind. Eine verwaiste Protagonistin, die zu keinem mehr vertrauen fassen kann? Dabei! Ein superschöner, supergeheimnisvoller, superreicher (und nicht zu vergessen: stalkender) Love-Interest, der alles kann? Dabei! Nutzlose, abgedrehte und launische Freunde, die nur da zu da sind, um die Protagonistin besser darzustellen? Dabei! Alberne Bösewichter, die viel zu viel reden, aber nichts machen? Dabei! Diese Liste ließe sich noch ewig fortführen, aber irgendwo muss ja auch mal ein Punkt gemacht werden. 😉

Das Ganze ist aber nur die Spitze des Eisberges. Mit Ever bekommt man als Leser die wohl -Verzeihung- nichtsagendste, beschränkteste und naivste Protagonistin der letzten Jahre präsentiert. Hat das Mädel überhaupt eine Persönlichkeit? (Fast) all ihre Gedanken drehen sich um Damen bzw. darum, ob er sie den jetzt liebt oder doch nicht. Ja, wenn man verliebt ist sieht man durch die rosarote Brille und denkt oft an den Anderen, aber hier ist das einfach übertrieben. Es grenzt schon an Besessenheit. Beispiel gefällig? Als Damen für ein paar Tage verschwindet, fängt Ever plötzlich zu Trinken an und wirkt fast abhängig. Als Leser drängt sich einem da doch die Frage auf, wie Evers Tagesablauf wohl aussah, als sie Damen noch nicht kannte… da hatte sie ja überhaupt nichts zu tun…

Überhaupt kommt keinerlei Atmosphäre auf – weder bei der Beziehung noch sonst wo. Die Charaktere sind alle furchtbar platt, unrealistisch, uninteressant und mir als Leser war es vollkommen egal, was mit ihnen geschieht. Das Ende ist auch nicht sonderlich plausibel und erscheint ziemlich weit hergeholt….

Fazit

Normalerweise versuche ich jedem Buch etwas abzugewinnen, aber Evermore konnte mich in keinem Bereich überzeugen. Das Buch ist weder romantisch, noch spannend oder interessant, sondern einfach nur P L U M P. Teenies von 12 bis 14 Jahren können vielleicht mal einen Blick wagen, allen anderen würde ich den Rat geben, sich nach einer anderen Lektüre umzusehen. Denn wie gesagt, es gibt hunderte von paranomalen Jugendbüchern und die meisten davon dürften wohl besser sein alsEvermore.

Entschuldigung, wenn ich mit dieser Rezension irgendjemand zu nahe getreten bin, aber ich bin einfach nur maßlos enttäuscht über die schriftstellerische Qualität von Evermore und versuche dem Ausdruck zu verleihen. Ich habe einfach eine nette und kleine Strandlektüre erwartet und bekam ein äußerst ärgerliches, zusammengeschustertes und plattes ‚Werk‘. Falls das ein Bestseller werden sollte, ging das gründlich daneben.

Lisas Bewertung: 1 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

 Redaktion von Beste Bücher

 

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