Fedra Egea – „Die Schülerin der Magie“

Rezension von Lisa

Eine mutige Heldin im Kampf gegen das Böse – und ihre eigene überwältigende Magie

Inhalt  

Nichts ersehnt Ksar sich mehr, als eine Schülerin der Magie zu werden. Doch durch ihre niedere Abstammung ist Ksar der Zutritt zur Magierakademie verwehrt. Darum schleicht sie durch die geheimen Gänge des alten Gemäuers und lauscht heimlich dem Unterricht.

Dabei kommt sie einer Verschwörung auf die Spur, die kein geringeres Ziel verfolgt als den Sturz der Königin. Ksar muss etwas unternehmen! Allerdings kann sie sich nur auf sich selbst verlassen – und auf ihre ungeschulte Magie!

Auf den ersten Blick  

Das Cover könnte glatt als 5. Geschwisterteil der Wahrheitenbücher von Dawn Cook durchgehen! 😉 Nicht weiter verwunderlich, da beide Motive von der selben Künstlerin – Marta Dahling – stammen. Obwohl das Bild ganz nett anzusehen ist, hätte ich mir doch lieber ein eigenständiges Motiv gewünscht.

Rezension

Aus dem Nähkästchen: Die Gilde der Schwarzen Magier von Trudi Canavan war vor Jahren meine Einstiegsdroge in das Fantasy Genre und selbst heute halte ich die Bücher noch in Ehren. Ja, die Trilogie ist nicht übermäßig anspruchsvoll oder komplex und auch der Schreibstil lässt zu wünschen übrig. Im zarten Alter von 14 Jahren waren mir diese Tatsachen reichlich egal. 😉 Damals war ich sehr beeindruckt von den mitreißenden und liebenswerten Charakteren.

Falls sich an dieser Stelle jemand fragt, was das nun alles mit Fedra Egeas Debüt Roman zu tun hat: seither bin ich verzweifelt auf der Suche nach einem ähnlich bezaubernden All-Age Abenteuer! Da Die Schülerin der Magie einen beinahe übereinstimmenden Klappentext aufzuweisen hat, war das Buch also durchaus ein in Betracht zu ziehender Kandidat. Leider wurden meine Erwartungen in keinster Weise erfüllt!

Zuerst einmal beschleicht mich das Gefühl, die Autorin wusste selbst nicht, worüber sie schreiben soll. Der Weltentwurf ist nämlich das genaue Gegenteil von authentisch: blass, uninteressant und austauschbar. Am Anfang des Buches wird der Leser geradezu mit Namen, Orten und Bezeichnungen bombardiert; auf Erklärungen verzichtet die Autorin leider komplett. Wirklich noch selten hatte ich das Gefühl, so wenig über die Geschichte, die Charaktere usw. Bescheid zu wissen wie bei Die Schülerin der Magie. 🙁 Schade!

Der deutsche Titel wurde meiner Meinung nach ein wenig unglücklich gewählt. Ksaar ist keine Die Schülerin der Magie! Im Gegenteil. Sie ist den anderen gelernten Magiern haushoch überlegen und bringt sich neue Sprüche ohne große Probleme selbst bei. (Im Originalen heißt der Roman El Libro del Poder (dt. Das Buch der Macht). Sehr viel treffender, da dieses magische Artefakt eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt.) Über die Magie erfährt der Leser ebenfalls nur sehr wenig. Eine „Übungstunde“ sieht in etwa wie folgt aus: Sie probierte so lange vor dem Spiegel, bis es ihr schließlich gelang, XY Aussehen anzunehmen. (S.150)

Okay… geht es ein wenig genauer? 😉 Der Leser möchte wissen, WIE die Magie funktioniert und WAS Ksaar dafür bewerkstelligen muss. Anscheinend gibt es auch noch Zauberformeln, Telespiegel und Edelsteine, mit deren Hilfe man Magie wirken kann. Blickt bei diesem Chaos noch irgendwer durch? Hier hätte sich die Autorin mehr Mühe geben können!

Dazu kommen noch die etliche Ungereimtheiten und Kuriositäten. Hier zwei Beispiele:

– Soweit es sich beurteilen lässt spielt Die Schülerin der Magie in einem Mittelalter Setting. Das die Leute damals schon Sonnenbrillen mit blauen Gläsern trugen (S.79) wirkt ein wenig befremdlich.

– Die Namen: Tens Turtels, Scyra Nist und Rolo Licquart? Bei allem was Recht ist… Ich bin ja für exotische und ausgefallene Namen, aber diese hier wirken leider unfreiwillig komisch. (Darüber ob das nun der Übersetzung verschuldet ist oder ob es sich hier um die Originalnamen handelt, gibt es keine genaueren Informationen)

Fazit

Kein Ersatz für die Gilde der schwarzen Magier. Teenager von 12-15 Jahren könnten vielleicht noch ihren Spaß mit dem Buch haben, für ältere Leser (so wie mich) ist Die Schülerin der Magie mit ziemlicher Sicherheit eine Enttäuschung.  Ein ganz dünnes Süppchen…

Lisas Bewertung: 1,5 von 5 Sternen!

(Lisas Bewertungssystem: (1 = Zeitverschwendung, 2 = Nicht mein Fall, 3 = Okay, 4 = Überdurchschnittlich Gut, 5 = Lieblingsbuch)

Infos

Titel: Die Schülerin der Magie  

Originaltitel: El Libro del Poder

Autor/in: Fedra Egea  

Reihe: Die Geheimnisse  der Magie #1

Verlag: Blanvalet

 


 

 

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